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Rennmäuse: Was Sie über die Tiere wissen sollten

Rennmäuse  

Rennmäuse: Was Sie über die Tiere wissen sollten

18.12.2014, 14:26 Uhr | hm (CF)

Rennmäuse: Was Sie über die Tiere wissen sollten. Knopfaugen und eine niedliche, flinke Art - kein Wunder, dass Wüstenmäuse als Haustiere beliebt sind (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Knopfaugen und eine niedliche, flinke Art - kein Wunder, dass Wüstenmäuse als Haustiere beliebt sind (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rennmäuse, genauer gesagt Mongolische Wüstenrennmäuse, sind vor allem als putzige Haustiere bekannt. Eigentlich stammen sie aber aus weitläufigen Steppengebieten. Hier erfahren Sie mehr über Leben und Eigenschaften der Rennmaus.

Rennmaus-Steckbrief: Haustiere

Rennmäuse werden erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit als Haustiere gehalten. In Europa gewannen sie vor allem in den 1980er Jahren stark an Beliebtheit und sind seitdem aus Wohn- und Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. Mongolische Wüstenrennmäuse werden etwa zwölf bis vierzehn Zentimeter lang und erreichen ein Gewicht von 80-100 Gramm.

Sie haben einen länglichen, schlanken Körper und einen charakteristischen, spitz zulaufenden Kopf. Ihr Fell ist kurz, glatt und glänzend und bedeckt, anders als bei vielen anderen Mäusen, auch den Schwanz. Dieser hat eine Länge von bis zu zwölf Zentimetern, ist normalerweise aber nicht länger als der Körper der Nager. Wenn die Tiere gesund sind, können sie drei bis vier Jahre alt werden.

Rennmäuse in freier Natur

In freier Natur sind Rennmäuse braun-grau, rötlich-braun oder braun-gelb gefärbt. Diese natürliche Fellfarbe tarnt die Nagetiere in ihrer ursprünglichen Heimat besonders gut, denn eigentlich bewohnt die Rennmaus Steppen und Wüstengebiete der Mongolei. Dort leben die Tiere in Familienverbänden in weitläufigen Tunnelsystemen unter der Erde. Ihre Höhlen sind mit unterschiedlichen Kammern ausgestattet, die teilweise zum Schlafen und teilweise zum Lagern von Nahrung dienen.

Erwachsene Rennmäuse halten sich für gewöhnlich immer in der direkten Umgebung ihres Baus auf. Bei Gefahr durch Feinde wie Greifvögel verstecken sie sich blitzschnell in ihrer Behausung. Diese schützt die Mäuse allerdings nicht immer: Andere Feinde wie zum Beispiel das Wiesel sind in der Lage, in den Bau einzudringen. Im Allgemeinen führen wilde Rennmäuse kein besonders sicheres Leben und erreichen daher in freier Natur trotz deutlich höherer Lebenerwartung häufig nur eine Alter von einigen Monaten.

Kommunikation von Rennmaus zu Rennmaus

Rennmäuse besitzen ein sehr gutes Gehör, mit dem sie sogar Ultraschallsignale ihrer Artgenossen wahrnehmen können. So warnen sich Mongolische Wüstenrennmäuse unter anderem gegenseitig vor Feinden oder umwerben sich vor der Paarung. Streiten sich Rennmäuse bei einem Revierkampf oder bei der Futteraufnahme, stoßen sie ein hohes Fiepen aus, um ihr Gegenüber zu besänftigen. Junge Rennmäuse nutzen diesen Ruf außerdem, um ihre Mutter auf sich aufmerksam zu machen.

Auch ein ausgeprägter Geruchssinn ist für die Rennmaus wichtig, denn mit seiner Hilfe gehen die Tiere nicht nur auf Futtersuche, sondern erkennen sich auch gegenseitig. Familien haben sogar ihren eigenen "Sippengeruch", wie das Magazin "Ein Herz für Tiere" erklärt. Er wird über eine Drüse am Bauch der Tiere abgesondert. Erkennt ein Verband den Geruch einer einzelnen Rennmaus nicht, wird sie von ihren Artgenossen vertrieben.

Neben akustischen Signalen und Gerüchen nutzen Rennmäuse auch Körpersprache zur Kommunikation. So warnen sie beispielsweise Familienmitglieder, indem Sie in Gefahrensituationen mit ihren Hinterbeinen trommeln. Wedelt eine Rennmaus wiederum mit dem Schwanz, zeigt das, dass sie sehr aufgeregt ist. Wenn die Rennmaus gleichzeitig auch ihr Fell sträubt, versucht sie für gewöhnlich größer zu erscheinen und damit einem Konkurrenten zu imponieren.

So ernähren sich Mongolische Wüstenrennmäuse

Wild lebende Mongolische Wüstenrennmäuse ernähren sich vor allem von Samen, Wurzeln und Pflanzen wie Beifuß und Gänsefußgewächsen, Hirse und Süßgras. Auf ihrem Speiseplan stehen hin und wieder aber auch Insekten, die ihnen Eiweiß liefern. Auch Rennmäuse, die als Haustiere gehalten werden, sollten vor allem mit verschiedenen Kleinsämereien gefüttert werden. Die Futtermischung sollte allerdings möglichst keine oder nur wenige Sonnenblumenkerne enthalten, da diese aufgrund ihres hohen Fettgehalts Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Übergewicht bei den Nagern verursachen können.

Eine optimale Ergänzung zum Futter aus Samen ist Wurzelgemüse, Salatgurke oder auch Zucchini sowie Heu. Letzteres fressen die Tiere einerseits, nutzen es gleichzeitig aber auch zum Nestbau. Selten, aber immer wieder, brauchen Rennmäuse auch in Gefangenschaft eine Eiweißquelle. Sie lassen sich zum Beispiel mit Magerquark und Naturjoghurt, aber auch mit lebendigen Tieren wie Mehlwürmern und Heuschrecken füttern. Gemüse und Eiweißfutter sollte nach der Fütterung möglichst schnell ausgetauscht werden, da Rennmäuse leicht Verdauungsbeschwerden bekommen, wenn sie zu altes Futter fressen.

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