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Brauer drehen an der Preisschraube: Bier wird künftig teurer

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Absatz gesunken  

Bier wird teurer

21.03.2018, 13:59 Uhr | dpa

Preise steigen: Bier kostet mehr (Screenshot: Videoblocks)
Darum steigen die Bier-Preise

t-online.de erklärt, warum der Kasten Bier mehr kostet.

Auch wegen gesunkenem Bier-Durst der Deutschen: Die Bier-Preise steigen und t-online.de erklärt, warum das so ist. (Quelle: t-online.de)


Die Bierbrauer drehen an der Preisschraube – die Abgabepreise steigen bereits. Ob die Brauer damit durchkommen, wird sich zeigen. Denn für den Handel sind günstige Angebote beim Bier immer noch ein Lockmittel.

Schon lange sind Schnäppchenpreise beim Bier von unter zehn Euro pro Kiste der Branche ein Dorn im Auge. Nun haben die großen Brauer erstmals seit rund vier Jahren wieder eine Preiserhöhungsrunde gestartet. 

Für den Verbraucher bleibt abzuwarten, ob sich die um rund einen Euro die Kiste erhöhten Preise auf Dauer durchsetzen lassen. Noch immer ist die günstige Kiste Bier ein beliebtes Lockmittel, um Kunden in die Läden zu bringen.

Kiste Premium Pils einen Euro teurer

Nach Beobachtung des Fachmagazins "Lebensmittel Zeitung" sind die Preise für die Kiste Premium Pils derzeit bei vielen großen Handelsunternehmen bereits gestiegen. Marken wie Krombacher, Bitburger, König Pilsener, Radeberger oder auch Veltins würden jetzt nahezu durchgängig in großen Getränkemärkten für 14,79 Euro statt 13,79 Euro oder 13,49 Euro verkauft, heißt es. Lediglich Dosenbier beim Discounter sei aktuell noch nicht sichtbar von der Preiserhöhung betroffen, berichtet die Zeitung.

"Viele große Brauer haben seit Mitte Januar ihre Abgabepreise erhöht", sagt auch Branchenexperte Niklas Other, Herausgeber des Getränkefachmagazins "Inside". Die Preiserhöhungen würden nun vom Handel an die Verbraucher weitergegeben. 

Die Erhöhung der Abgabepreise durch die Brauereien von etwa 0,60 Euro je Kiste werde sich somit bei den Verbrauchern in einem Preisanstieg von mindestens einem Euro niederschlagen, zeigt sich Other überzeugt. "Der Handel wird das weitergeben", sagt er.

"Wir haben keinen Einfluss auf die Endverbraucherpreise", sagt Veltins-Sprecher Ulrich Biene. Nach Beobachtungen der Brauerei seien derzeit jedoch auch die Preise für Sonderangebote im Handel auf deutlich über zehn Euro angestiegen. 

Bierflaschen in einer Abfüllanlage: Schon lange sind Schnäppchenpreise beim Bier von unter zehn Euro die Kiste der Bierbranche ein Dorn im Auge. (Quelle: dpa)Bierflaschen in einer Abfüllanlage: Schon lange sind Schnäppchenpreise beim Bier von unter zehn Euro die Kiste der Bierbranche ein Dorn im Auge. (Quelle: dpa)

Teurere Rohstoffe und Personalkosten treiben die Preise

Die Veltins-Brauerei hatte ihre Abgabepreise zum 1. März 2018 ebenso wie Konkurrent Krombacher erhöht, bestätigen beide Unternehmen. Hintergrund seien gestiegene Kosten unter anderem für Rohstoffe und Personal, heißt es. Zuvor waren bereits die Fassbierpreise für die Gastronomie angehoben worden.

"Neben weiter steigenden Produktionskosten und den Folgen des demografischen Wandels haben die Brauereien mit dem hohen Wettbewerbsdruck und einem unverantwortlichen Preiskampf des Handels zu kämpfen", beklagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. In der Branche hoffe man nun auf ein dauerhaft höheres Preisniveau, sagt Krombacher-Sprecher Franz-J. Weihrauch.

Der Bierabsatz in Deutschland ist 2017 weiter gesunken. (Quelle: t-online.de)Der Bierabsatz in Deutschland ist 2017 weiter gesunken. (Quelle: t-online.de)

Deutsche trinken weniger Bier

Der zurückgehende Bierdurst der Deutschen hatte die Branche 2017 weiter unter Druck gesetzt. Mit 93,5 Millionen Hektolitern hatten die Brauer so wenig Bier abgesetzt wie noch nie seit der Wiedervereinigung, berichtet das Statistische Bundesamt. Anders als in den Vorjahren konnte dieses Mal auch der Export das Minus im Land nicht ausgleichen.

Schnäppchenpreise seien aus Sicht der Branche derzeit nicht mehr gewünscht und nicht mehr darstellbar, stellt Branchenexperte Other fest. Nach der letzten Preiserhöhungsrunde vor rund vier Jahren sei nun eine Anhebung aus Sicht der Brauer überfällig gewesen. Dort, wo der Handel weiter Billigpreise anbiete, könne er das fast nicht mehr tun, ohne selbst draufzuzahlen. "Der Druck in der Branche ist sehr groß", sagt er.

Gleichzeitig sei Bier zu Billigpreisen immer noch ein wichtiges Mittel, um Kunden in die Läden zu locken. Bierkäufer packten in der Regel nicht nur noch zusätzlich andere Artikel ein, sondern kehrten auch in den Laden zurück, um den leeren Kasten wieder abzugeben.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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