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Zitterspinne: Nützlicher Insektenfänger im Haus

Achtbeiniger Kannibale  

Zitterspinne: Nützlicher Insektenfänger im Haus

29.08.2013, 13:04 Uhr | sk (CF)

Ihren Namen verdankt die Zitterspinne einer speziellen Technik, um Feinde abzuwehren: Sie wippt so heftig in ihrem Netz, dass ihre Umrisse mit dem Hintergrund verschwimmen. Der Räuber fühlt sich beim Beutefang gestört und lässt von der Spinne ab.

Zitterspinne oder Weberknecht? Am Netz erkennbar

Auf den ersten Blick ähnelt die Zitterspinne einem Weberknecht. Zwar besitzen beide einen kleinen, durchsichtig erscheinenden Körper und lange, dünne Beine, doch im Gegensatz zum Weberknecht besitzt die Zitterspinne Spinndrüsen. Damit webt sie kreuz und quer zahllose Fäden und verbindet diese zu einem unstrukturierten Netz – und zwar in rasanter Geschwindigkeit. Selbst wenn Sie alle Netze der Zitterspinne mit dem Staubsauger einsaugen, können am nächsten Tag bereits neue auftauchen.

Fühlt sich die Spinne gestört, "zittert" sie. Im Grunde schwingt sie in ihrem Netz heftig hin und her, um vor den Augen potenzieller Räuber zu verschwimmen. Dieser Trick funktioniert allerdings nur im Freien, nicht aber vor hellen Wänden in der Wohnung. Ohnehin hat sich die Spinne aber in der Regel so sehr an das Leben in menschlichen Behausungen gewöhnt, dass sie kaum noch Anlass sieht, ihr Netz zum Schwingen zu bringen.

Das ungewöhnliche Beuteverhalten der Zitterspinne

Wer sich über die Spinnweben in seiner Wohnung ärgert, sollte bedenken, dass sie eine nützliche Funktion haben: Lästige Fliegen und Mücken haben dank der Zitterspinne kaum eine Chance zum Überleben. Zwar weisen die Fangfäden der Zitterspinne – im Gegensatz zu denen anderer Spinnen in Deutschland – keine Leimtröpfchen auf. Dennoch kann sie mithilfe von sogenannten Schraubfäden Beute in ihrem Netz fangen. Verheddert sich darin ein Insekt, schießt die Spinne blitzschnell hin, um es mit ihren langen Hinterbeinen festzuhalten. Dann dreht sie das Beutetier gleichmäßig um die eigene Achse, während sie es mit den Fäden aus ihren Spinnwarzen einwickelt.

Wie andere Spinnen in Deutschland ist die Zitterspinne ein Kannibale. Gelegentlich dringt sie in die Netze ihrer Verwandten ein, um sie zu töten und auszusaugen, wie der Naturschutzbund Deutschland (BUND) berichtet. Dennoch teilt sie ihre Beute laut einem Bericht des NDR mit ihren Artgenossen, was für Spinnen sehr ungewöhnlich ist.

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