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Fleischkonzern Vion: Vegane Bratwürste sorgen für Ärger


Namensbezeichnung
Fleischriese droht Ärger wegen veganer Wurst


07.06.2024Lesedauer: 2 Min.
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Nürnberger Bratwürstchen auf einem Teller zubereitetVergrößern des Bildes
Namensgebung: "Nürnberger Bratwürste" und "Nürnberger Rostbratwürste" sind als Marke und auch als geografische Angabe geschützt. (Quelle: bernjuer)

Die Auswahl an pflanzlichen Produkten wird immer größer. Selbst große Fleischhersteller produzieren nun auch vegan. Doch die Namensgebung bereitet Probleme.

Einer der größten Hersteller von Fleisch und Fleischerzeugnissen in Deutschland kündigt eine neue, komplett fleischlose Marke an. Die Vion Food Group produziert künftig unter dem Namen "ME-AT the alternative" drei deutsche Klassiker auf rein pflanzlicher Basis.

Unrechtmäßige Bezeichnung

Bei einem dieser Produkte kam es dem Fachmagazin für Landwirtschaft "agrarheute.de" zufolge zu Verwirrungen. Denn Vion habe in der Ankündigung zunächst von Nürnberger Bratwürsten aus Soja gesprochen. Doch diese Bezeichnung ist seit 2003 von der EU markenrechtlich und auch als geografische Angabe geschützt. Damit seien auch Auflagen für die Rezeptur verbunden.

Nach eigenen Angaben hat "agrarheute.de" Vion daraufhin kontaktiert und auf den Bezeichnungsschutz der EU aufmerksam gemacht. Drei Tage später soll das Unternehmen die Aussage korrigiert haben. In der Meldung auf der Webseite des Unternehmens ist nun lediglich von den drei neuen Produkten "vegane Bratwürstchen, Leberkäse und Sauerbraten" die Rede.

Schutzverband prüft

Auch der Schutzverband Nürnberger Bratwürste sei von "agrarheute.de" kontaktiert worden. Der Verband wolle die Absicht des Unternehmens nach den unionsrechtlichen und nationalen Rechtsbedingungen prüfen. Ob die Namensänderung in der Mitteilung der Vion Food Group mit den Anfragen von "agrarheute.de" und dem Schutzverband Nürnberger Bratwürste zusammenhängt, ist nicht bekannt.

Mit den drei neuen veganen Traditionsprodukten möchte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge "die Proteintransformation vorantreiben und erleichtern." Die pflanzlichen Alternativen sollen aus Soja, Weizen und Kartoffeln bestehen. Dabei stamme das Soja zu 100 Prozent aus der EU oder Nordamerika und sei entwaldungsfrei. Für den Anbau der Sojabohnen werde demzufolge kein Wald gerodet, sondern bereits genutztes Land verwendet.

Verwendete Quellen
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