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Schleiereule: Gespenstischer Vogel mit kreischendem Ruf

Besondere Eulenart  

Schleiereule: Gespenstischer Vogel mit kreischendem Ruf

11.09.2014, 10:08 Uhr | uc (CF)

Schleiereule: Gespenstischer Vogel mit kreischendem Ruf. Das Gesicht der Schleiereule zeigt sich weiß und herzförmig und wirkt wie ein Schleier - daher der Eulenname. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Gesicht der Schleiereule zeigt sich weiß und herzförmig und wirkt wie ein Schleier - daher der Eulenname. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Schleiereule sieht nicht nur sehr speziell aus, sie ist es auch. Aufgrund einiger morphologischer Besonderheiten bilden die Vögel mit dem kreischenden Ruf in der Ordnung der Eulen eine eigene Familie.

Merkmale und Besonderheiten der Schleiereule

Charakteristisch für die Schleiereule ist vor allem ihr Gesicht. Es zeigt sich auffällig weiß und herzförmig und wirkt wie ein Schleier – daher die Bezeichnung. Das besondere Antlitz des Vogels macht eine Unterscheidung von allen übrigen Eulen leicht.

Doch gibt es noch mehr Unterschiede zwischen Schleiereule und anderen Eulen. So fehlen der Schleiereule beispielsweise die Ohrfedern und ihre Augen sind vergleichsweise klein und schwarz und nicht groß und gefärbt, wie der Naturschutzbund (NABU) in einem Online-Bericht erklärt. Die Gefiederunterseite ist ungefleckt und meist weiß bis gelbbraun.

Charakteristischer Ruf der Schleiereule

Der Ruf der Schleiereule ist unverkennbar. Auffällig ist vor allem der kreischende Revierruf der Männchen. In Gefahrensituation und zur Warnung ruft das Tier schnell "kraich-kraich". In Verteidigungssituationen können gute Ohren parallel zum Ruf Schnabelklappern und Fauchen vernehmen.

Nahrung und Verbreitung

Schleiereulen ernähren sich in erster Linie von Kleinsäugern wie Spitz- oder Feldmäusen. Vereinzelt werden auch kleine Reptilien, Amphibien, Großinsekten oder selten auch Vögel erbeutet. Schleiereulen jagen vorwiegend in offenem Gelände. Idealerweise leben die Tiere in geschützten Brutgebieten, die direkt an offene Jagdreviere angrenzen. Geeignete Brutplätze sind zum Beispiel exponierte Gebäude wie alte Scheunen oder Kirchtürme.

Als Kulturfolger scheut die Schleiereule keine Nähe zu Menschen. Die Abhängigkeit zur Bewirtschaftungsform in der Agrarlandschaft stellt für die Tiere allerdings eine Gefahr dar. So gibt es durch die Anwendung von Pestiziden gegen Nagetiere in vielen Gebieten zu wenig Beute.

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