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Wäsche: Die größten Fehler bei der Wäschepflege

Tipps für die Wäsche  

Spart Geld: Vermeiden Sie die schlimmsten Fehler beim Waschen

16.01.2020, 10:41 Uhr | jb, t-online.de

Welche Fehler Sie beim Wäschewaschen vermeiden sollten

Seit es Waschmaschinen gibt, ist das Wäschewaschen kinderleicht geworden. Doch trotzdem kann man dabei viel falsch machen. Wir erklären drei häufige Fehler, die ganz leicht zu vermeiden sind. (Quelle: Bitprojects)

Drei häufige Fehler: Mit diesen Tricks wird ihre Wäsche sauber – und Sie können sogar noch Geld sparen. (Quelle: Bitprojects)


Nicht nur sauber, sondern rein soll die Wäsche sein. Daher werben viele Hersteller mit speziellen Hygienewaschmitteln. Doch sind diese wirklich nötig? Und muss die Wäsche nach Temperatur, Stoffart und Farbe sortiert werden? 

90-Grad-Wäsche ist unnötig

Um Wäsche bakteriell rein zu bekommen, sind Hygienespüler nicht notwendig, sagt Prof. Werner Solbach, Mikrobiologe. In unserer Kleidung stecken in der Regel harmlose Keime. Daher reicht bei normal verschmutzter Wäsche ein Vollwaschmittel aus, um die Wäsche gründlich zu reinigen und Bakterien abzutöten. Auch Waschen bei hohen Temperaturen sei nicht nötig, rät der Experte. Ein Waschgang bei 30 oder 40 Grad reiche vollkommen aus.

Hat jemand in der Familie allerdings eine ansteckende Krankheit, empfiehlt Prof. Solbach die Wäsche separat und bei 60 Grad zu waschen.

Unser Tipp
Hängen Sie die Wäsche im Freien auf, denn Keime mögen keine Sonne und werden von den UV-Strahlen abgetötet.

So geht Wäsche in der Maschine nicht kaputt

Nicht nur zu hohe Temperaturen schaden der Wäsche. Auch wenn empfindliche Wäsche zu oft geschleudert wird, können kleine Löcher entstehen. Stoffe wie Seide oder BHs sollten deshalb immer aussortiert und mit einem Pflegeleichtprogramm gewaschen werden. Dabei wird die Wäsche weniger stark bewegt. Bügel-BHs waschen Sie besser in einem speziellen Wäschesäckchen für BHs, damit sie nicht beschädigt werden oder sich die Verschlusshäkchen in der Wäsche verfangen.

Allgemein ist es ratsam, Wäsche stets auf links zu waschen. Feine Stoffe und Kleidung, die nur im Pflegeleichtprogramm gereinigt werden dürfen, sollten zusätzlich einzeln in einen Wäschesack gesteckt werden. Das schont die Fasern zusätzlich.

Bevor es in die Trommel geht, sollten Reißverschlüsse und Knöpfe geschlossen und Bettwäsche zugeknöpft sein.

Waschmittelflecken auf der Kleidung verhindern

Wer zu viel Waschpulver verwendet, muss nach der Wäsche mit hellen Schlieren rechnen. Deshalb sollte die Dosierangabe immer beachtet werden. Waschmittelflecken lassen sich auch vermeiden, wenn Sie dunkle Wäsche auf links drehen und Flüssigwaschmittel anstatt Pulver verwendet.

Achten Sie auch darauf, das richtige Programm zu wählen. Bei einem Kurzwaschprogramm kann es unter Umständen ebenfalls zu Rückständen kommen.

Wenn die Wäsche dreckig aus der Maschine kommt

Ist die Trommel zu stark befüllt, kommen die Waschstücke nicht richtig in Bewegung und können nicht vernünftig umspült werden. Als Faustregel gilt: Zwischen Schmutzwäsche und Trommeldecke sollte eine senkrechte Handbreit Platz bleiben. Im Pflegeleichtprogramm sollte die Trommel maximal bis zu Zweidritteln befüllt werden. Bei Seide, Wolle und Synthetik sogar weniger als die Hälfte. Die Maschinen sind dafür ausgelegt, in diesem Programm nur eine geringe Textilmenge zu säubern. Zudem können sich empfindliche Stoffe so freier in der Trommel bewegen und werden ausreichend mit Wasser und der Pflege umspült.

Weichspüler zu verwenden, ist für viele normal. Doch einige Experten raten davon ab. Weshalb, sehen Sie oben im Video oder Sie klicken hier.

Waschanleitung für verschiedene Textilien

Wäsche sollte nicht nur nach der Textilart, sondern auch nach dem Verschmutzungsgrad sowie der Farbe grob vorsortiert werden. Feine Blusen beispielsweise gehören nicht mit Frotteehandtüchern in eine Wäsche, da der feine Stoff die heißen Temperaturen nicht verträgt. 

Textilart

Waschtemperatur /-programm

Acetat

bis zu 30°-Wäsche, Schonwaschgang

Baumwolle

bis zu 95°-Wäsche, Normaler Waschgang

Elastan

bis zu 40°-Wäsche, hoher Wasserstand, Schonwaschgang, Spezialwaschmittel nötig

Leinen

bis zu 60°-Wäsche, Pflegeleicht bis normaler Waschgang

Polyacryl

bis zu 40°-Wäsche, Pflegeleicht, hoher Wasserstand

Polyamid

bis zu 40°-Wäsche, Pflegeleicht, hoher Wasserstand

Polyester

bis zu 40°-Wäsche, Pflegeleicht, hoher Wasserstand

Seide

20- bis 30°-Wäsche, Handwäsche oder Schonwaschgang

Sympatex

30- bis 40°-Wäsche, Pflegeleicht, Spezialwaschmittel

Viskosen

bis zu 40°-Wäsche, Schonwaschgang oder Pflegeleicht

Wolle

Handwäsche oder Schonwaschgang

Auch sollte stark verschmutzte Kleidung nicht mit sauberer Kleidung zusammen in die Trommel gegeben werden. Ansonsten kann es sein, dass die Schmutzkleidung nicht wirklich rein wird. Zusätzlich sollten Sie die Kleidung auch nach der Farbe sortieren. So ersparen Sie sich in einigen Fällen einen Grauschleier.

Wäsche sortieren – das richtige System

Unsere Tabelle zeigt, wie Sie am besten Ihre Wäsche vor dem Waschgang sortieren:

Textilfarbe

Waschprogramm

Blau

Dunkle Buntwäsche

Braun

Dunkle Wäsche / Schwarzwäsche

Gelb

Helle Buntwäsche

Grün

Dunkle Buntwäsche

Hellblau

Helle Wäsche / Weißwäsche

Hellgrau

Helle Wäsche / Weißwäsche

Orange

Helle Buntwäsche

Rosa

Helle Buntwäsche

Rot

Dunkle Buntwäsche

Schwarz

Dunkle Wäsche / Schwarzwäsche

Weiß

Helle Wäsche / Weißwäsche

Muss ich Wäsche nach dem Besitzer sortieren?

In größeren Haushalten kommt es zudem oft vor, dass Wäsche neben diesen drei Faktoren zusätzlich noch nach ihrem Besitzer sortiert wird. Das macht vor allem Sinn, wenn der Träger mit bestimmten Viren infiziert ist und die Wäsche besonders gereinigt werden muss. Auch bei Kleidung, die direkt mit der Haut und vor allem dem Intimbereich in Kontakt kommt, sollten Sie die Stücke zusätzlich nach dem Träger sortieren. Hierfür ist besonders ein spezieller Wäscheschrank sinnvoll, in dem verschiedene Körbe für die unterschiedlichen Waschbedürfnisse verstaut werden.

Muss ich die Wäsche für den Trockner sortieren?

Aber nicht nur vor dem Waschen sollten Sie die Kleidung sortieren. Auch das Sortieren der Textilien vor dem Trocknergang kann sinnvoll sein: Hier müssen Sie jedoch lediglich die Gewebeart beachten. Denn einige Materialien müssen bei einer geringeren Gradzahl getrocknet werden. Andernfalls würden sie einlaufen oder an Farben und Form verlieren.

Brauchen Sie einen Entkalker?

Eine weitere Fehlerquelle: Aus Angst vor Kalkschäden geben Verbraucher oft kräftig Enthärter und Entkalker zur Wäsche. Das ist jedoch nicht nötig, denn Waschmittel enthalten heutzutage neben Tensiden und Bleichmitteln ohnehin Enthärter. Diese Tatsache wird von den Herstellern jedoch gern verschwiegen.

Trick: Wäsche einfach und schnell sortieren

Damit Sie am Waschtag nicht mühsam den Wäscheberg durchsuchen müssen, empfiehlt es sich, die schmutzigen Kleidungsstücke vorsortiert wird. Dies ist zum Beispiel mit separaten Behältern wie Wäschekörben oder einem Schrank für das Wäschesortieren einfach möglich. Planen Sie am besten drei Bereiche hierfür ein: Kochwäsche, Pflegeleicht, Sonderwäsche (wie Funktions- und Handwäsche). Bei Bedarf können Sie noch einen vierten Korb oder ein weiteres Fach einrichten, um Bunt- und Weißwäsche vorab voneinander zu trennen. 

Wer keine Wäschekörbe vor seiner Waschmaschine stellen möchte oder keinen ausreichenden Platz hat, kann auch mithilfe einer Kommode die verschmutzte Kleidung vorab sortieren. Der Vorteil ist, dass die Waschecke so stets aufgeräumt aussieht und der Geruch von getragenen Klamotten sich nicht derart stark ausbreitet.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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