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Wie fange ich mit dem AufrÀumen am besten an?

Gunda Borgeest

Aktualisiert am 22.01.2022Lesedauer: 4 Min.
AufrÀumen: Anstatt einfach zu beginnen, sollten Sie Ihr Vorhaben gut planen.
AufrÀumen: Anstatt einfach zu beginnen, sollten Sie Ihr Vorhaben gut planen. (Quelle: Motortion/getty-images-bilder)
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Kennen Sie das GefĂŒhl: Sie möchten aussortieren und Ihre Dinge ordnen, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen, fĂŒhlen sich ĂŒberfordert und lassen es daher lieber ganz bleiben?

Das Wichtigste im Überblick


  • Wo fange ich an?
  • Wie fange ich an?

Aller Anfang muss nicht schwer sein – denn es gibt gute und einfache Tricks, mit denen Ihr Vorhaben gelingen wird! AufrĂ€um-Expertin und -Coachin Gunda Borgeest verrĂ€t, welche Schritte zum Erfolg fĂŒhren. Wussten Sie zum Beispiel, dass Ausmisten und AufrĂ€umen nicht mit dem Aussortieren beginnt, sondern viel frĂŒher?

1. Die richtigen Fragen

Fragen Sie sich, was Sie erreichen und verĂ€ndern wollen. Was ist Ihre Vorstellung von Ordnung? Wie soll es zukĂŒnftig in Ihrer Wohnung aussehen?

2. Bestandsaufnahme

Machen Sie eine Bestandsaufnahme. Gehen Sie mit einem Schreiblock durch Ihre Wohnung und notieren Sie alles, was es zu tun gibt. Was genau wollen Sie aussortieren und neu ordnen?

3. Vorhaben planen

Schreiben Sie nicht: "KleiderschrÀnke ausmisten", sondern:

  • Socken aussortieren,
  • Unterhosen,
  • 


und so weiter.

Je kleiner die AufrÀumprojekte, desto besser lassen sie sich erledigen.

4. Zeitplan erstellen

SchĂ€tzen Sie ab, wie lange Sie fĂŒr die einzelnen Kategorien brauchen (zum Beispiel Geschirr: drei Stunden, VorrĂ€te: zwei Stunden) und wann Sie unter der Woche oder am Wochenende dafĂŒr Zeit finden.

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5. Feste Termine

Verabreden Sie sich mit Hilfe von EintrÀgen in Ihren Kalender mit sich selbst und arbeiten Sie so step by step Ihre To-Do-Liste ab. Setzen Sie dabei PrioritÀten.

6. Ziele zeitlich terminieren

Formulieren Sie fĂŒr sich ein realistisches, stressfreies zeitliches Ziel ("In drei Monaten möchte ich fertig sein" oder "Bis Weihnachten möchte ich möglichst die HĂ€lfte geschafft haben").

7. FĂŒr Nachhaltigkeit sorgen

Recherchieren Sie, wo Sie die gut erhaltenen Sachen hinbringen können. Gibt es in Ihrer NÀhe ein Gebrauchtwaren-Kaufhaus oder andere karitative Organisationen, die Sachspenden annehmen?

8. Die richtige Ausstattung

Besorgen Sie Ihr RĂŒstzeug – reißfeste MĂŒllbeutel und stabile mittelgroße Umzugskisten zum Sortieren und Wegbringen.

9. AufrÀumen strukturieren

Arbeiten Sie nach dem "Sechs-Kisten-Prinzip":

A Verschenken

In diese Umzugskiste gehört alles, was Sie an Freunde, Nachbarn oder Verwandte verschenken möchten. Machen Sie Fotos von den Dingen. Schicken Sie diese an die Menschen, die sie beschenken wollen, und fragen Sie sie, ob die Dinge tatsÀchlich gebraucht werden.

B Reparieren

Kaputte Dinge, die Sie behalten wollen, sammeln Sie in dieser Kiste. Reparieren Sie die Sachen zeitnah oder bringen Sie sie alsbald zur Reparatur.

C Verkaufen

Hier sammeln Sie alle GegenstĂ€nde, die ĂŒber das Internet oder anderweitig verkauft werden sollen. Bedenken Sie dabei: Verkaufen macht oft recht viel Arbeit und kostet Zeit. Verzetteln Sie sich nicht, um dann vielleicht nur ein paar Cent zu erlösen.

D UmrÀumen

In dieser Transferkiste landet alles, was Sie in einem anderen Raum verstauen wollen. Denken Sie dabei an den dort zur VerfĂŒgung stehenden Platz und ĂŒberladen Sie die Kiste nicht, denn Sie wollen ja mehr aussortieren statt aufheben.

E Spenden

Diese Kiste verwenden Sie fĂŒr alles, was Sie einer karitativen Organisation geben wollen. Sorgen Sie fĂŒr den Abtransport der Kiste, sobald sie voll ist.

F Vielleicht

Hier "parken" Sie alles, ĂŒber dessen Verbleib Sie noch einmal nachdenken möchten. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie nicht zu viele Entscheidungen vertagen! Die Kiste sollte nicht zu voll werden.

Wo fange ich an?

Die wichtigste Regel fĂŒr ein effektives Aussortieren lautet: Gehen Sie in Kategorien vor! Das heißt, rĂ€umen Sie nicht einzelne Schubladen oder SchrĂ€nke auf, sondern nehmen Sie sich jeweils alle Ihre CDs, alle Schuhe, alle RucksĂ€cke und Taschen, alle BĂŒcher, alle GlĂ€ser, alle Pullover und so weiter vor. Sie werden ĂŒberrascht sein, wie viel Sie von einer Sorte besitzen, und das macht Ihnen das Loslassen sehr viel leichter. Wer braucht schon 4 schwarze RucksĂ€cke, 20 WintermĂ€ntel oder 5 Tesa-Abroller? Wenn Sie auf diese Weise vorgehen, wissen Sie genau, was Sie haben beziehungsweise was Sie nicht mehr brauchen. Nur so kann sich das GefĂŒhl der "Tiefenreinigung" einstellen.

Quelle: Constanze Wild

Gunda Borgeest arbeitet seit sechs Jahren als Ordnungscoach. Sie hilft Menschen dabei, ihre Wohnungen und oft auch ihr Leben aufzurĂ€umen. Ihr Credo: Ordnung ist etwas sehr Individuelles. Ihr Buch "Ordnung nebenbei: Aussortieren, aufräumen, aufatmen“ (Stiftung Warentest) gibt hilfreiche Tipps, um endlich mit dem eigenen AufrĂ€umprojekt zu beginnen, dran zu bleiben und die gewonnene Übersicht und Ordnung dann dauerhaft aufrechterhalten zu können. (Foto: Konstanze Wild).

Wie fange ich an?

Und so funktioniert es: RĂ€umen Sie beispielsweise alle Schuhe, die sich in Ihrer Wohnung, Ihrem Keller oder Ihrem Abstellraum befinden, auf einen ausreichend großen Platz, zum Beispiel im Wohnzimmer. Dann sortieren Sie die Schuhe zunĂ€chst in Winterschuhe, Sportschuhe, Sandalen, Pumps, Hausschuhe und so weiter – am besten pro Mitglied der Familie. Im nĂ€chsten Schritt schauen Sie sich jede dieser Unterkategorien an. Stellen Sie beispielsweise fest, dass Sie sehr viele Winterstiefel haben, sortieren Sie aus, was Ihnen nicht mehr passt, nicht mehr gefĂ€llt oder abgetragen und kaputt ist. Denken Sie dabei immer daran, wie viel Platz Ihnen fĂŒr Ihre Schuhe zur VerfĂŒgung steht und wie viele Sie problemlos verstauen können.

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Wenn Sie sich dem Thema "BĂŒromaterial" widmen, rĂ€umen Sie alle PapiervorrĂ€te, UmschlĂ€ge, Stifte, Locher, Mappen, BĂŒroklammern und Ähnliches aus der gesamten Wohnung auf einen großen Tisch. Sortieren Sie die Dinge auch hier zunĂ€chst nach Unterkategorien. BĂŒndeln Sie etwa alle Filzstifte, Buntstifte, Kugelschreiber und Bleistifte. Reduzieren Sie die Stifte dann pro Unterkategorie auf die Zahl von Lieblingsstiften, die Sie gut verstauen können. Wenn Sie fertig sind, rĂ€umen Sie das verbleibende BĂŒromaterial möglichst in einen einzigen Schrank. Das heißt, verteilen Sie die Sachen nicht wieder auf all die Orte, an denen Sie sie hervorgeholt haben. Am Ende steht ein gut sortierter, ĂŒbersichtlicher Materialschrank, aus dem sich alle Familienmitglieder bei Bedarf bedienen können.

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