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Fuchsien schneiden und überwintern: Fuchsienpflege-Tipps

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Balkonpflanze oder Hochstämmchen  

Die richtige Fuchsienpflege für gesunde Pflanzen

28.06.2018, 08:35 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Fuchsien schneiden und überwintern: Fuchsienpflege-Tipps. Fuchsien (Quelle: Getty Images/Knaupe)

Fuchsien: Die Pflanze mag Halbschatten. (Quelle: Knaupe/Getty Images)

Die besonders auffällige Lüsterform ihrer Blüten und die abwechslungsreichen Farben machen die Fuchsie zu einer der beliebtesten Sommerblumen. Die Balkonpflanze wird meist für schattige Standorte empfohlen, doch gibt es längst auch Sorten, die Sonne mögen. Wichtig ist das Gießen. Darauf ist bei der Fuchsienpflege zu achten.

Fuchsien blühen von Mai bis Oktober. Die Blüten entspringen meist paarweise aus den Blattachseln und schaukeln an dünnen, hängenden, zwei bis acht Zentimeter langen Stielen. Weiß, Rosa, Rot oder Violett, das Farbspektrum der unverkennbaren Blüten ist vielfältig. Ob buschige Sträucher, hängende Ampelpflanzen oder Hochstämmchen, Fuchsien sind abwechslungsreiche Balkonpflanzen. Für Blumenampeln eignet sich zum Beispiel die hängende Sorte der Fuchsie. Ihre zweifarbigen Blüten zeigen sich schon im Frühling und blühen bis in den Herbst hinein.

Der richtige Standort

Fuchsien fühlen sich im Halbschatten am wohlsten. Je nach Sorte gedeihen sie jedoch auch an einem sonnigen Standort. Dabei gilt die Regel: Fuchsien in kräftigen Farben können sonniger stehen als solche in hellen Farben.

Ein Standort im Vollschatten ist nicht unbedingt optimal: Hier bildet die Pflanze lange Internodien. Das sind die Stängelbereiche zwischen den Blattknoten – an diesen bilden sich die Blüten. 

Diesen Boden mögen Fuchsien

Fuchsien gedeihen am besten in vorgedüngter Blumenerde. Diese kann durch einen Zusatz von Sand durchlässiger gemacht werden. Fuchsien stammen aus regenreichen Gebieten und haben einen hohen Wasserbedarf. Vor allem an heißen Tagen sollte die Pflanze daher ausgiebig gegossen werden. Abflusslöcher im Topfboden verhindern dabei Staunässe. Vor jeder Wassergabe muss die oberste Erdschicht aber angetrocknet sein.

Fuchsien regelmäßig düngen

Fuchsien sind hungrige Pflanzen und benötigen viele Nährstoffe. Sie sollten einmal wöchentlich mit Flüssigdünger im Gießwasser versorgt werden. Diese Nährstoffzugabe ist vor allem während ihrer Wachstums- und Blütephase wichtig. Verblühte Pflanzenteile werden möglichst schnell entfernt, um Platz für neue Triebe zu schaffen.

Überwintern und schneiden

Als Vorbereitung zum Überwintern wird bereits im August das Düngen eingestellt. So gehen die Triebe gut ausgereift in die Winterruhe. Auch die Wasserzufuhr wird ab Mitte September gedrosselt. Vor dem Einlagern werden die Triebe um ein Drittel gekürzt.

Im späten Herbst, vor dem ersten Winterfrost, werden Fuchsien in einen dunklen, fünf bis zehn Grad Celsius kühlen Raum zur Überwinterung gestellt. Ab März können die Pflanzen wieder hell platziert werden. Das treibt ihr Wachstum neu an.

Im April beziehungsweise nach den Eisheiligen, auf jeden Fall nach dem letzten Frost, dürfen sie wieder auf den Balkon. Bei Austriebsbeginn im Frühjahr können die Pflanzen außerdem noch einmal leicht geschnitten werden.

Fuchsien im Frühjahr auf den Balkon pflanzen

Wer den Fuchsien im Frühling einen neuen Topf gönnt, sollte diesen nicht zu groß wählen, da sich der Wurzelballen sich sonst nicht stabil entwickelt. Ein buschigerer Pflanzentrieb wird erreicht, wenn im Frühjahr die noch nicht verholzten Triebspitzen abgebrochen werden. In einem Balkonkasten haben pro Meter Kasten fünf bis sieben Pflanzen Platz.

Als Übertopf ungeeignet sind allerdings schwarze Plastiktöpfe. Diese heizen sich bei starker Sonneneinstrahlung auf über 40 Grad auf. Experten empfehlen Übertöpfe aus Ton, wobei die Zwischenräume zum Plastiktopf besser auch noch mit Sand oder Kies aufgefüllt werden.

Winterharte Fuchsien

Viele Freilandfuchsien sind bedingt winterhart, vor allem die den Wildformen nahen Sorten. Dies gilt aber nicht für Kübel-, sondern nur für Gartenpflanzen. In diesem Fall verhalten die Fuchsien sich wie Stauden, wie die Deutsche Fuchsien-Gesellschaft erklärt. Die oberirdischen Teile frieren zurück, im Frühjahr treiben die Fuchsien dann neu aus.

Im Herbst werden die Pflanzen zur Vorbereitung auf den Winter auf etwa 20 bis 30 Zentimeter zurückgeschnitten und zum Schutz vor Frost mit Reisig oder Mulch bedeckt. Erfrorene Triebe werden im nächsten Frühjahr zurückgeschnitten.

Ausgepflanzte Fuchsien gedeihen laut Deutscher Fuchsien-Gesellschaft auch an sonnigen Standorten. Der Boden muss dann allerdings ausreichend feucht sein.

Fuchsien vermehren

Fuchsien lassen sich leicht über Stecklinge vermehren. Der geeignete Zeitpunkt ist dafür der Frühling. Der Steckling sollte zwei Blattpaare besitzen. In Anzuchterde gelingt das Bewurzeln am besten. Die Stecklinge brauchen einen hellen und warmen Standort. Eine durchsichtige Plastikfolie garantiert eine hohe Luftfeuchtigkeit. Haben die Stecklinge Wurzeln entwickelt, werden sie in größere Töpfe gepflanzt.

Fuchsie (Quelle: Getty Images/elenaleonova)Fuchsien: Die Balkonpflanze ist in verschiedenen Farbkombinationen erhältlich. (Quelle: elenaleonova/Getty Images)

Der englische Adel schätzte die Fuchsie besonders

Mit über 100 Arten und unzähligen Sorten sind Fuchsien eine artenreiche Gattung in der Familie der Nachtkerzengewächse. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika sowie Neuseeland. Ihre Entdeckung wird dem französischen Botaniker Charles Plumier zugeschrieben, der die Pflanze während einer Expedition um 1690 in Mexiko fand. Mit der Namensgebung "Fuchsie" ehrte Plumier den bayrischen Botaniker Leonhart Fuchs. Doch schon kurz nach der Expedition geriet die elegante Exotin wieder in Vergessenheit. Erst ihre Neuentdeckung Mitte des 19. Jahrhunderts durch den englischen Botaniker James Lye und ihren Einzug in die Gärten des englischen Adels machte die Fuchsie zu einer der populärsten Kübelpflanzen weltweit.


Pflege-Steckbrief Fuchsien
Standort: Am besten im Halbschatten. Fuchsien in kräftigen Farben können sonniger stehen als solche in hellen Farben.
Düngen: Einmal wöchentlich mit Flüssigdünger im Gießwasser.
Überwintern: Viele Freiland-Fuchsien sind bedingt winterhart. Ansonsten kommen die Fuchsien in einen fünf bis zehn Grad Celsius kühlen Raum.
Rückschnitt: Die Triebe schneidet man zum Überwintern zurück.
Vermehren: Fuchsien lassen sich leicht über Stecklinge vermehren.


Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn
  • eigene Recherche


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