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Tipps für Hobby-Gärtner: Wofür steht das Kürzel F1-Hybrid auf Samentüten?

Wichtig für Hobbygärtner  

Wofür steht das Kürzel F1 auf Samentüten?

16.04.2020, 11:22 Uhr | dpa-tmn

Tipps für Hobby-Gärtner: Wofür steht das Kürzel F1-Hybrid auf Samentüten?. Samentüten: In der Pflanzenzüchtung versteht man unter Hybrid die Kreuzung zwischen Eltern verschiedener Arten oder Unterarten. (Quelle: dpa/tmn/Kai Remmers)

Samentüten: In der Pflanzenzüchtung versteht man unter Hybrid die Kreuzung zwischen Eltern verschiedener Arten oder Unterarten. (Quelle: Kai Remmers/dpa/tmn)

Der Begriff F1 oder F1-Hybrid begegnet Hobbygärtnern beim Kauf von Saatgut immer wieder. Doch was steckt dahinter? Und welche Besonderheiten ergeben sich für die daraus entstandenen Pflanzen?

Pflanzen und Autos haben etwas gemeinsam: Von beiden gibt es Hybride. In der Pflanzenzüchtung versteht man darunter die Kreuzung zwischen Eltern verschiedener Arten oder Unterarten.

Hierbei wird darauf geachtet, dass bestimmte Eigenschaften der Eltern weitergegeben werden und dauerhaft erhalten bleiben – oder gar durch anschließende Selektion noch verstärkt werden.

Das hat etwa zur Folge, dass es von vielen Pflanzengattungen oder  -arten im üblichen Handel gar nicht mehr die ursprünglichen, natürlichen Varianten gibt. Sondern man erhält nur noch Hybride, die etwa einfacher zu pflegen sind. Das erkennt man am Schild an den Pflanzen im Handeln.

Was bedeutet F1-Hybrid?

Wenn auf der Verpackung der Samen "F1-Hybrid" steht, handelt es sich um die erste Generation. "Sorten mit der Zusatzbezeichnung F1 entstehen, indem Saatgut von einer Mutterpflanzen-Sorte geerntet wird, die von einer bestimmten Vaterpflanzen-Sorte bestäubt wurde", erklärt die Gärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved (Schleswig-Holstein). Das sei aufwendige Handarbeit, was den zum Teil erheblich höheren Preis von solchen Sorten gegenüber anderen erkläre.

Andere Eigenschaften können auftreten

Hobbygärtner sollten wissen: Die Samen der aus den F1-Samen entstandenen Pflanzen können wiederum andere Eigenschaften weitergeben, als sie selbst gezeigt haben. Man spricht dabei von "nicht sortenfest". Es kann also sein, dass eine Pflanze mit gelber Blüte zum Beispiel weiße Nachkommen produziert.

Ein Beispiel: Entstehen aus dem F1-Saatgut gelbe Zucchini, können die Samen daraus (F2) nur einen Teil oder gar keine gelben Zucchini ergeben. Das besagen die Mendelschen Regeln. Sollen es also immer gelbe Zucchini sein, müssen neue Samen gekauft werden. Nur reinerbige Sorten geben über Generationen hinweg ausschließlich die erwünschten Eigenschaften weiter.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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