Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Haushaltstipps > Müll >

Schwarze Tonne: Was darf rein?

Mülltrennung  

Das gehört in die Schwarze Tonne

14.06.2019, 18:48 Uhr | km , jb, t-online.de

 (Quelle: t-online.de)
Ratgebervideo: Was muss ich bei der Mülltrennung beachten?

Joghurtbecher, Energiesparlampe, Backpapier: Was kommt in welche Tonne? Das Ratgebervideo von t-online.de zeigt die Unterschiede zwischen Bio-, Papier- und Restmüll, dem Gelben Sack und der Glastonne. (Quelle: t-online.de)

Ratgeber zur Mülltrennung: Wie entsorge ich richtig und was muss ich bei der Mülltrennung beachten? (Quelle: t-online.de)


Die Schwarze Tonne nimmt bei der Mülltrennung die Rolle der Resterampe ein: Alles, was nicht wiederverwertet beziehungsweise recycelt werden kann, landet hier. Stimmt das?

Der anfallende Restmüll wird immer weniger. Denn die Mülltrennung wird immer ausgereifter. Für Verbraucher ist das eine gute Nachricht. Denn je besser die Mülltrennung ist, desto günstiger wird die Entsorgung des Mülls – besonders des Restmülls.

Was gehört zu Restmüll?

Um die Umwelt zu schonen, ist richtige Mülltrennung von großer Bedeutung. Deshalb sollte in die Schwarze Tonne auch nur das kommen, was tatsächlich nicht mehr wiederverwertet kann beziehungsweise nach Gesetz nicht recycelbar ist. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Kunststoff und Metall, die nicht mit dem Grünen Punkt markiert sind, wie alte Töpfe und Pfannen oder Plastikspielzeug und Zahnbürsten.

Das dürfen Sie in die Schwarze Tonne werfen:

  • Asche, Aschenbecherinhalte (erkaltet)
  • Fotos
  • Geschirr und Keramik (nur in kleinen Mengen)
  • Glühlampen, Halogenlampen (keine Energiesparlampen!)
  • Hygienepapier: Binden, Windeln, Taschentücher
  • Katzen-, Kleintierstreu
  • Kehricht
  • Kristallglas
  • Lederreste, Lumpen
  • Scherben aus Spiegel- und Fensterglas
  • stark verschmutzte Verpackungen
  • Spielzeug
  • teilweise Styropor (beachten Sie hierzu die neuen Regelungen)
  • Trinkgläser

Dürfen Geschirr oder Porzellan in die Restmülltonne?

Keramik und Geschirr können nur in kleinen Mengen – beispielsweise ein zerbrochener Teller oder eine kaputte Tasse – im Restmüll entsorgt werden. Größere Mengen gehören auf den Wertstoffhof.

Dürfen Windeln und Hygieneartikel in die Schwarze Tonne?

Ja, Hygieneartikel wie Tampons, Feuchttücher, Kosmetiktücher oder Wattestäbchen dürfen in der Restmülltonne entsorgt werden. Das gleiche gilt für Windeln und Tierstreu. 

Restmüll: Nicht alles gehört in die Schwarze Tonne. Die Grafik zeigt einen kleinen Überblick.  (Quelle: t-online.de)Restmüll: Nicht alles gehört in die Schwarze Tonne. Die Grafik zeigt einen kleinen Überblick. (Quelle: t-online.de)

Schwarze Tonne ist bereits voll – Wohin mit dem Restmüll?

Haben Sie zu viel Müll oder ist die Tonne bereits stark gefüllt, sollten Sie auf keinen Fall den Müll pressen oder verdichten. Diese Vorgehensweise verbieten alle kommunale Müllentsorgungsbetriebe. Bei einem Verstoß bleibt die Tonne ungeleert stehen, bis Sie Abhilfe schaffen, oder Ihnen wird ein Bußgeld auferlegt.

Haben Sie mehr Müll als in die Tonne passt, können Sie diesen entweder in den Abfallwirtschaftszentren abgeben oder spezielle Müllbeutel von Ihrem zuständigen Müllentsorgungsbetrieb anfordern. 

Was darf nicht in die Schwarze Tonne?

Die Schwarze Tonne ist nicht "Mädchen für alles". In den Restmüll gehören nicht:

Papier gehört nicht zwingend zum Altpapier. Fotos und Tapeten, Taschentücher und Windeln gehören unbedingt in die Schwarze Tonne. Hierbei handelt es sich um spezielles Papier beziehungsweise verunreinigten Zellstoff, der nicht wiederverwertet werden kann. Sogar Farbe kann hier entsorgt werden, sofern sie vollständig eingetrocknet ist.

Gelbe Tonne für alle – warum klappt es damit bisher nicht?

Hinter den jeweiligen Abfallarten stecken unterschiedliche Verwerter: Den Restmüll verarbeiten die Kommunen. Wertstoffe aus dem Gelben Sack oder der Gelben Tonne werden von Privatunternehmen entsorgt und weiterverarbeitet, die an dem "Dualen System" teilnehmen. Dieses privatwirtschaftlich finanzierte System organisiert die Sammlung und Verwertung von Verpackungsmüll.  


Nach Angaben des Verbands der deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) haben etwa 15 Millionen Deutsche eine Wertstofftonne. Die Wertstoffsammlung unterstützt das Recyclingsystem, ist allerdings auch eine Einnahmequelle der Beteiligten. Der BDE teilt mit, dass die Dualen Systeme einen Umsatz von rund eine Milliarden Euro pro Jahr machen. Durch die Einführung des Verpackungsgesetzes im Januar 2019 soll die Mülltrennung und Müllaufwertung vor allem durch die verpackungsherstellende Industrie forciert werden. 

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche


Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Haushaltstipps > Müll

shopping-portal