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Riesenbärenklau: Was hilft gegen Verbrennungen?


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Dieses Unkraut verbrennt die Haut

Von dpa-tmn, t-online, NoS

Aktualisiert am 16.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Riesenbärenklau: Nach Berührungen des giftigen Pflanzensafts können sich auf der Haut Blasen oder Quaddeln bilden.
Riesenbärenklau: Nach Berührungen des giftigen Pflanzensafts können sich auf der Haut Blasen oder Quaddeln bilden. (Quelle: michael meijer/getty-images-bilder)
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Die Wunden auf der Haut bleiben oft noch jahrelang. Deshalb sollten Sie um die giftige Pflanze einen großen Bogen machen. Doch was macht sie so gefährlich? Und wie können Sie die Beschwerden lindern?

Auf beharrten purpurnen Stängeln sitzen die hübsch anzusehenden weißen bis rosa Blüten. Vier Meter kann die Pflanze hoch werden – und das schon in wenigen Wochen. Was auf den ersten Blick recht harmlos aussieht, kann für Menschen – besonders für Kinder – sehr gefährlich werden. Die Rede ist vom Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum), auch Herkulesstaude genannt.


Die giftigsten Pflanzen im Garten

Der Eisenhut gilt als giftigste Pflanze Europas. Das Gift kann sogar über die Haut aufgenommen werden, daher ist bei der Gartenarbeit große Vorsicht und das Tragen von Handschuhen angesagt. Er wurde 2005 als erstes Gewächs zur "Giftpflanze des Jahres" gewählt.
Auch die Blütenblätter der Engelstrompete sind hochgiftig. Schon kleinste Mengen können zu Symptomen wie Erbrechen und Durchfall, Sehstörungen und Halluzinationen führen. Um nicht mit den Pflanzensäften in Kontakt zu kommen, sollten Sie bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen.
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Mit dem gesundheitlichen Risiko hat wahrscheinlich niemand gerechnet, als die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Mitteleuropa eingeführt wurde. Der Grund für die Gefahr ist der Saft der Staude, er ist äußerst aggressiv und kann schwere Verbrennungen hervorrufen.

Was macht den Riesenbärenklau gefährlich?

Im Pflanzensaft der Herkulesstaude sind Furocumarine enthalten. Das sind phototoxische Substanzen, die bei Berührung und in Kombination mit Sonnenlicht Verbrennungen auslösen können. Auch Verätzungen der Haut sind möglich.

Info
Die Giftkonzentration in der Frucht des Riesenbärenklaus ist im Sommer besonders hoch. Die Blütezeit ist im Juni und Juli. In den wärmeren Monaten sollten Sie daher besonders wachsam sein.

Das Tückische daran: Die Beschwerden zeigen sich häufig erst später. Und da das Gift nur mit der Sonne wirkt, kann das sogar einige Tage dauern.

Dazu sei nicht unbedingt direkte Sonneneinstrahlung nötig, erklärt Dr. Hermann Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). "Auch die Einwirkung von UV-A-Strahlung bei einer dünnen Wolkendecke kann ausreichen“, so Kahl weiter. Vor allem Eltern sollten ein Auge auf ihre Kinder im Garten haben, denn die Pflanzen eignen sich hervorragend zum Versteckspielen.

  • Woran Sie einen Riesenbärenklau erkennen und wie Sie ihn entfernen, erfahren Sie hier.

Welche Symptome können auftreten?

Nach Berührungen des giftigen Pflanzensafts können sich auf der Haut Blasen oder Quaddeln bilden. Bei manchen Personen reicht auch schon das bloße Berühren der Blätter aus. Die Beschwerden gehen mit starken Schmerzen einher und heilen nur sehr langsam ab. Zurückbleibende Narben oder sichtbare Pigmentstörungen können die Folge sein.

Gefährliches Unkraut: Der Riesenbärenklau kann Verbrennungen zweiten oder sogar dritten Grades auslösen.
Gefährliches Unkraut: Der Riesenbärenklau kann Verbrennungen zweiten oder sogar dritten Grades auslösen. (Quelle: apomares/Getty Images)

Bei empfindlichen Personen oder Allergikern könnten sich zudem folgende Symptome zeigen:

  • Fieber
  • Schweißausbrüche
  • Atemnot
  • Kreislaufschock

Sollten diese Beschwerden auftreten, rufen Sie umgehend einen Notarzt. Beachten Sie, dass der Pflanzensaft auch durch Kleidung an die Haut gelangen kann.

Was tun nach Kontakt mit dem Riesenbärenklau?

Wenn Sie den Riesenbärenklau berührt haben, sollten Sie schnellstmöglich handeln, bevor Sonne an die betroffene Stelle kommt. Das kann Verletzungen verhindern. Folgende Tipps können helfen:

  • Waschen Sie die Haut mit Wasser und Seife.
  • Suchen Sie einen schattigen Ort auf.
  • Kontaktieren Sie einen Arzt, wenn sich Blasen bilden oder weitere Reaktionen auftreten.

Auch wenn Pflanzensaft in die Augen gelangt, sollten diese gründlich ausgewaschen werden. Meiden Sie nach dem Kontakt mit der Pflanze für einige Tage die Sonne.

Was hilft bei Verbrennungen?

Bei kleineren Verbrennungen können kühlende Salben helfen. Handelt es sich hingegen um schwere Verbrennungen, sollten Sie ein Verbrennungszentrum aufsuchen. Dort können die Blasen behandelt werden.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Landratsamt Unterallgäu
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.: "Verbrennung durch Pflanzen: Hautreaktionen treten meist erst mit Verzögerung auf"
  • NDR: "Riesenbärenklau: "Was tun bei Verbrennungen?"
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