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Wurm in der Kirsche: So schützen Sie Ihre Kirschbäume gegen Kirschfruchtfliegen


Schützen Sie Ihre Kirschernte vor diesem Schädling

Von dpa-tmn, t-online, jb

Aktualisiert am 30.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Eine Made auf einer KirscheVergrößern des BildesMade: Schädlinge an Kirschen sollten Hobbygärtner mit einer Klebefalle vorbeugen. (Quelle: RosicaSabotanova/getty-images-bilder)
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Wenn die Kirschen an den Bäumen sich von gelb nach gelbrot verfärben, schwirren sie aus: Kirschfruchtfliegen legen dann ihre Eier direkt in die Früchte, die daraus schlüpfenden Larven vernichten die Ernte. Hobbygärtner müssen nun schnell reagieren.

Kirschfruchtfliegen legen ab Juni ihre Eier ab – und zwar in die Kirschen. Die bis zu sechs Millimeter langen, weißen Maden fressen sich dann durch das Fruchtinnere und verwandeln es in eine faulende Masse. Daher rät der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Hobbygärtnern, rasch beleimte Fallen in die Bäume zu hängen.

Kirschfruchtfliege mit Klebefallen bekämpfen

Das Gelb dieser speziellen Fallen lockt die fünf Millimeter großen, schwarzen Fliegen an, die daran haften bleiben. Alternativ lohnt sich bei Bäumen mit kleinen Kronen das Bedecken mit einem Netz. Dieses sollte aber feine Maschen haben, etwa 0,8 mal 0,8 Millimeter.

Die Weibchen suchen die Kirschen auf, wenn diese sich von gelb ins Gelbrote verfärben. Die Tiere sind vor allem bei trockener und warmer Witterung aktiv.

Hängen Sie die Fallen an die bedrohten Bäume im Abstand von rund fünf Metern auf. In diesem Radius ist der Wirkkreis der Fallen.

Tipp
Alternativ können Essig-Rotwein-Fallen oder Essig-Saft-Fallen einem Schädlingsbefall vorbeugen.

Welche Bäume sollten besonders geschützt werden?

Gefährdet sind besonders die mittleren und späten Süßkirschen-Sorten. Aber auch Sauerkirschen sind manchmal betroffen – wenn auch von einer verwandten Art, der Amerikanischen Kirschfruchtfliege. Die Experten raten daher, beim Kauf neuer Gehölze auf frühe Sorten zu setzen.

Es lohnt sich auch, vom Baum gefallene Kirschen aufzulesen sowie betroffene Bäume frühzeitig ganz abzuernten und die Früchte zu entsorgen. Das beugt einem weiteren Befall im kommenden Jahr vor. Denn ist die Larve voll entwickelt, bohrt sie sich aus der Frucht und fällt zu Boden, wo sie sich dann verpuppt. Im nächsten Frühjahr schlüpft dann die nächste Generation.

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Die Kirschfruchtfliegenfallen werden nach der Ernte der Kirschen wieder abgehängt.

Info
Je wärmer und trockener der Sommer ist, desto mehr Larven befinden sich in den Kirschen. Für die Kirschfruchtfliege ist dies das ideale Wetter, um sich zu vermehren. Die Maden fühlen sich dann besonders wohl.

Wie kann man Larven in Kirschen vorher erkennen?

Häufig lässt sich von außen nur schwer erkennen, ob sich im Inneren der Kirsche eine Larve befindet oder nicht. Selten sind entsprechende Bohrlöcher zu erkennen. Ob die Frucht von Maden befallen ist oder nicht, erkennen Sie nur, wenn Sie die Kirsche halbieren beziehungsweise vierteln. Entdecken Sie dann einen Schädling, können Sie diesen entfernen und die Kirsche essen.

Noch ein weiteren Trick gibt es, die unerwünschten Tierchen vor dem Verzehr zu entfernen:

Legen Sie die geernteten Kirschen für etwa zwanzig bis dreißig Minuten in sehr kaltes Wasser. Die Früchte saugen sich dann leicht voll. Da die Larven der Fliege niedrige Temperaturen nicht mögen, werden einige von ihnen herauskommen. Sie schwimmen dann auf der Wasseroberfläche. Allerdings werden mit dieser Methode nicht alle Kirschen madenfrei. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, sollten Sie die Kirschen daher vor dem Verzehr halbieren.

Tipp
Sie können das Wasserbad mit denselben Kirchen mehrfach wiederholen. Füllen Sie stets neues, kaltes Wasser in die Schüssel und legen Sie die Früchte hinein.

Maden in Kirsche gegessen – was nun?

Wenn Sie nicht jede Kirsche vor dem Verzehr zerkleinern wollen, kann es passieren, dass Sie aus Versehen eine Made beziehungsweise eine Larve der Kirschfruchtfliege mitessen. Dies ist zwar nicht sehr appetitlich. Für die meisten Menschen jedoch auch nicht schädlich. Die Maden sterben spätestens, wenn sie mit der Magensäure in Kontakt kommen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Platnopedia
  • Selbstversorger
  • Eigene Recerche
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