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So locken Sie Igel in Ihren Garten

Igel  

So locken Sie Igel in Ihren Garten

30.10.2013, 14:18 Uhr | kne

So locken Sie Igel in Ihren Garten. Igel: Im Laubhaufen oder unter der Hecke fühlen sich Igel im Winter wohl. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Laubhaufen oder unter der Hecke fühlen sich Igel im Winter wohl. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Herbst suchen Igel ein Plätzchen, um die kalte Jahreszeit zu überdauern. Doch nicht jeder Ort eignet sich für die stacheligen Vierbeiner. Mit diesen Tipps fühlen sich die Wildtiere in Ihrem Garten wohl.

Dem Igel ein Haus bauen

Bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad suchen Igel nach einem geeigneten Winternest. Dies ist meist ab Mitte Oktober der Fall. Um sich vor der Kälte zu schützen, suchen sie Unterschlupf in Erdmulden, unter Wurzelwerk, in Kompost- oder Laubhaufen, unter Hecken oder in Reisighaufen. Wer also in seinem Garten einen Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub aufschüttet, lädt den Igel zum Bleiben ein. Ein Reisighaufen mit einer Basis aus Feldsteinen, ein selbst gezimmertes Igelhäuschen oder eine aus Holzbeton gefertigte Igelkuppel bieten den Wildtieren einen dauerhaften Unterschlupf und bewahren sie vor eisigen Temperaturen. Da die Insektenvertilger ab Mitte November bis in den März oder April ihren Winterschlaf halten, dürfen Unterschlupfe für die Tiere nicht mehr verlagert werden.

So sieht ein idealer Igelgarten aus

In naturnah gestalteten Gärten fühlen sich Igel besonders wohl. Naturelemente wie Hecke, Teich, Obstbaum, Steinmauer oder Wiese dürfen daher nicht fehlen. Verzichten Sie auf Mineraldünger und chemische Bekämpfungsmittel, denn diese mögen die Stacheltiere nicht. Da Igel nachts viel unterwegs sind, ist ein freier Zutritt zum Garten wichtig. Zäune oder Mauern dürfen kein Hindernis sein, sondern müssen frei zugänglich liegen. Seien Sie auch vorsichtig, wenn Sie den Rasen mähen, Sträucher beseitigen oder mit Motorsensen und Balkenmähern arbeiten.

Diese Leckerbissen mögen Igel

Igel suchen sich in Gebüschen, an Trockenmauern, unter Obstbäumen und auf Rasenflächen ihr Futter. Im Herbst ist die Nahrung aber oftmals knapp. Dann können zusätzliche Futterstellen helfen. Die stacheligen Gartenbewohner mögen Igeltrockenfutter, das Sie mit nicht verderblichem Feucht- oder Trockenfutter für Katzen mischen können. Angebratenes Hackfleisch, hartgekochte Eier oder gekochtes Geflügelfleisch kommen bei den Schneckenjägern auch gut an. Wasser ist ebenfalls wichtig, das sich die Tiere über regelmäßig befüllte Vogeltränken oder Gartenteiche holen können. Vorsicht ist bei Milch geboten: Die vertragen Igel nicht.

Diese Igel brauchen Hilfe

Igel sind Wildtiere, die nicht gezähmt und in der Regel auch nicht als Haustier gehalten werden sollen. Doch es gibt Ausnahmen: Trifft man auf ein mutterloses, unselbständiges Jungtier oder auf einen verletzten oder kranken Igel, muss gehandelt werden. Läuft Ihnen ein Igeljunges über den Weg, sollten Sie zunächst eine halbe Stunde abwarten und nach der Igelmutter Ausschau halten. Auch Tiere, die Ihnen bei frostiger Kälte begegnen, sollten Ihre Aufmerksamkeit erregen. Wärmen Sie unterkühlte Igel mit einer in einem Frotteehandtuch umwickelten, lauwarmen Wärmflasche. Ein Domizil, in dem sich Igel wohlfühlen, ist ein helles, trockenes Gehege von einer Fläche von mindestens zwei mal zwei Metern. Dieses sollten Sie mit Zeitungen auslegen. Bei Ruhe und einer Zimmertemperatur von 18 Grad fühlen sich die stacheligen Vierbeiner wohl. Ein auf den Kopf gestellter Schuhkarton kann ihnen als Schlafstätte dienen.

Dort finden Sie professionellen Rat

Bei einer Igelstation oder einem Tierarzt können Sie nachfragen, ob Ihr Findling Hilfe braucht oder wieder freigelassen werden soll. Dort untersucht der Fachmann den stacheligen Vierbeiner auch auf Parasiten. Bei Igelberatungsstellen finden Sie ebenfalls fachliche Beratung, allerdings fehlen Unterbringungsmöglichkeiten. Ist der Igelfinder bereit, den stacheligen Vierbeiner nach der Versorgung bei der Igelstation oder dem Tierarzt selbst zu pflegen, kann er ihn mit nach Hause nehmen. Die Voraussetzungen dafür, wie geeignete Räume, Ernährung und tägliche Betreuung, sollten jedoch gegeben sein.

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