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Der Christstollen - Ein traditionelles Muss in der Adventszeit

Weihnachtsgebäck  

Der Christstollen: Ein traditionelles Muss in der Adventszeit

22.10.2014, 15:32 Uhr | me (CF)

Der Christstollen - Ein traditionelles Muss in der Adventszeit. Christstollen - Typisch für die Weihnachtszeit (Quelle: imago images)

Christstollen - Typisch für die Weihnachtszeit (Quelle: imago images)

Der traditionelle Christstollen gehört genauso zur Weihnachtszeit wie der obligatorische Adventskranz mit den vier Kerzen. Die Kunde von diesem traditionsreichen Backwarenerzeugnis ist mittlerweile längst über die Landesgrenzen geschwappt: Immer mehr Touristen nehmen einen "echten" Christstollen als Souvenir mit in die Heimat.

Criststollen: Bereits seit 1329 bekannt

Der Christstollen gehört zu den sogenannten „Gebildebroten“, wie es in der Sprache der Bäcker heißt. Damit sind Gebäcke gemeint, die beispielsweise Figuren oder zumindest eine bestimmte Form darstellen. Was viele nicht wissen: Mit seinem weißen Puderzucker-Teppich symbolisiert der Christstollen bereits seit vielen Jahrhunderten das in weiße Tücher eingewickelte Christkind. Wann genau der erste Christstollen gebacken wurde und woher das Originalrezept kommt, lässt sich heute leider nicht genau nachvollziehen.

Die Fachwelt ist sich allerdings einig, dass der Vorläufer des heutigen Adventsstollens um 1300 herum in Sachsen entstand. Seine erste urkundliche Erwähnung findet der kalorienreiche Kuchen 1329 in Naumburg an der Saale. Aus einem alten Schriftstück geht hervor, dass die Bäcker von Naumburg ihrem Bischof Heinrich „zween lange Weizenstollen“ gebacken hatten.

Viele lokale Interpretationen

Heute ist ein guter Christstollen nicht nur in Sachsen, sondern auch in Bamberg, Bayreuth oder Coburg zu finden. Vor allem in Oberfranken konzentriert sich die Tradition sehr deutlich – seit wann und aus welchem Grund, ist allerdings nicht überliefert. Viele oberfränkische Bäckereien stellen den Stollen heute nach ihrem jeweiligen, oftmals über Jahrhunderte überlieferten Hausrezept her. Der Vielfalt hat es gut getan: Heute gibt es nicht „den“ Stollen, sondern viele verschiedene Variationen, in denen bereits kleine Nuancen bei den Zutaten viel bewirken können.

Wann isst man den Christstollen?

Entgegen dem weitverbreiteten Irrglauben muss man den Christstollen natürlich nicht ausschließlich an Adventstagen, Heiligabend oder am ersten oder zweiten Weihnachtstag reichen. Stattdessen passt das Gebäck hervorragend zum Nachmittagstee während des Dezembers oder auch zum Frühstück.

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