Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Garten > Gartengestaltung >

Lupinen pflanzen und pflegen: So wächst die Staude prächtig

Wahre Alleskönnerin  

Lupine: Warum sie in keinem Garten fehlen sollte

16.09.2020, 16:57 Uhr | t-online, ron

Lupinen pflanzen und pflegen: So wächst die Staude prächtig. Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus): Sie wird auch Stauden-Lupine genannt und blüht von Mai bis August. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus): Sie wird auch Stauden-Lupine genannt und blüht von Mai bis August. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Ihre dichten, rispenähnlichen Blütenstände sind etwas ganz Besonderes. Dabei punktet die Lupine neben äußerer Schönheit zudem mit inneren Werten. Denn der Samen einer Lupinensorte gilt als Soja des Nordens.

In einen klassischen Bauerngarten gehört neben Rittersporn, Fetthenne oder Stockrose immer auch die Lupine (Lupinus). Die mehrjährige Pflanze zählt zu den Beetstauden, die als pflegeleicht gelten. Daneben ist die Lupine ausgesprochen dekorativ – und verfügt über eine Reihe besonderer Eigenschaften, die sie zu einer wahren Alleskönnerin im Garten macht.

Standort: sonnig und nährstoffarmer Boden

Obgleich die Lupine keine allzu hohen Ansprüche an Licht und Boden hat, wächst sie dennoch an sonnigen Plätzen üppiger als im Halbschatten. Zudem gedeiht die Staude besser in nährstoffärmeren, mageren als in sogenannten fetten Böden.

Unser Tipp
Der Boden sollte nicht gedüngt werden; erlaubt ist allenfalls etwas Kompost.

Pflanzen oder aussäen

Am besten pflanzen Sie die Stauden im Frühling, weil sie im Herbst oft nicht richtig anwachsen. Möchten Sie Lupinen aussäen, bietet sich der Zeitraum von April bis Ende Mai an. Beachten Sie aber, dass diese Exemplare nicht im ersten, sondern zumeist erst im zweiten Jahr blühen.

Pflegetipp: Zurückschneiden – oder nicht?

Die Pflanze bildet reichlich Samen, deren Wurfweite bis zu sieben Metern betragen kann. Die neuen Schösslinge können die Mutterpflanze leicht überwuchern. Daher sollten Sie die Blüten vor der Samenbildung entfernen. Ein generelles Zurückschneiden von Lupinen, beispielsweise im Herbst, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Unser Tipp
Wenn Sie alle verwelkte Blüten laufend entfernen, blüht die Lupine im Herbst häufig noch ein zweites Mal.

Lupine als Bodenverbesserin

Was die Lupine neben ihren wunderschönen Dolden so besonders macht, ist ihre Fähigkeit, das Erdreich zu verbessern, da sie dem Boden Stickstoff zuführt. An den Wurzeln der Lupine befinden sich nämlich sogenannte Boden- oder Knöllchenbakterien (Rhizobien). Diese können den Stickstoff binden, den die Pflanze aus der Luft aufgenommen hat und geben ihn an den Boden ab. Die Bodenqualität wird verbessert.

Vermehren: Wurzel teilen oder Stecklinge ziehen

Wenn Sie die Lupinen nicht durch Aussaat vermehren möchten, eignen sich auch zwei andere Methoden. Entweder Sie teilen mit dem Spaten die Wurzel von älteren Stauden und setzen diese an einen weiteren Platz in Ihrem Garten.

Bauerngarten: Neben Mohnblume und Iris fühlt sich die Lupine wohl. (Quelle: imago images/Shotshop)Bauerngarten: Neben Mohnblume und Iris fühlt sich die Lupine wohl. (Quelle: Shotshop/imago images)

Oder Sie ziehen neue Lupinen aus Stecklingen – was allerdings ein wenig aufwändiger, aber machbar ist. Für diese Methode werden sogenannte Basalstecklinge geschnitten. Das sind nicht blühende Seitentriebe, die im Frühjahr in der Mitte der Mutterpflanze austreiben:

  • Schneiden Sie die Basalstecklinge, sobald sie zehn Zentimeter lang sind.
  • Pflanzen Sie diese in ein Anzuchtgefäß mit Anzuchterde.
  • Setzen Sie die Pflänzchen nach circa sechs Wochen in Einzeltöpfe um.
  • Im Herbst können Sie die Lupinen ins Freibeet im Garten setzen.

Sind Lupinen winterhart?

Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus): Sie wird auch Stauden-Lupine genannt. (Quelle: imago images/blickwinkel)Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus): Sie wird auch Stauden-Lupine genannt. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Mehrjährige Lupinen sind robuste Stauden, die im Freiland auch starken Frost unbeschadet überstehen. Nur Lupinen im Topf sollten Sie vor Minustemperaturen schützen:

  • Stellen Sie das Pflanzgefäß auf eine Styroporplatte. So wird der Topf vom kalten beziehungsweise gefrorenen Erdboden getrennt.
  • Decken Sie die Topferde mit immergrünen Zweigen ab, zum Beispiel von Nadelbäumen.
  • Umwickeln Sie das Pflanzgefäß mit Gartenvlies oder ähnlichem schützendem Material.

Süßlupine: eiweißreich ernähren

Blaue Lupine oder Schmalblättrige Lupine (Lupinus angustifolius): Sie bildet Hülsen als Früchte, die vier bis sieben Samen enthalten. (Quelle: imago images/Karina Hessland)Blaue Lupine oder Schmalblättrige Lupine (Lupinus angustifolius): Sie bildet Hülsen als Früchte, die vier bis sieben Samen enthalten. (Quelle: Karina Hessland/imago images)

Die Samen der Staude sind eigentlich giftig. Es ist mittlerweile jedoch gelungen, sogenannte Süßlupinen zu züchten, deren Samen essbar sind. Zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden die Samen der Blauen Süßlupine oder auch Schmalblättrigen Lupine (Lupinus angustifolius). Ihnen wird eine große Zukunft in der Nahrungsmittelindustrie vorausgesagt, da sie sich ähnlich wie Sojabohnen zu Mehl und tofuartigen Produkten verarbeiten lassen und von glutenintoleranten Personen vertragen werden.

Sind Lupinen bienenfreundlich?

Auf jeden Fall, weil sich in den Blüten der Sommerstaude Pollen und Nektar befinden. Insekten wie Bienen und Schmetterlinge können dadurch in Ihren Garten gelockt werden. Auch eignet sich die Pflanze als Grünfutter für viele Nutz- und Haustiere.

Pflanzen-Steckbrief

Lupine (Lupinus)
Standortsonnig bis halbschattig
Bodennährstoffarm, mager
Pflanzen/AussäenFrühling
PflegetippSchneidet man verwelkte Blüten laufend zurück, blüht die Pflanze im Herbst ein zweites Mal.
VermehrenSamen aussäen, Wurzel teilen, Stecklinge ziehen
Überwinternwinterhart (Freibeet), bedingt winterhart (Topf)
BesonderheitDie Samen der Blauen Süßlupine sind essbar. Sie lassen sich zu Mehl und tofuartigen Produkten verarbeiten.
Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Mein schöner Garten: "Lupinen"
  • Gartenjournal: "Lupinen aussäen"
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal