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Strengere Vorschriften: Bremer Grüne fordern Haustier-Führerschein


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Bremer Grüne fordern Haustier-Führerschein

Von dpa
Aktualisiert am 02.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Haltung von Haustieren: Für den Haustier-Führerschein soll es eine theoretische und eine praktische Prüfung geben.
Haltung von Haustieren: Für den Haustier-Führerschein soll es eine theoretische und eine praktische Prüfung geben. (Quelle: shironosov/getty-images-bilder)
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Nicht immer werden Haustiere artgerecht gehalten. Mit einem Positionspapier setzt die Bremer Grünen-Fraktion daher nun ein Statement. Was beinhaltet der von ihr vorgeschlagene Führerschein?

Die Grünen-Fraktion der Bremer Bürgerschaft will schärfere Regeln für das Halten von Haustieren – einen sogenannten Haustier-Führerschein. In einem Positionspapier forderten die Grünen dort strengere Vorschriften und einen Sachkundenachweis, berichtet der "Weser-Kurier". Die Bundespartei hält die Pläne jedoch nicht für ein Modell für ganz Deutschland.

Kauf nur noch mit Führerschein

Hunde, Katzen, Meerschweinchen und andere Haustiere dürften nach dem Plan der Bremer Grünen nur diejenigen erwerben, die einen solchen Haustier-Führerschein besitzen. Dazu solle es eine theoretische und eine praktische Prüfung geben. Außerdem forderten die Grünen etwa eine bundesweite Positivliste mit Tieren, die für die private Haltung geeignet sind, und ein Verbot des Tierhandels im Internet und auf Messen.

"Die Haustierhaltung geschieht häufig sehr verantwortungsvoll und artgerecht, aber nicht immer sind Haltungen für Menschen und Tiere vorteilhaft", sagt Philipp Bruck, Bremer Grünen-Sprecher für Tierpolitik. "Tiere sind keine Sachen und sollten daher nicht wie diese gehandelt werden." Eine Positivliste solle die private Tierhaltung auf die Arten beschränken, die vom Zusammenleben mit dem Menschen profitieren. Das seien beispielsweise Hunde, Katzen oder Pferde, keineswegs aber Exoten, Rennmäuse oder Affen. Tiere, die nicht auf der Liste stehen, sollten nicht mehr verkauft werden. Wer mehr als drei Tiere anschaffen wolle, müsse einen weiteren Nachweis erbringen.

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Bundes-Grünen sehen Pläne kritisch

Wer Tiere züchten will, soll nach den Vorstellungen der Bremer Grünen dem zuständigen Veterinäramt seine Eignung nachweisen. Züchtungen, die Schmerzen, Leiden oder Schäden bedeuteten, müssten beendet werden, das betreffe etwa Hunderassen wie Bulldogge, Mops oder Chihuahua. "Solange bestimmte Tiere in relevanter Zahl in Heimen leben und als vermittelbar gelten, sollte ihnen stets Priorität eingeräumt und Nachzuchten nach Möglichkeit begrenzt werden", sagt Bruck.

"Eine Positivliste halten wir für sehr sinnvoll", sagt Gaby Schwab, Sprecherin des Bremer Tierheims, der Zeitung. Ein Haustier-Führerschein sei theoretisch eine gute Sache, in der Praxis aber schwer umsetzbar.

Auch die Grünen auf Bundesebene sehen die Bremer Pläne nicht als Modell für ganz Deutschland. "Es sollte dafür Sorge getragen werden, dass der Umgang mit den Haustieren auch tiergerecht erfolgt", sagte eine Parteisprecherin t-online. Ein wichtiger Schritt sei dabei eine gute Beratung beim Kauf. "Für einen verpflichtenden Sachkundenachweis auf Bundesebene zur privaten Tierhaltung sehen wir jedoch keine Notwendigkeit."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherchen
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Von Anastasia Klimovskaya
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