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Begegnung mit einem BĂ€r: So sollten Sie sich verhalten

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 16.05.2022Lesedauer: 3 Min.
BraunbÀr: In Deutschland sind die Tiere eher selten in freier Natur zu sehen.
BraunbÀr: In Deutschland sind die Tiere eher selten in freier Natur zu sehen. (Quelle: Freder/getty-images-bilder)
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BĂ€ren in Deutschland? Das ist eher selten. Wenn Sie aber einen Urlaub in Skandinavien oder SĂŒdosteuropa machen, ist eine Begegnung mit dem großen Waldbewohner in freier Natur gar nicht so außergewöhnlich.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was mache ich, wenn ich BĂ€renspuren entdeckt habe?
  • Was mache ich, wenn ich einen BĂ€ren sehe?
  • Wie verhalte ich mich, wenn sich der BĂ€r aufrichtet?
  • Wie verhalte ich mich, wenn der BĂ€r angreift?

Der bekannteste in Deutschland gesichtete BraunbĂ€r hieß Bruno. Er verursachte 2006 viel Aufregung und so endete sein Ausflug von SĂŒdtirol nach Bayern fĂŒr ihn tödlich.

In anderen europÀischen LÀndern ist die Begegnung mit einem BÀren wÀhrend eines Waldspaziergangs oder Ausflugs in die freie Natur gar nicht so selten, wie die Daten des WWF zeigen. In Slowenien können sich die Tiere sogar in Siedlungen aufhalten.

Dennoch ist es – nicht nur fĂŒr den Urlaub – gut zu wissen, wie man sich bei einer BĂ€renbegegnung verhalten sollte.

(Quelle: EuroNatur Stiftung)
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Was mache ich, wenn ich BĂ€renspuren entdeckt habe?

BĂ€renspuren: Wenn Sie einen Pfotenabdruck sehen, sollten Sie diesen fotografieren und melden.
BĂ€renspuren: Wenn Sie einen Pfotenabdruck sehen, sollten Sie diesen fotografieren und melden. (Quelle: aryutkin photo/getty-images-bilder)

BĂ€renspuren auf dem Waldboden sind eigentlich nicht mit den PfotenabdrĂŒcken anderer Tierarten zu verwechseln, da sie sehr groß und prĂ€gnant sind.

Der WWF Österreich rĂ€t, die PfotenabdrĂŒcke sowie den Spurenverlauf zu fotografieren. Dabei sollten auch Fotos mit Detailaufnahmen der AbdrĂŒcke sowie einem GrĂ¶ĂŸenvergleich – beispielsweise in Form eines beiliegenden Stiftes – gemacht werden.

Anschließend sollten Sie den fĂŒr das Gebiet zustĂ€ndigen Förster oder einen BĂ€renanwalt kontaktieren und ihm mitteilen, wo und wann Sie die FĂ€hrten entdeckt haben.

Spuren: Die PfotenabdrĂŒcke eines BĂ€ren (hier GrizzlybĂ€r) sind sehr groß.
Spuren: Die PfotenabdrĂŒcke eines BĂ€ren (hier GrizzlybĂ€r) sind sehr groß. (Quelle: AscentXmedia/getty-images-bilder)

Ein BĂ€renanwalt ist ein Experte, der zwischen Menschen und BĂ€ren vermittelt, Hinweise auf BĂ€rensichtungen sammelt, durch BĂ€ren entstandene SchĂ€den begutachtet und bewertet und Maßnahmen empfehlen kann.

Was mache ich, wenn ich einen BĂ€ren sehe?

Begegnet Ihnen bei Ihrem Ausflug plötzlich ein BĂ€r, sollten Sie umgehend stehen bleiben. Anschließend sollten Sie, im Gegensatz zum Verhalten bei einer Wildschweinbegegnung, durch langsame Bewegungen mit den Armen und ruhiges Reden auf sich aufmerksam machen, raten Experten. Daraufhin sollten Sie langsam den RĂŒckweg antreten, das Tier dabei jedoch stets im Blick behalten.

Auch andere Verhaltensweisen sind bei einer BÀrenbegegnung zu beachten. Dazu zÀhlen:

  • Nicht weglaufen!
    Ein BĂ€r kann eine Geschwindigkeit von bis zu 55 km/h erreichen.
  • Nicht weitergehen!
    Der BÀr kann AnnÀherungsversuche als Bedrohung interpretieren.
  • Nicht Ă€ngstlich verhalten!
    Der BĂ€r kann dies als Aufforderung zur Attacke deuten.
  • Den BĂ€ren nicht bedrohen!
    Das Tier kann Sie als Feind ansehen.
  • Nicht einengen!
    Eine fehlende Fluchtmöglichkeit fĂŒr den BĂ€ren könnte er als Bedrohung deuten.

Als Bedrohung ansehen kann der BĂ€r:

  • hektische, unkontrollierte Bewegungen,
  • das Werfen mit Stöcken, Steinen und anderen GegenstĂ€nden oder
  • ein aufbrausendes Verhalten.

Diese Dinge sollten Sie daher nicht tun.

Info
Auch wenn es Sie reizt, ein Foto mit einem BĂ€ren zu schießen, sollten Sie aus SicherheitsgrĂŒnden besser darauf verzichten.

Wie verhalte ich mich, wenn sich der BĂ€r aufrichtet?

EuropÀischer BraunbÀr: Wenn sich das Tier aufstellt, ist das keine DrohgebÀrde.
EuropÀischer BraunbÀr: Wenn sich das Tier aufstellt, ist das keine DrohgebÀrde. (Quelle: guyonbike/getty-images-bilder)

Ein BraunbĂ€r (Ursus arctos) kann eine GrĂ¶ĂŸe von bis zu 280 Zentimetern erreichen. Richtet er sich auf, wirkt das sehr imposant, teilweise sogar bedrohlich. In dieser Situation sollten Sie sich weiterhin so verhalten, wie es von Experten geraten wird. Denn das Aufrichten ist keine DrohgebĂ€rde. Der BraunbĂ€r möchte sich durch das Stellen auf seine Hinterpfoten einen besseren Überblick verschaffen.

Info
In der Regel sind BĂ€ren eher scheu. Ein Angriff ist unter der Beachtung der empfohlenen Verhaltensregeln daher selten.

Wie verhalte ich mich, wenn der BĂ€r angreift?

FĂŒhlt sich der BĂ€r bedroht, kann er einen Scheinangriff durchfĂŒhren. Dadurch möchte sich der BĂ€r verteidigen und mehr ĂŒber seinen potenziellen Angreifer erfahren.

Kommt es im Anschluss zu einem richtigen Angriff, sollten Sie umgehend reagieren und sich flach auf den Boden legen – mit dem Bauch und dem Kopf nach unten. Mit Ihren HĂ€nden sollten Sie dann Ihren Kopf und Ihren Nacken schĂŒtzen. Ihren Rucksack, Ihre Jacke oder Ähnliches sollten Sie nicht ablegen. Diese Utensilien dienen Ihnen als Schutz.

Tipp
Haben Sie Essen in Ihrem Rucksack, sollten Sie ihn ausziehen und lose auf Ihren RĂŒcken legen, damit der BĂ€r ihn mitnehmen kann. Andernfalls wĂŒrde er Sie beim Mitreißen verletzen.

Nachdem der BÀr sich Ihnen genÀhert hat, wird er Sie beschnuppern und dann wieder von Ihnen lassen und das Weite suchen. BÀren sehen Menschen nicht als Beute an.

Was mache ich, wenn ich einen JungbÀren sehe?

Familie: JungbÀren sind selten alleine unterwegs.
Familie: JungbÀren sind selten alleine unterwegs. (Quelle: davidrasmus/getty-images-bilder)

Wenn Ihnen ein JungbÀr begegnet, gelten andere Verhaltenstipps. Anstatt auf sich aufmerksam zu machen, sollten Sie sich eher ruhig und langsam von dem Ort entfernen. Denn nicht selten ist das Muttertier in der NÀhe und könnte Ihre Anwesenheit als Gefahr interpretieren.

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