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So klappt Kochen für Kleinkinder ohne großen Aufwand

dpa-tmn, Teresa Tropf

Aktualisiert am 07.07.2016Lesedauer: 3 Min.
Kochen für Kleinkinder
Hauptsache, es schmeckt! Beim den Tischmanieren von Kleinkindern müssen Eltern auch mal beide Augen zudrücken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Mit etwa einem Jahr würden Kleinkinder am liebsten essen, was bei den Erwachsenen auf dem Teller liegt. Aber

"Eltern und Kleinkinder können schon gemeinsam essen, wenn man ein paar Dinge beachtet", sagt Kochbuchautorin Dagmar von Cramm ("Kochen für Kleinkinder").

Das Kochen fürs Baby beginnt mit der Beikost. Die Nahrung muss dann allerdings noch ohne Gewürze wie Salz sein und ganz fein püriert werden. "Die Anzahl der Geschmacksknospen im Mundbereich ist in den ersten Lebensjahren höher als im späteren Leben", heißt es beim Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund. Für Erwachsene, die an Salz und Gewürze ihrer Speisen gewöhnt sind, schmeckt ein Babybrei meist fad.

Nicht zu salzig und nicht zu hart

Mit dem Salz müssen Eltern beim Kochen für Kleinkinder noch sparsam umgehen - zu viel kann die Nieren überlasten. "Wenn Kinder am Familienessen teilnehmen, sollten die Speisen sparsam mit üblichen Gewürzen und jodiertem Speisesalz abgeschmeckt werden", raten die Experten des Forschungsinstituts für Kinderernährung.

Von etwa einem Jahr aufwärts dürfen die Kleinen schon mal etwas zu Beißen bekommen. Geeignet ist alles, was gut zu kauen, saftig und mundgerecht ist. Tabu sind dagegen harte, dunkel gebratene und getoastete Lebensmittel, sehniges Fleisch sowie Fisch mit Gräten. "Das gilt ebenfalls für schwer Verdauliches, zu körnige Lebensmittel, ganze Nüsse oder sehr scharfe Gewürze", warnt von Cramm.

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Kleinkinder verschmähen Bitteres

Jedes Kind hat wie ein Erwachsener schon einen sehr individuellen Geschmack. Am Anfang müssen Eltern testen, was dem Kind schmeckt. "Tendenziell mögen Kleinkinder gerne süßliche Geschmacksrichtungen. Bitteres lehnen sie ab", sagt die Ernährungsexpertin und Mutter von drei Söhnen. Auch Durcheinander auf dem Teller schreckt viele Kinder ab.

Natürlich prägen auch Mama und Papa die Vorlieben der Kinder. "Das Vorbild der Eltern schlägt langfristig durch", sagt von Cramm. Auch Geschichten rund um das Essen wie etwa das Kinderbuch "Die kleine Raupe Nimmersatt" können Kinder bei den Essensvorlieben beeinflussen.

Zwei Varianten aus einem Topf

Eltern müssen kein Extra-Gericht für ihr Kind zubereiten. Am praktischsten ist es, die Eltern-Mahlzeit für die Kleinen etwas abzuwandeln. Einfach ganz normal kochen, aber ohne zu würzen - oder nur schwach. "Dann die Kinderportion abnehmen, wenn nötig etwas zerkleinern und das Erwachsenenessen nachwürzen", rät von Cramm. Wenn das Kleinkind zwei Jahre alt ist, kann die Familie vollends gemeinsam essen.

Ebenso wichtig ist natürlich das Trinken - am besten Wasser. Auch ungesüßte Früchte- oder Kräutertees anstelle energiereicher Limonaden können angeboten werden, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Viele Kleinkinder werden falsch ernährt

Die Experten plädieren außerdem für Vielfalt auf dem Speiseplan. In einem früheren DGE-Ernährungsbericht geht es um das Essverhalten von Kleinkindern - mit dem Ergebnis: zu wenig Gemüse, Obst und kohlenhydratreiche pflanzliche Lebensmittel wie Reis, Nudeln und Kartoffeln, aber zu viele Süßigkeiten, Salz und proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch und Wurst. Auch die täglich empfohlenen Mengen von 300 bis 350 Gramm Milch und Milchprodukten erreichen demnach viele Kleinkinder nach dem ersten Lebensjahr nicht.

Ideal für Kinder: Rezept für Quarkknödel

Perfekt zum Auffüllen der Kalziumvorräte eignen sich zum Beispiel Quarkknödel aus dem Backofen. Dazu braucht es für ein Kind und einen Erwachsenen ein Ei, das mit zwei Teelöffeln Zucker verrührt wird. Nach und nach werden 200 Gramm Magerquark und 60 Gramm Nockerlgrieß untergerührt. Dann 150 Milliliter Milch mit einer Prise Salz und einem halben Päckchen Vanillezucker zum Kochen bringen und in eine Auflaufform gießen. Mit zwei feuchten Esslöffeln aus der Quarkmasse Mini-Knödel abstechen und ebenfalls in die Form legen. Mit Alufolie abgedeckt bei 180 Grad im Backofen rund eine halbe Stunde backen, dann die Alufolie abnehmen und nochmals 15 Minuten backen. Fertig ist ein Gericht, das Kindern und Eltern schmeckt.

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