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Nicht alle Kräutersamen mit Erde bedecken

Von dpa-tmn
14.03.2013Lesedauer: 2 Min.
Kräuter wie die Zitronenmelisse brauchen Licht zum Keimen.
Kräuter wie die Zitronenmelisse brauchen Licht zum Keimen. (Quelle: dpa-bilder)
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Frische Kräuter sind für die Küche eine feine Sache. Wer sie auf der Fensterbank selbst zieht, hat immer den nötigen Vorrat an Kräutern frisch zur Hand. Doch beim Säen muss man zwischen Licht- und Dunkelkeimern unterscheiden. Die Samen von Dunkelkeimern werden mit Erde bedeckt. Die Lichtkeimer dagegen brauchen erst mal Sonne und Luft.

Zu den Lichtkeimern zählen Basilikum, Bohnenkraut, Oregano, Estragon, Majoran, Thymian und Zitronenmelisse. Auf deren Samen dürfe höchstens etwas Zeitungspapier liegen, damit sie nicht austrocknen, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn. Aber nur so lange, bis sie gekeimt haben. Dann müssen auch sie ins Substrat eingebettet werden.

Kräuter-Samen in spezieller Erde pflanzen

Für die Anzucht kommen die Samen aller Kräuter in so genannte Anzuchterde, die mit Sand gemischt ist, oder in spezielle Kräutererde. Eine praktische Alternative sind Saatscheiben. Die Samen liegen hier zwischen zwei dünnen Lagen Vliespapier. Dieses wird einfach oben auf einen passenden Topf mit Erde gelegt. Je nach Samenart kommt eine dünne Schicht Substrat darauf.

Saatscheiben machen die Kräuter-Anzucht einfacher

Das Ganze wird angegossen. Dann können die Samen keimen. Regelmäßiges Gießen ist immer notwendig. Der Vorteil der Saatscheibe sei, dass die Samen bereits in den richtigen Abständen zu einander liegen, erläutert die Landwirtschaftskammer. Sie müssen später nicht vereinzelt werden. Werden die Samen von Hand verteilt, bilden sich leicht kleine Grüppchen, die später getrennt werden müssen.

Kräuter nicht vor den Eisheiligen aussetzen

Sind die Kräuter im Topf gewachsen, können sie auch in das Gemüsebeet ausgepflanzt werden – aber nicht zu früh. Denn Frost kann die Pflanzen schädigen, die an die Wärme im Haus gewöhnt sind. Daher sollte man mit dem Aussetzen bis nach den Eisheiligen Mitte Mai warten, rät der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern in Bonn. Nach diesem Datum können in der Regel Spätfröste ausgeschlossen werden. Bis dahin sollten Petersilie, Schnittlauch und Co. auf einer hellen Fensterbank im Haus bleiben.

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