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Roter Fingerhut: So giftig ist die Pflanze

t-online, rk

Aktualisiert am 23.06.2020Lesedauer: 2 Min.
Roter Fingerhut sieht verfĂŒhrerisch schön aus, kann aber tödlich sein.
Roter Fingerhut sieht verfĂŒhrerisch schön aus, kann aber tödlich sein. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Die glockenförmigen, purpurfarbenen BlĂŒten ĂŒben eine beinahe magische Anziehungskraft auf den Betrachter aus: Doch Vorsicht! Digitaloide sorgen dafĂŒr, dass Roter Fingerhut giftig ist. An welchem Standort Sie diese Giftpflanze finden können und weitere Informationen, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste im Überblick


  • Roter Fingerhut: Standort und Merkmale
  • Was macht Roten Fingerhut giftig?
  • Die wichtigsten Arten des Fingerhuts im Überblick:

Roter Fingerhut: Standort und Merkmale

Roter Fingerhut gilt in Europa als die am meisten verbreitete Fingerhut-Art und ist hochgiftig. Die Pflanze wĂ€chst 30 bis etwa 130 Zentimeter hoch und ist in der freien Natur vorwiegend an WaldrĂ€ndern, auf Waldlichtungen sowie an KahlschlĂ€gen zu finden. Doch auch als Zierpflanze fĂŒr GĂ€rten ist Roter Fingerhut sehr beliebt.

Wichtig fĂŒr den idealen Standort ist ein sandiger, stickstoffhaltiger Lehmboden. Von Juni bis August lockt die Giftpflanze mit außergewöhnlichen BlĂŒten: Sie sind rot und weisen eine Glockenform auf. Die GlockenblĂŒten werden etwa fĂŒnf Zentimeter lang und hĂ€ngen in Trauben am oberen Teil des StĂ€ngels. Von innen sind die BlĂŒten oft gefleckt. Roter Fingerhut besitzt LaubblĂ€tter, die als eiförmig bis lanzettlich zu beschreiben sind – an der Unterseite sind die BlĂ€tter graufilzig behaart.

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Die giftigsten Pflanzen in Deutschland

Roter Fingerhut
Blauer Eisenhut
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Was macht Roten Fingerhut giftig?

GrundsÀtzlich sind alle Bestandteile vom Roten Fingerhut giftig, jedoch sind vor allem in StÀngel und BlÀttern die giftigen Digitaloide konzentriert. Diese werden auch als Herzglykoside bezeichnet, da sie Einfluss auf den Herzrythmus nehmen.

Schon der Verzehr von zwei bis drei BlĂ€ttern kann fĂŒr Erwachsene tödlich enden, warnt die Informationszentrale gegen Vergiftungen des UniversitĂ€tsklinikums Bonn. Vor allem fĂŒr kleine Kinder stellt Roter Fingerhut daher eine extreme Gefahr dar: Diese sollten niemals in der NĂ€he vom Standort der Giftpflanze spielen und dabei vielleicht aus Versehen BlĂŒten oder BlĂ€tter in den Mund nehmen. Familien mit Kindern sollten niemals vergessen, dass Roter Fingerhut giftig ist und sicherheitshalber darauf verzichten, die Giftpflanze im Garten anzupflanzen.

Mögliche Vergiftungserscheinungen

Zu den Symptomen einer Vergiftung durch Roten Fingerhut zĂ€hlen bereits kurz, nachdem das Gift in den Organismus gelangt ist, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Außerdem können schwere Herzrhythmusstörungen sowie zentralnervöse Sehstörungen, Delirium und Halluzinationen auftreten. Im Ă€ußersten Fall kann der Tod durch Herzstillstand eintreten.

Weitere Artikel


Die wichtigsten Arten des Fingerhuts im Überblick:

  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea): heimische Wildpflanze, die purpurrosafarbene BlĂŒtenglocken hat. BlĂŒht von Juni bis Juli und wird bis zu 130 Zentimeter hoch.
  • Garten-Fingerhut (Digitalis x mertonensis): Hybride aus dem Roten und dem GroßblĂŒtigen Fingerhut mit großen, orangerosafarbenen BlĂŒten. Wird bis zu 70 Zentimeter hoch.
  • Rostiger Fingerhut (Digitalis ferruginea): sehr schlanke, dichte BlĂŒtentrauben mit orangeroten EinzelblĂŒten. Der rostige Fingerhut ist relativ trockenheitsvertrĂ€glich und daher auch fĂŒr sonnigere Standorte geeignet. Erreicht eine Höhe von bis zu 120 Zentimeter.
  • GroßblĂŒtiger Fingerhut (Digitalis grandiflora): heimische Wildpflanze mit großen gelben, weit geöffneten GlockenblĂŒten mit brĂ€unlicher Innenzeichnung. Wird bis zu 100 Zentimeter hoch und blĂŒht von Juni bis August.
  • Spanischer Fingerhut (Digitalis obscura): gelborange BlĂŒten. Bei uns leider nur an geschĂŒtzten, nicht zu feuchten Standorten im Weinbauklima zuverlĂ€ssig winterhart Wird rund 70 Zentimeter hoch und blĂŒht von Juli bis August.
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