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Küchenkeime: Diese Gegenstände sind besonders von Erregern betroffen


Keime: Diese Küchengegenstände sind am ekeligsten


Aktualisiert am 06.02.2024Lesedauer: 2 Min.
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Ein gutes Pfannenset erleichtert die Arbeit in der Küche und sorgt für mehr Spaß beim Kochen.Vergrößern des Bildes
Kochen (Symbolbild): Einige Oberflächen sind stärker mit Krankheitserregern belastet, als viele glauben. (Quelle: Neustockimages/getty-images-bilder)

Der Schwamm, das Schneidebrett oder die Spüle? Welche Orte in der Küche wirklich mit den meisten Keimen belastet sind, haben mehrere Studien gezeigt.

Jeder weiß, dass Hygiene bei der Zubereitung und Verarbeitung von Lebensmitteln wichtig ist, um eine Infektion mit Magen-Darm-Viren zu vermeiden – etwa Salmonellen oder Campylobacter. Doch oft sind es nicht die offensichtlichsten Flächen und Gegenstände in der Küche, auf denen sich besonders viele Krankheitserreger tummeln, wie mehrere Forscher und unterschiedliche Studien herausgefunden haben.

Schneidebrett ist nicht der schlimmste Gegenstand

Laut den Wissenschaftlern der Rutgers University und der North Carolina State University zählen Gewürzstreuer mit zu den Gegenständen in der Küche, die die höchste Keimbelastung aufweisen. Es gibt jedoch noch zwei weitere Gegenstände, auf denen sich viele Keime nach dem Kochen tummeln.

Um untersuchen zu können, an welche Orte Viren und Bakterien unwissentlich gelangen beziehungsweise welche Gegenstände nach dem Kochen mit den Erregern belastet sind, sollten die Probanden einen Burger aus Putenfleisch zubereiten. Das Putenfleisch war mit Bakteriophagen namens MS2 infiziert.

Diese Viren sind für den Menschen ungefährlich, können aber gesundheitsgefährdende Bakterien infizieren (Kreuzkontaminationen) und lassen sich zudem leicht nachweisen. Das bedeutet, überall dort, wo auch Krankheitserreger sind oder sein könnten, waren bei diesem Versuch auch die MS2 sichtbar.

Das Ergebnis: Die meisten MS2-Viren fanden die Forscher auf den Gewürzstreuern. Platz 2 belegten die Schneidebretter, gefolgt vom Mülleimerdeckel. Am "saubersten" im Test war übrigens das Spülbecken.

Neben dieser Erkenntnis machten die Wissenschaftler noch eine weitere Entdeckung: Personen, die eine Spülmaschine benutzten, reinigten die Oberflächen und Gegenstände, die nicht in den Geschirrspüler dürfen, weniger gewissenhaft als diejenigen, die mit der Hand abwaschen.

Geschirrspüler sind nicht wirklich sauber

Apropos Geschirrspüler: Eine weitere Studie zeigt, dass es noch andere Orte in der Küche gibt, an denen viele Magen-Darm-Bakterien und Viren lauern können – und zwar: am Geschirrspüler beziehungsweise an seinen Gummidichtungen.

Wissenschaftler der Universität Kopenhagen stellten fest, dass der feine Biofilm auf dem Gummi, das oft warm und feucht ist, ein idealer Nährboden für Bakterien, Viren und Pilze ist. So konnten die Forschenden bei ihren Versuchen eine erhöhte Anzahl an Hefepilzen wie Candida, Cryptococcus und Rhodotorula nachweisen. Auch krankheitserregende Bakterien wie Acinetobacter, Escherichia und Pseudomonas konnten sie in den meisten Proben finden.

Die Forscher überraschte vor allem das Ausmaß der Pilzbelastung. Je älter die Maschine war, desto mehr Hefepilze konnten sie nachweisen. Selbst hohe Spültemperaturen, scharfe Reinigungsmittel oder Wasser mit einem hohen pH-Wert (hartes Wasser) konnten den Pilzen etwas anhaben.

Sie schienen im Laufe der Jahre immer resistenter und hartnäckiger zu werden. Lediglich die Anzahl der Bakterien auf der Gummidichtung konnte durch eine hohe Wassertemperatur, bestimmte Spülmittel und weiches Wasser eingedämmt werden.

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