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Ratgeber-Artikel

FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Anleitung fĂŒr ein einfaches Insektenhotel

Von dpa-tmn, jb

Aktualisiert am 09.05.2022Lesedauer: 5 Min.
Insektenhotel
Insektenhotel: HĂ€ngen Sie den Nistkasten fĂŒr Insekten windgeschĂŒtzt auf. (Quelle: fotomem/getty-images-bilder)
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Insekten im Garten haben einen großen ökologischen Vorteil: Bienen bestĂ€uben die BlĂŒten von Erdbeeren oder KirschbĂ€umen, Schlupfwespen sind natĂŒrliche Feinde von SchĂ€dlingen wie BlattlĂ€usen – SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung frei Haus also. Mit einem Insektenhotel bringen Sie die NĂŒtzlinge in Ihren Garten.

Das Wichtigste im Überblick


  • GrundgerĂŒst fĂŒr das Insektenhotel
  • Geeignetes Material fĂŒr das Insektenhotel
  • Insektenhotel auf die Schnelle

Der beste Platz fĂŒr ein Insektenhotel ist trocken und gut vor Regen geschĂŒtzt sein, denn Feuchtigkeit schadet den Insekteneiern und -larven. Am besten ist der Standort sonnig, windgeschĂŒtzt und warm, also nach SĂŒden ausgerichtet. Es sollte sich zudem in ausreichender Höhe befinden, damit die Insekten nicht durch Kleinkinder oder Fressfeinde gestört werden – mindestens einen Meter ĂŒber dem Boden. Idealerweise befinden sich gleich KrĂ€uter und blĂŒtenreiche StrĂ€ucher in der NĂ€he. So bieten Sie einen zusĂ€tzlichen Anreiz fĂŒr die Insekten, sich in Ihrem Insektenhotel niederzulassen.


In wenigen Schritten zum Insektenhotel

Bau eines Insektenhotels
Bau eines Insektenhotels
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Unser Tipp
SchĂŒtzen Sie das Insektenhotel auch vor Vögeln. Diese sehen den Insektennistkasten als ideale Futterqelle. Hilfreich sind zum Beispiel Aufkleber mit Raubvögeln oder bewegliche Elemente, die als Vogelscheuche dienen.

Insektenhotel aus der Dose

Ein simples Modell können Sie aus einer leeren und sauberen Konservendose gebaut. SĂ€gen Sie Bambusstangen so, dass sie etwas lĂ€nger sind als die Dose, erklĂ€rt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Eventuell muss das BambusrohrstĂŒck vorne angebohrt werden, damit die Insekten spĂ€ter hineinkrabbeln können. Durchgehend offene Bambusstangen werden auf einer Seite mit Watte oder Baumwolle verschlossen. Mehrere dieser Stangen kommen anschließend eng aneinander gelegt in die Dose, sodass kein StĂŒck mehr herausrutschen kann. Alternativ zum Bambus eignen sich auch trockene PflanzenstĂ€ngel. Das Konserveninsektenhotel kann nun an einen geeigneten Platz gelegt oder mit einem Bindfaden aufgehĂ€ngt werden.

Tipp
FĂŒr zusĂ€tzlichen Halt der Stangen, Röhrchen und StĂ€ngel sorgt etwas Gips, der zu Anfang in den BehĂ€lter gefĂŒllt wird.

GrundgerĂŒst fĂŒr das Insektenhotel

Als GrundgerĂŒst fĂŒr das Insektenhotel kann nicht nur eine Konserve, sondern auch ein großer Kasten genutzt werden. Der Vorteil des Kasten ist, dass hier eine Aufteilung nach den jeweiligen VorzĂŒgen der Insekten möglich ist – eine Art Zimmer aus verschiedenen Materialien. GerĂŒst und Dach mĂŒssen stabil gebaut sein. Gut geeignet sind Kanthölzer und Bretter. Vermeiden sollten Sie Glas oder Plexiglas. Hier kann das Kondenswasser nicht entweichen. Die Nester können anfangen, zu schimmeln.

Der Kasten lĂ€sst sich einfach selbst bauen. Aus vier Brettern werden zunĂ€chst ein Quadrat, das mit Winkelverbindern und Schrauben zusammengefĂŒgt wird, gebaut. Zwei Bretter obenauf bilden das Dach. Wer ein großes Insektenhotel zusammenschraubt, muss auf ein stabiles Fundament achten. Der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland Baden-WĂŒrttemberg empfiehlt große Fundamentsteine.

Um das Dach vor Regen zu schĂŒtzen, eignet sich Dachpappe. Ein feinmaschiger Drahtzaun deckt Vorder- und RĂŒckseite ab und bewahrt die Insekten vor dem Hunger der Vögel.

Insektenhotel: Eine Rote Mauerbiene ist im FrĂŒhling aus einem Bambusrohr eines Insektenhotels geschlĂŒpft.
Insektenhotel: Eine Rote Mauerbiene ist im FrĂŒhling aus einem Bambusrohr eines Insektenhotels geschlĂŒpft. (Quelle: Frank Sorge/imago-images-bilder)

Geeignetes Material fĂŒr das Insektenhotel

FĂŒr den Bau eines Insektenhotels werden grundsĂ€tzlich unbehandelte Materialien eingesetzt. Lediglich natĂŒrliche und umweltschonende Holzschutzmittel, -wachse und -öle dĂŒrfen eingesetzt werden.

Gut fĂŒr Ihr Insektenhotel ist eine Mischung aus verschiedenen Materialien. Hier kann vieles genommen werden:

  • Tontöpfe
  • Ziegel- und Natursteine
  • Heu, Stroh
  • Moos
  • Bambusrohre
  • SchilfstĂ€ngel
  • kleine Äste
  • gebĂŒndelte, hohle Zweige
  • BorkenstĂŒcke
  • Holzklötze
  • Baumscheiben

Die Einflugöffnungen mĂŒssen sauber herausgearbeitet sein, damit die Insekten sie annehmen. Das Holz sollte auf keinen Fall mit Schutzmitteln behandelt sein. Auch ist weiches Nadelholz weniger gut geeignet, denn es gibt noch Harz ab und verwittert schnell.

Insektenhotel: Zum Insektenschutz zÀhlt auch ein Insektenhaus, auch Insektenhotel genannt, in einem Garten.
Insektenhotel: Zum Insektenschutz zÀhlt auch ein Insektenhaus, auch Insektenhotel genannt, in einem Garten. (Quelle: Gottfried Czepluch/imago-images-bilder)

Insektenhotel auf die Schnelle

Ziegelsteine sind das Fertighaus unter den Insektenhotels – hier muss man nicht mit Holz hantieren, schrauben und bohren. Ein paar gestapelte Ziegelsteine bieten viele kleine HohlrĂ€ume, in die die Tierchen kriechen können. Ziegelsteine lassen sich aber auch einzeln aufhĂ€ngen. Der Nabu empfiehlt dazu beispielsweise Gitterziegel. FĂŒr die AufhĂ€ngung werden einfach zwei Löcher gebohrt, in die ein Draht gesteckt wird. Befestigen Sie den Draht so, dass er nicht mehr herausrutschen kann. Nun können Sie das Insektenhotel an einem Nagel aufhĂ€ngen.

Die großen HohlrĂ€ume der Gitterziegel bieten keine komfortablen Zimmer. Der Nabu rĂ€t deshalb, die HohlrĂ€ume zunĂ€chst mit feuchtem Lehm aufzufĂŒllen und dahinein kleinere Löcher zu bohren, beispielsweise mit NĂ€geln oder Stricknadeln. Wer zusĂ€tzlich ein paar Bambusrohrabschnitte in den Lehm steckt, macht Wildbienen eine besondere Freude. Sie nutzen das Insektenhotel, um hier ihre Larven unterzubringen. Worauf bei einem Insektenhotel speziell fĂŒr Wildbienen zu achten ist, erklĂ€rt der NABU auf seiner Internetseite.

Vermeiden sollten Sie allerdings Kiefer- und Fichtenholz. Es quillt bei zu viel Feuchtigkeit auf. Die dadurch abstehenden Holzfasern können die FlĂŒgel der Insekten verletzen.

Wer es noch schneller möchte, kann auch auf einen Bausatz fĂŒr ein Insektenhotel aus dem Baumarkt zurĂŒckgreifen.

Luxusinsektenhotel

Gut ist die Kombination verschiedener Behausungen in einem Kasten. Die einzelnen RĂ€ume aus Ziegelsteinen und Bambusstangen werden in dem GrundgerĂŒst kombiniert mit Terrakottatöpfen, die mit Stroh, Heu, kleinen Ästen, Moos oder Baumrinde gefĂŒllt sind. Dazu kommen etwa ein Zentimeter lange und 15 Millimeter dicke StĂ€ngel von Holunder, Brombeere oder Heckenrose fĂŒr Insekten, die in markhaltigen, stehenden Zweigen Nester bauen. Unsere Fotoshow zeigt Ihnen, wie Sie vorgehen können.

Daneben entstehen "Suiten" in Holzscheiben. DafĂŒr werden in einen trockenen, etwa 20 Zentimeter dicken Teil eines Stamms aus Laubholz viele kleine Löcher gebohrt. Die meisten Löcher sollten einen Durchmesser von sechs Millimeter haben, gut sind zusĂ€tzlich auch Löcher von drei bis zehn Millimeter, erklĂ€rt der Nabu. Querstehende Holzfasern werden abgeschliffen, Bohrmehl ausgeklopft.

Bewohner des Insektenhotels

Je nach FĂŒllmaterial nisten sich unterschiedliche Insekten in dem Hotel ein. Beispielsweise bevorzugen Waldameisen und LaufkĂ€fer HolzspĂ€ne. Erdwespen und Mauerbienen nehmen hingegen dicke Äste, in denen vier bis sieben Millimeter große Löcher gebohrt wurden, dankend an. Aber auch Ziegelsteine mit den entsprechenden Aussparungen sind fĂŒr diese beiden Insektenarten ideale NistplĂ€tze.

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Möchten Sie NĂŒtzlinge anziehen, die BlattlĂ€use und Spinnenmilben bekĂ€mpfen, sollten Sie Ihr Insektenhotel mit Holz und Zapfen ausstatten. Auch Schmetterlingsarten wie TaubenschwĂ€nzchen nehmen das Insektenhotel gerne als Möglichkeit zum UnterschlĂŒpfen. Zitronenfalter, Taofauenaugen und Co. verstecken sich gerne in hohlen RĂ€umen. Lassen Sie also entsprechend Platz in dem gewĂŒnschten Bereich frei.

Pflege und Reinigung des Insektenhotels

Insektenhotel: Mit einem Pfeifenputzer sollten Sie alte NestverschlĂŒsse, Dreck, abgestorbene Tierchen und die KotschnĂŒre entfernen.
Insektenhotel: Mit einem Pfeifenputzer sollten Sie alte NestverschlĂŒsse, Dreck, abgestorbene Tierchen und die KotschnĂŒre entfernen. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Ein natĂŒrlicher Holzschutz reicht zur Materialpflege des GerĂŒsts aus. Umweltschonende, geruchsneutrale Mittel sind dabei zu bevorzugen, damit die Bewohner nicht mit Giftstoffen belastet werden. Zudem wirken fremde, chemische GerĂŒche abstoßend auf viele Insekten. Das Insektenhotel wĂŒrde somit leer bleiben. Zudem bildet unbehandeltes Holz nach einer bestimmten Zeit selbst einen natĂŒrlichen Schutz – eine Art Patina, die grau glĂ€nzt. Bei Bedarf können Sie den Nistkasten fĂŒr Insekten mit Bienenwachs oder Olivenöl imprĂ€gnieren und pflegen.

Auch das FĂŒllmaterial mĂŒssen Sie nicht austauschen. Nach einer Saison sollten Sie die jeweiligen Zimmer allerdings etwas auffĂŒllen. Durch die UmwelteinflĂŒsse und Vögel können hier die ein oder anderen StĂ€ngel, Röhren und Zapfen fehlen.

GrundsĂ€tzlich muss ein Insektenhotel nicht gereinigt werden. Wichtig ist, dass Sie den Kasten regelmĂ€ĂŸig von Spinnenweben befreien. Denn nicht nur Bienen, KĂ€fer und Ameisen mögen die Unterschlupfmöglichkeit. Auch Spinnen, die sich gerne von den Larven der Insekten ernĂ€hren, nisten sich gerne im Insektenhotel ein. Entfernen Sie daher die Weben vorsichtig mit einem Baumwolllappen.

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Von Jennifer Buchholz
SchÀdling

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