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Folgen der Dürre: Kartoffeln sind derzeit teuer und makelhaft

Folgen der Dürre  

Kartoffeln sind derzeit teuer und makelhaft

19.11.2018, 13:28 Uhr | dpa

Folgen der Dürre: Kartoffeln sind derzeit teuer und makelhaft. Die Kartoffelpreise um mehr als die Hälfte gestiegen.

Die Kartoffelpreise um mehr als die Hälfte gestiegen. Auch müssen Verbraucher mit mehr makelhaften Knollen rechnen. Foto: Uwe Anspach. (Quelle: dpa)

Bonn (dpa) - Nach massiven Ernteeinbußen wegen der Dürre sind die Kartoffelpreise für Verbraucher um mehr als die Hälfte gestiegen. Derzeit müsse der Kunde im Supermarkt für Kartoffeln in Kleinverpackungen rund 84 Cent pro Kilogramm zahlen, während der Kilo-Preis vor einem Jahr bei 55 Cent gelegen habe.

Zu weiteren Preissteigerungen könne es im Frühjahr kommen. Dies berichtete Christoph Hambloch, Analyst des Agrarmarkt-Informationsdienstes (AMI) in Bonn.

Für den Verbraucher direkt spürbar ist der Engpass etwa bei der Pommes-Produktion. "Man wird sehen, dass die Pommes kleiner sind", sagte er. Verarbeitet würden auch andere Kartoffelsorten. "Ob man das schmeckt, weiß man nicht", so Karos. Grundsätzlich seien aber auch die Hersteller von Chips, Kartoffelklößen oder anderen Produkten von dem Problem betroffen. Der Verband bezifferte die Mindererträge auf durchschnittlich 25 bis 30 Prozent. Mögliche weitere Ausfälle durch Qualitätsprobleme wie Glasigkeit und Auskeimen seien dabei noch nicht berücksichtigt.

Auch Verbraucher müssten sich nach Einschätzung von Hambloch auf ein größeres Angebot von optisch nicht ganz einwandfreien Kartoffeln einstellen, die in Jahren mit besserer Ernte von den Betrieben aussortiert worden wären. Angesichts der aktuellen Knappheit fänden sich derzeit mehr Knollen mit dunklen Flecken oder Schorfpusteln in den Supermarktregalen. Dabei handele es sich jedoch ausschließlich um rein optische Mängel, die keinen Einfluss auf den Verzehr der Kartoffeln hätten, erklärte Hambloch.

Die kartoffelverarbeitende Industrie beklagte eine Kartoffelernte, die mit rund 8,7 Millionen Tonnen einen "historischen Tiefstand" erreicht habe. Die Versorgung der Unternehmen sei derzeit "nicht klar vorhersehbar", sagte der Sprecher des Bundesverbands der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) , Horst-Peter Karos.

Trotz eines Ernterückgangs bei Speisekartoffeln in Deutschland um 1,5 bis 2,0 Millionen Tonnen in diesem Jahr seien keine Versorgungsengpässe zu befürchten. Insgesamt sei die Ernte um etwa 3 Millionen Tonnen geringer ausgefallen.

Nach dem guten Jahr 2017 könnten viele Betriebe jedoch noch auf Überschüsse zurückgreifen. Hinzu kämen verringerte Kartoffelexporte und verstärkte Importe, die vor allem bei Frühkartoffeln im kommenden Jahr zu erwarten seien.

Für das kommende Jahr rechnen die Experten mit weiteren Problemen durch eine Verknappung der Saatkartoffeln als Folge der schlechten Ernte 2018. Besonders für Frühkartoffeln werde das Saatgut nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, so der BOGK.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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