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Coronavirus: Hier bekommen Sie Hilfe beim Einkauf – für Risikogruppen

Für Risikogruppen  

Coronavirus: Hier bekommen Sie Hilfe beim Einkauf

06.04.2020, 14:07 Uhr
Coronavirus: Hier bekommen Sie Hilfe beim Einkauf – für Risikogruppen   . Einkaufsdienst: Der Malteser Hilfsdienst hat seinen bisherigen Service im Zuge der Corona-Krise noch einmal ausgebaut.  (Quelle: Malteser Hilfsdienst)

Einkaufsdienst: Der Malteser Hilfsdienst hat seinen bisherigen Service im Zuge der Corona-Krise noch einmal ausgebaut. (Quelle: Malteser Hilfsdienst)

Ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen sind besonders vom Coronavirus gefährdet. Deshalb gibt es zahlreiche Angebote für sie, damit sie nicht mehr selbst einkaufen gehen müssen. 

Ehrenamtliche, Nachbarn, Familie und sogar Supermärkte: Mittlerweile gibt es unzählige Möglichkeiten für ältere oder kranke Menschen, andere für sich einkaufen zu lassen, um sich selbst vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. 

Viele Kirchengemeinden, Vereine, Städte und Gemeinden bieten mittlerweile Nachbarschaftshilfen und Plattformen zum Austausch an, auf denen sich Freiwillige melden, die für ältere oder kranke Menschen einkaufen gehen oder Besorgungen bei Ärzten oder Apotheken erledigen. 

Malteser Hilfsdienst bietet Einkaufsdienst an 140 Standorten

Der Malteser Hilfsdienst bietet derzeit an 140 Standorten in Deutschland einen Einkaufservice an. In der Hauptstadt ist der neue Einkaufsdienst der Malteser in der vergangenen Woche angelaufen und bisher sehr gefragt, berichtet Pressesprecherin Diana Bade. "Alle unsere Einkäufer engagieren sich ehrenamtlich, darunter viele junge Leute und Studenten." Das Angebot ist kostenlos und wird vor allem über Spenden finanziert. 

Älteren und kranken Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie möglichst nicht mehr vor die Tür gehen sollen, bieten die Malteser diesen Einkaufsservice. Die Hotline ist montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 030 348 003 300 zu erreichen. Dort nehmen die Ehrenamtlichen Ihren Einkaufszettel entgegen und erkundigen sich nach Allergien oder Unverträglichkeiten. Nach dem Einkauf wird ein Zeitpunkt für die Übergabe an der Wohnung vereinbart. "Wir freuen uns, dass gerade jetzt viele jüngere Ehrenamtliche für andere einspringen und helfen. Sie wissen, dass Menschen wegen ihres hohen Alters oder aufgrund ihrer Vorerkrankungen keine Einkäufe mehr tätigen können und zeigen Herz“, sagt Lukas Miethke, Diözesanjugendreferent der Malteser in Berlin. Auch viele andere Malteser Hilfsdienste bieten einen Einkaufsservice an. Am besten informieren Sie sich bei Ihrem Hilfsdienst vor Ort über die Möglichkeiten. 

Einkaufsservice vom Deutschen Roten Kreuz 

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) betreibt in sehr vielen Landesverbänden deutschlandweit einen Einkaufsservice oder organisiert Nachbarschaftshilfen. "So ein Projekt gibt es fast in jedem Landesverband", sagt Pressesprecherin Katharina Puche. 
Zum Teil gab es diese Einkaufshilfen schon vor Corona, zum Teil wurden sie erst jetzt organisiert. Beispielsweise bietet die Kirchengemeinde Pforzheim gemeinsam mit dem dortigen DRK-Kreisverband einen solchen Einkaufsservice an, aber auch der Kreisverband Würzburg hat eine kostenlose Servicenummer, unter der Betroffene Einkäufe bestellen können. Wer in Berlin Hilfe sucht, kann sich zudem auf der Plattform www.zwopr.com registrieren. Informieren Sie sich am besten bei Ihrem DRK-Orts- oder Kreisverband, welche Möglichkeiten für Sie angeboten werden. 

Andere Ideen der Nachbarschafts- oder Einkaufshilfe 

Unabhängig von Hilfsdiensten und Kirchengemeinden gibt es viele Angebote von Privatpersonen: 

  • Hilfsangebote in Ihrem Hausflur oder am "Schwarzen Brett"
  • Aufrufe in Facebook-Gruppen, bei Instagram oder Twitter
  • regional sortierte Hilfschannel in der Studentenplattform "Jodel"

Auch Discounter wie Lidl bieten jetzt eine Art Nachbarschaftshilfe an: Als "Lidl Mitbringer" können Sie Einkäufe für andere erledigen, die soziale Kontakte meiden sollten. Dafür bietet der Discounter Listen zum Ausdrucken an, die Sie einfach in der Nachbarschaft verteilen können. Hilfsbedürftige Nachbarn können die Liste ausfüllen und sich von Ihnen die Einkäufe bringen lassen. 

Verwendete Quellen:

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