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Ist Ihr Kind ein "Late-Talker"?

t-online, Nicola Wilbrand-Donzelli

Aktualisiert am 20.07.2016Lesedauer: 4 Min.
Eine LogopĂ€din ĂŒbt mit einem kleinen MĂ€dchen.
Eine LogopĂ€din ĂŒbt mit einem kleinen MĂ€dchen (Quelle: Felix Jason/imago-images-bilder)
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Sprache hat eine SchlĂŒsselfunktion im Leben. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern, deren Kinder beim Spracherwerb AuffĂ€lligkeiten zeigen, angemessen reagieren. Eine

Ihr Kind spricht weniger und langsamer als Gleichaltrige? Es hat Schwierigkeiten, SĂ€tze zu bilden oder artikuliert Worte beziehungsweise Laute falsch? Eltern, die solche Sprachabweichungen beobachten, sollten zwar hellhörig werden, sich aber auch nicht verrĂŒckt machen lassen, rĂ€t der Deutsche Bundesverband fĂŒr LogopĂ€die (DBL). Die Sprachentwicklung verlaufe sehr variabel - bei dem einen Kind frĂŒher oder schneller, bei dem anderen Kind eben etwas spĂ€ter.

So viele Wörter sollten ZweijÀhrige beherrschen

"An sich haben Eltern ein gutes BauchgefĂŒhl, was die Entwicklung ihres Kindes betrifft", sagt LogopĂ€din Sonja Utikal vom DBL. "Dennoch ist es fĂŒr Laien nicht leicht zu beurteilen, ob bei der Sprachentwicklung grundsĂ€tzlich etwas schieflĂ€uft und gegengesteuert werden muss. Ein geeigneter Orientierungspunkt ist die Sprachkompetenz von ZweijĂ€hrigen."

In diesem Alter sollten Kinder mindestens fĂŒnfzig Wörter beherrschen. Außerdem gehören nun Zwei-Wortkombinationen wie "Mamas Buch" oder "armer Wauwau" ins Repertoire. Das ist dann schon der Einstieg in die Grammatik. Vom 18. bis zum 24. Lebensmonat beginnt ein regelrechter Vokabelspurt, der Wortschatz wird schnell grĂ¶ĂŸer.

"Late-Talker" im Blick behalten

Ein Indiz fĂŒr eine Spracherwerbsstörung sei, wenn das Kind bei SprachverstĂ€ndnis, Aussprache, Wortschatz oder Grammatik stark hinterherhinke, sagt die LogopĂ€din. 13 bis 20 Prozent der Kinder im Alter bis zu zwei Jahren seien sogenannte "Late-Talker", also SpĂ€tsprecher.

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Etwa ein Drittel davon – die "Late-Bloomer" - hole den RĂŒckstand bis zum vierten Lebensjahr wieder auf. FĂŒr Fachleute gelten Verzögerungen beim Spracherwerb in dieser Altersgruppe deshalb noch als Störung, als Entwicklungsverzögerung. Allerdings sollte bei Kindern mit solchen Verzögerungen die sprachliche Entwicklung gut im Blick behalten werden.

Kinderarzt ĂŒberweist zum LogopĂ€den

Wenn Eltern bei ihrem Spössling SprachauffĂ€lligkeiten wahrnehmen, sollten sie sich zunĂ€chst an den Kinderarzt wenden. Dieser kann bei Bedarf ein Rezept fĂŒr eine logopĂ€dische Diagnostik und Therapie ausstellen. Oft erfolgen solche Verordnungen im Rahmen der regulĂ€ren U-Untersuchungen, bei denen Sprache und Gehör ĂŒberprĂŒft werden.

AuffÀlligkeit oder Störung?

Bei der Diagnostik machen Experten Unterschiede: Zum einen gibt es umgebungsbedingte SprachauffÀlligkeiten. Sie kommen bei Kindern vor, in deren Umfeld es wenig verbale Anregungen gibt oder bei denen zuhause nicht Deutsch gesprochen wird. Die Folge: Mögliche Defizite bei Sprachmelodie, Aussprache, Grammatik oder Wortschatz.

"Diese Kinder brauchen meist nur den nötigen Input, der ihnen vorher gefehlt hat. Hier ist vor allem Förderung nötig, weil vorhandende SprachfĂ€higkeiten lediglich gestĂ€rkt werden mĂŒssen. Solche Kinder profitieren etwa von einem sprachreich gestalteten Kindergartenalltag", erklĂ€rt Utikal

Anders verhĂ€lt es sich mit Sprachentwicklungsstörungen. Sie betreffen fĂŒnf bis acht Prozent aller Kinder im Vorschulalter. Sie haben Schwierigkeiten mit der Lautstruktur, der Grammatik oder Wortbedeutungen.

Wenn S und Sch Schwierigkeiten bereiten

Zu den bekanntesten AuffĂ€lligkeiten im kindlichen Spracherwerb zĂ€hlen Artikulations- beziehungsweise Lautbildungsstörungen. "Mit insgesamt 13,5 Prozent", erlĂ€utert die Expertin, "zĂ€hlt dazu beispielsweise das Lispeln oder der laterale Sch-Laut, bei dessen Bildung die Luft ĂŒber die seitlichen Zahnreihen entweicht."

Relativ hĂ€ufig trete auch das Stottern auf, das nicht mit leichten SprechunflĂŒssigkeiten verwechselt werden dĂŒrfe. "Von dieser Redeflussstörung, die meist großen Leidensdruck erzeugt, sind circa fĂŒnf Prozent der Kinder zwischen zwei und fĂŒnf Jahren betroffen."

Je frĂŒher behandelt, desto besser

Aufschluss ĂŒber logopĂ€dische Therapien bei Kindern geben die Verordnungen der Krankenkassen: So sind 2015 in der Altersspanne bis zum fĂŒnften Lebensjahr rund 52.000 Verordnungen dokumentiert. Bei den FĂŒnf- bis unter ZehnjĂ€hrigen verzehnfachte sich die Menge auf ĂŒber 501.000 und sank schließlich bei den Zehn-bis 15-JĂ€hrigen auf etwa 188.000.

"Der Verordnungsgipfel insbesondere kurz vor dem Schuleintritt und wĂ€hrend der Grundschulzeit zeigt, dass die Behandlung oft viel zu spĂ€t einsetzt", merkt Sonja Utikal kritisch an. "Es wĂ€re gut, wenn man die betroffenen Kinder viel frĂŒher identifizieren und frĂŒher therapieren könnte. Denn ein Kind mit beispielsweise einer phonologischen Aussprachestörung tut sich hĂ€ufig auch schwer mit dem Erlernen der Schriftsprache."

Soziale Folgen von Spracherwerbsstörungen

Betroffene Kinder sind sich ihrer sprachlichen AuffĂ€lligkeiten oft bewusst. Manche ziehen sich zurĂŒck, meiden den Kontakt und die Kommunikation mit anderen. Experten weisen darauf hin, dass Eltern solche Reaktionen als deutlichen Hinweis werten sollten, dass eine Therapie nötig ist.

Obwohl Eltern viel fĂŒr die Sprachentwicklung tun können, in dem sie das Kind immer wieder zum Sprechen motivieren und es gezielt fördern, werden sie eine Sprachentwicklungsstörung damit nicht verhindern. Denn eine Störung ist in der Regel bereits bei der Geburt im Kind angelegt, weiß Sonja Utikal.

Betroffene Kinder profitierten deshalb nicht von einer allgemeinen Sprachförderung. Die Störung könne sich dadurch sogar verfestigen, weil eine notwenige, individuelle und rechtzeitige Therapie unterbleibt.

LogopÀden helfen Kindern spielerisch

"Gemessen an der immensen Bedeutung, die eine gesunden Sprachentwicklung fĂŒr das spĂ€tere Leben und fĂŒr die weitere Bildungsbiographie von Kindern hat, halten wir es fĂŒr wenig verantwortungsvoll, sprachliche AuffĂ€lligkeiten auf die leichte Schulter zu nehmen und nach dem Motto 'Das wĂ€chst sich schon aus' zu agieren", heißt es beim BDL.

Den Termin beim Kinderarzt und den Gang zur LogopĂ€din sollen Eltern nicht scheuen. "Die meisten Kinder kommen sehr gerne in die Therapie, weil wir uns grundsĂ€tzlich an den kindlichen Möglichkeiten und BedĂŒrfnissen orientieren und die Therapie immer spielerisch gestaltet ist", sagt die LogopĂ€din.

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