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So funktioniert die Beerdigung in einem Friedwald

dpa-tmn

Aktualisiert am 27.12.2013Lesedauer: 3 Min.
Friedwald: Die letzte Ruhe unter Baumwipfeln finden - ohne die ĂŒblichen Friedhofsrituale.
Friedwald: Die letzte Ruhe unter Baumwipfeln finden - ohne die ĂŒblichen Friedhofsrituale. (Quelle: Carmen Jaspersen dpa/lni)
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Über den eigenen Tod nachdenken? FĂŒr viele ein Tabuthema. Manche haben Angst, manchen ist es egal, was nach ihrem Tod mit ihnen geschieht. Doch es lohnt sich, ĂŒber die verschiedenen Bestattungsarten nachzudenken. Das kann nicht nur eigenes Unbehagen bekĂ€mpfen. So können in einem Friedwald auch die Angehörigen in einer friedvollen Umgebung trauern, statt an einem Urnengrab zu stehen.

Deutschland hat rund 220 FriedwÀlder

Die letzte Ruhe unter Baumwipfeln finden ohne die ĂŒblichen Friedhofsrituale - das wĂŒnschen sich immer mehr Menschen fĂŒr die Zeit nach ihrem Tod. An rund 220 Orten in Deutschland sind solche schlichten Naturbestattungen mittlerweile möglich. "Bei einer Wald- oder Baumbestattung wird die Asche eines Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt", erklĂ€rt Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas in Königswinter. Manchmal werde die Asche auch ohne GefĂ€ĂŸ direkt in ein Loch in die Erde gegeben. Es könne auch unter einem Strauch, an einem Felsen oder auf einer Lichtung liegen.

Das Konzept stammt aus der Schweiz, wo es laut Helbach in den 1990er Jahren die ersten RuhewĂ€lder gab. Den ersten Beisetzungsplatz unter BĂ€umen in Deutschland eröffnete 2001 der Betreiber FriedWald in Kassel. Außer in Sachsen und ThĂŒringen gibt es Naturbestattungen mittlerweile in allen BundeslĂ€ndern.

Nicht jeder Wald fĂŒr Bestattungen geeignet

Verstorbene können nicht in jedem Wald beigesetzt werden. "In Deutschland herrscht Friedhofspflicht", sagt Helbach. Das heißt, jeder Verstorbene muss auf einem Friedhof beigesetzt werden. Daher werden WaldstĂŒcke fĂŒr Baumbestattungen juristisch eigens als Friedhöfe ausgewiesen. Das sieht man ihnen aber nicht unbedingt an - etwa, weil sie anders als ein Friedhof nicht von einer Mauer oder einem Zaun umgeben sind. DarĂŒber hinaus bieten viele Friedhöfe in gesonderten Bereichen Naturbestattungen an.

Betrieben werden solche Orte außerhalb der klassischen Friedhöfe meist von privaten Anbietern im Auftrag von Kommunen oder Kirchengemeinden. Die PlĂ€tze werden auch als Urnenhaine, Ruhebiotope oder Ruhehaine bezeichnet. An rund 220 Orten ist die Naturbestattung laut Helbach in Deutschland derzeit möglich. Die grĂ¶ĂŸten privaten Anbieter sind FriedWald und RuheForst, bekannt sind außerdem Trauerwald und Wald der Stille.

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Welche Voraussetzungen mĂŒssen erfĂŒllt sein?

Die einzige formale Voraussetzung sei, dass der Tote eingeĂ€schert worden ist, erklĂ€rt Helbach. Im Sarg ist die Beisetzung nicht möglich. "Man kann zwar zu Lebzeiten erklĂ€ren, dass man in einem Ruhehain bestattet werden möchte, aber eine WillenserklĂ€rung ist nicht nötig." Es ist also Sache der Hinterbliebenen, darĂŒber zu entscheiden. Sie wenden sich dann entweder direkt an einen der Betreiber eines Ruheforstes oder bitten den Bestatter, sich darum zu kĂŒmmern. "Das ist einfacher", sagt Helbach.

Große Blumengebinde unerwĂŒnscht

"Die Bestattung ist nicht viel anders als auf einem normalen Friedhof", sagt Helbach. Der Tote könne mit oder ohne Trauerfeier und mit oder ohne kirchliche Begleitung beigesetzt werden. "Man hat aber mehr Freiheiten und kann die Trauerfeier etwas bunter gestalten." Der ĂŒbliche Grabschmuck ist allerdings nicht erlaubt: Einen Kranz oder ein großes Blumengebinde dĂŒrfen die TrauergĂ€ste normalerweise nicht aufstellen. Gegen eine einzelne, spĂ€ter auf dem Grab abgelegte Blume wird aber wohl niemand etwas einwenden.

Ein Grabmal gibt es nicht

Anders als auf einem normalen Friedhof gibt es kein Grabmal. Wer möchte, kann eine Plakette mit dem Namen und dem Todesdatum am Baum anbringen lassen, in dessen Wurzelbereich die Asche liegt. Manchmal erinnert auch ein Schild im Boden an den Verstorbenen. "Das muss aber nicht sein, man kann sich auch anonym beisetzen lassen", sagt Helbach. FĂŒr die Hinterbliebenen hat eine Baumbestattung den Vorteil, dass sie sich nicht um die Grabpflege kĂŒmmern und auch keinen Grabstein kaufen mĂŒssen. Das GelĂ€nde soll so naturbelassen wie möglich bleiben.

Was kostet eine Naturbestattung?

Die Kosten einer Naturbestattung schwanken. Von ganz billig bis sehr teuer sei alles möglich, sagt Helbach. Je schöner der Baum und je schöner die Stelle, desto mehr kostet das Grab. Auch von der Baumart und seiner GrĂ¶ĂŸe kann der Preis abhĂ€ngen. FĂŒr etwa 300 Euro ist Helbach zufolge die Bestattung unter einem Gemeinschaftbaum möglich, bei dem mehrere nicht zwangslĂ€ufig miteinander verwandte Menschen an einem Platz beigesetzt werden. Wer beispielsweise den Baum selbst auswĂ€hlen will, könne mit Kosten bis zu 1000 Euro rechnen. "Will ich einen Baum fĂŒr mich allein oder fĂŒr meine Familie, dann kann die GrabstĂ€tte 5000 bis 6000 Euro kosten." Hinzu kommen in jedem Fall noch die Kosten fĂŒr die EinĂ€scherung und die Dienstleistungen des Bestatters.

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