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Erlenzeisig: Gesang, Aussehen und Nahrung des Singvogels

Klein, aber oho  

Erlenzeisig: Warum der flinke Wintergast so beliebt ist

20.02.2020, 14:22 Uhr | om, t-online, ron

Erlenzeisig: Gesang, Aussehen und Nahrung des Singvogels. Klein, aber hoho: Der kleine lebhafte Erlenzeisig gehört zur Familie der Finken (Fringillidae) und zur Unterfamilie Stieglitzartige (Carduelinae). (Quelle: Getty Images/Tommy Svensson)

Klein, aber hoho: Der kleine lebhafte Erlenzeisig gehört zur Familie der Finken (Fringillidae) und zur Unterfamilie Stieglitzartige (Carduelinae). (Quelle: Tommy Svensson/Getty Images)

Er ist einer der kleinsten Finkenvögel Europas: der Erlenzeisig. Doch seine geringe Größe macht er mit unverwechselbarem Gesang und buntem Gefieder wett – zumindest was das Männchen betrifft.

Den Erlenzeisig (Carduelis spinus) ist mit Ausnahme von Island und Nordskandinavien in ganz Europa zuhause. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass er sich am liebsten vom Samen der Erlen und Birken ernährt.

Dabei hängen die hervorragenden Kletterer nicht selten kopfüber an deren Ästen, um die Samen zu knabbern. Insekten spielen als Futter eine geringere Rolle als bei anderen Finkenarten. Bei der Jungenaufzucht sind sie aber eine wichtige Nahrungsgrundlage.

Im Winter kann der Erlenzeisig an Futterplätzen beobachtet werden. Als Körnerfresser bevorzugt er Körnerfutter wie Wildsamen.

Aussehen: Klein, leicht und kontrastreich

Mit einer Körperlänge von etwa zwölf Zentimetern ist der Erlenzeisig etwas kleiner als ein Haussperling. Dennoch kommt er auf eine Flügelspannweite von etwa 20 bis 23 Zentimetern. Sein Gewicht beträgt im Schnitt zirka 12 bis 18 Gramm.

Besonders die Männchen fallen mit schwarz-gelb-grün gefärbtem Gefieder auf, das äußerst kontrastreich gestaltet ist. Charakteristisch für den Vogel ist die schwarze Stirn. Der Rest des Kopfes ist, mit Ausnahme der grünlichen Wangen und des schwarzen Kinns, gelb.

Erlenzeisig-Weibchen sind unauffälliger

Junges Erlenzeisig-Weibchen: Es trägt weniger gelbe Federn und wirkt insgesamt unauffälliger. (Quelle: imago images/blickwinkel)Junges Erlenzeisig-Weibchen: Es trägt weniger gelbe Federn und wirkt insgesamt unauffälliger. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Die Weibchen sind dagegen etwas unscheinbarer. Sie haben grün-graues Gefieder und einen hellgrauen Bauch. Die Flügel der Weibchen schimmern ebenfalls gelb-grün.

Im Vergleich zu anderen Finken verfügen Erlenzeisige über recht lange und schmale Schnäbel, welche sie dafür prädestinieren, feine Samen aus Erlenzapfen und Co. herauszupicken.

Gesang: Nur die Männchen singen

Beim Erlenzeisig singt nur das Männchen. Dabei klingt sein Gesang zwitschernd, scharrend oder knirschend und wird sowohl von Baumspitzen als auch im Flug vorgetragen. Am Ende seines Gesangs hören sich die Laute gedehnt und nasal an. Sie erinnern dabei ein wenig an Geräusche von Atemnot.


"Di- di- didl- didl- dä" – so oder zumindest so ähnlich lässt sich der Erlenzeisig-Gesang beschreiben. Auch "tetteretett" und "di dieh" ist herauszuhören. Sein Gesang wird volkstümlich auch mit "Ziegenfleisch ist zäh" übersetzt.

Lebensraum und Verhalten

Der Erlenzeisig hält sich vorwiegend in Gärten, Parks oder auch in offenen Landschaften auf. Meist ist er bei uns zwischen Oktober und April zu beobachten. Im Mittelgebirge und Alpenraum ist er allerdings ganzjährig zu entdecken. 

Er ist ein sogenannter Teilzieher, der in den Herbstmonaten nach Mitteleuropa oder noch weiter in südlichere Gefilde zieht.

Oft tut sich der Erlenzeisig auch in gemischten Schwärmen mit Stieglitzen zusammen. Dabei ist zu beobachten, dass die Schwärme plötzlich auffliegen, um danach im selben oder einem benachbarten Baum zu landen.

Fortpflanzung und Brut

Der Erlenzeisig beginnt etwa im April mit dem Brutgeschäft, mitunter aber auch schon im Spätwinter. Dabei befindet sich das Nest zumeist versteckt im oberen dichten Geäst von Nadelbäumen wie Fichten. Nachdem das Weibchen die Eier zwölf bis 14 Tage gewärmt hat, schlüpfen die Küken. Beide Elternteile kümmern sich um die Brut, bis sie flügge wird.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen
  • Tierdoku: Erlenzeisig
  • Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) e.V.
  • Naturschutzbund Deutschland e.V.
  • Deutsche-Vogelstimmen.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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