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Sukkulenten-Pflege: Tipps zum Gießen und Vermehren

Robuste Pflanze  

Sukkulenten eignen sich für Vergessliche

05.10.2019, 11:06 Uhr | ots, jb, t-online.de

Sukkulenten-Pflege: Tipps zum Gießen und Vermehren. Kleine Sukkulenten: Mit der richtigen Pflege werden die Pflanzen langsam größer. (Quelle: Getty Images/ae0816146146)

Kleine Sukkulenten: Auch mit der richtigen Pflege werden die Pflanzen nur langsam größer. (Quelle: ae0816146146/Getty Images)

Sukkulenten sind die idealen Pflanzen für alle, die gerne mal das Gießen vergessen. Denn die Gewächse speichern das Wasser in ihrem Körper. Längere Trockenphasen sind also kein Problem. Sukkulenten sind keine eigene Gattung, zu ihnen zählen viele Arten wie die Sansevieria oder die heimische Hauswurz. 

Sonniger Standort zum Überleben

Zum Gedeihen benötigen die Sukkulenten unbedingt einen hellen und sonnigen Standort. Ein Südfenster oder gar ein Gewächshaus sind ideal. Zumindest für die meisten Sorten. Aloe, Binsenrutenkakteen, Gasterie oder Haworthie bevorzugen halbschattige Standorte. Bei zu viel Sonneneinstrahlung verfärben sie sich sonst bräunlich.

Im Sommer sollten Sie Sukkulenten zwar wenig, aber doch regelmäßig mit kalkfreiem Wasser gießen. Bis zur nächsten Bewässerung sollte das obere Substrat vollständig austrocknen. Bei zu viel Nässe drohen nämlich die Wurzeln zu faulen. 

Im Winter wird das Gießen eingeschränkt. Dann genügt eine Portion Wasser im Monat. Grundsätzlich gilt, dass lieber zu wenig als zu viel gegossen werden sollte. Die Sukkulenten sind ja schließlich Durstkünstler. Zur kalten Jahreszeit vertragen die Pflanzen auch etwas geringere Temperaturen. Sie sollten aber nicht zu kühl stehen, da sonst Schäden drohen. Vermeiden Sie auch kalten Durchzug. Wichtig ist zu jeder Jahreszeit ein heller Standort. 

Tipp
Damit die Sukkulenten gleichmäßig wachsen, können Sie den Topf alle paar Wochen um 20 bis 30 Grad drehen. 

Sukkulenten in sandiges Substrat pflanzen

Hohe Temperaturen fördern die Entwicklung der meisten Sukkulenten. Im Sommer können Sie Sukkulenten auch ins Freie stellen, wo sie viel Sonne abbekommen. Nur wenige Arten mögen es etwas kühler. Bei einigen, sensibleren Arten ist allerdings ein Regenschutz nötig. Das gilt beispielsweise für Echeverien.

Die meisten Sukkulenten brauchen ein sandiges Substrat. Dazu können Sie zwei Teile lockere Erde mit einem Teil Sand mischen oder gleich im Fachhandel zu spezieller Sukkulentenerde greifen.

Pflege: Sukkulenten regelmäßig düngen

Vor allem schneller wachsende Sukkulenten sollten alle zwei Wochen gedüngt werden. Danach muss das Substrat für circa drei Tage gleichmäßig feucht gehalten werden, damit die Nährstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden können.

Sukkulenten über Blätter vermehren

Vermehren lassen sich die meisten Sukkulenten relativ einfach: Sie bilden Nebensprossen beziehungsweise Ableger, sogenannte Kindel. Diese werden am besten im Frühjahr oder Sommer abgetrennt und in Aussaat- oder Anzuchterde gesetzt. Wichtig, dass die Kindel nur in saubere Töpfe gepflanzt werden. Andernfalls können über die Wunden Bakterien in die Pflanze gelangen. Im Topf bilden Sukkulenten eigene Wurzeln, wenn sie ausreichend warm und sonnig stehen. Wichtig ist, am Anfang gar nicht und nach einiger Zeit nur mäßig zu viel zu gießen. So wird die Wurzelbildung vorangetrieben und vermieden, dass die Schnittstellen anfangen zu faulen.

Hauswurz: Sukkulenten lasse sich über Kindel vermehren. (Quelle: imago images/Panthermedia)Hauswurz: Sukkulenten lasse sich über Kindel vermehren. (Quelle: Panthermedia/imago images)

Bei vielen Sukkulentenarten können Sie zum Vermehren auch einfach Blätter abtrennen. Die Schnittfläche lassen Sie etwas antrocknen, dann kommt das Blatt in die Erde, wo es ebenfalls anwurzelt.

Achtung
Vermeiden Sie Kontakt mit dem Milchsaft. Er ist bei einigen Pflanzen giftig.
 

Sukkulenten speichern Wasser

Der Name Sukkulente kommt von den lateinischen Wörtern "sucus" für "Saft" oder "suculentus" für "saftreich". Im Volksmund werden die Pflanzen auch Fettpflanzen genannt, denn ihre wasserspeichernden Körperteile sind mit einem dickflüssigen, fettigen Saft gefüllt.

Kakteen zählen zu den Sukkulenten

Sukkulenten bilden keine eigene Pflanzenfamilie – sie finden sich in vielfältigen Gattungen wie Kakteen, Mittagsblumen- und Amaryllis-Gewächse. Entscheidend für die Zuordnung ist allein die Fähigkeit, Wasser im Pflanzenkörper zu speichern. Unterschieden wird dabei zwischen Blatt-, Stamm- und Wurzelsukkulenten, je nachdem, welcher Teil des Körpers als Wasserressource dient. Typische Vertreter der Stammsukkulenten sind die Kakteen.

Hauswurz ist eine heimische Sukkulente

Dank ihrer wasserspeichernden Fähigkeiten sind die Pflanzen hart im Nehmen und können so auch in Klimazonen gedeihen, in denen gewöhnliche Pflanzen längst aufgegeben hätten.


In unseren Breiten sind eher wenige Sukkulenten heimisch. Dazu zählen Hauswurz, Mauerpfeffer oder die Felsen-Fetthenne.

Pflegesteckbrief

Sukkulenten 

Standort

Hell und sonnig.
Einige Sorten bevorzugen allerdings Halbschatten.

Erde

Sandiger Boden, Substrat

Düngen

Von Frühjahr bis Spätsommer
Etwa alle zwei Wochen

pH-Wert

Nicht höher als sieben

Gießen

Regelmäßig im Sommer, wenig im Winter
Staunässe meiden

Vermehrung

Über Kindel

Blütezeit

Je nach Art verschieden

Überwintern

Hell und nicht zu kühl


Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Mein Schöner Garten
  • Hausgarten
  • Pflanzenfreunde
  • Gartenjournal
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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