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Dieses Bundesland hat das st├Ąrkste Bildungssystem

  • Claudia Zehrfeld
Von Claudia Zehrfeld

Aktualisiert am 15.08.2019Lesedauer: 4 Min.
Ein Klassenraum: Sch├╝ler in Sachsen schneiden bei Kompetenztests besonders gut ab.
Ein Klassenraum: Sch├╝ler in Sachsen schneiden bei Kompetenztests besonders gut ab. (Quelle: skynesher/getty-images-bilder)
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Viele Kinder in der Ganztagsbetreuung und gute Leistungen der Sch├╝ler ÔÇô Sachsen belegt unter anderem aus diesen Gr├╝nden den ersten Platz im bundesweiten Bildungsvergleich. Wie schneiden die anderen Bundesl├Ąnder ab?

Die leistungsf├Ąhigsten Bildungssysteme haben Sachsen und Bayern. Zu diesem Schluss kommt der INSM-Bildungsmonitor 2019. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Bayern seine Position noch verbessern und r├╝ckt vom dritten auf den zweiten Platz vor. Mit etwas Abstand folgen dahinter Th├╝ringen, das Saarland und Hamburg. Die hinteren Pl├Ątze des Rankings belegen Bremen, Brandenburg und Berlin.

Die Studie f├╝hrt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) j├Ąhrlich im Auftrag der Initiative der Neuen Sozialen Marktwirtschaft (INSM) durch. F├╝r das Ranking spielt nicht nur der Leistungsstand der Sch├╝ler eine Rolle, sondern auch andere Faktoren aus s├Ąmtlichen Bereichen des Bildungssystems ÔÇô von der Betreuungsquote in der Kita bis zur Anzahl der Hochschulabsolventen.

INSM-Bildungsmonitor: Mehr R├╝ckschritte als 2018

Die Durchschnittsbewertung f├╝r Deutschland als Ganzes liegt im Bildungsmonitor 2019 auf dem Niveau des Vorjahres. Dennoch zeigt der Report im Vergleich zu 2018 in mehr der untersuchten Bereiche R├╝ckschritte als Fortschritte auf. Die gr├Â├čten Herausforderungen gibt es beim Thema Integration. So ist etwa die Schulabbrecherquote unter ausl├Ąndischen Schulabsolventen innerhalb eines Jahres von 14,2 auf 18,1 Prozent gestiegen. Aber auch bei der Forschungsorientierung, Ausgabenpriorisierung und Bildungsarmut nahmen die Schwierigkeiten im Vergleich zu 2017 zu.

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Vergleicht man die Ergebnisse des Bildungsmonitors mit jenen von 2013, f├╝r die erstmals die aktuelle Methodik verwendet wurde, ist zudem eine Verschlechterung im Bereich der Schulqualit├Ąt zu erkennen.

Entwicklung der Handlungsfelder: Angegeben ist jeweils die Punktzahl, die ganz Deutschland in den einzelnen Handlungsfeldern 2013, 2018 und 2019 erreicht hat.
Entwicklung der Handlungsfelder: Angegeben ist jeweils die Punktzahl, die ganz Deutschland in den einzelnen Handlungsfeldern 2013, 2018 und 2019 erreicht hat.

Verbesserung in der beruflichen Bildung

Aber es gibt auch Positives zu vermelden: Die gr├Â├čte Verbesserung zeigt sich bei der beruflichen Bildung. Die Ausbildungsstellenquote etwa ist zwischen den Jahren 2017 und 2018 von 64,8 auf 67,7 Prozent gestiegen. Zudem gab es anteilsm├Ą├čig mehr Menschen, die eine Fortbildung absolviert haben.

Dar├╝ber hinaus verbesserten sich die Betreuungsbedingungen und die F├Ârderinfrastruktur. Das sei vor allem darauf zur├╝ckzuf├╝hren, dass die Anzahl der Ganztagspl├Ątze in Schulen deutschlandweit ausgebaut wurde.

Das Bundesl├Ąnder-Ranking

Die einzelnen Bundesl├Ąnder im Vergleich: In der ├ťbersicht rechts sind die Punkte angegeben, die die Bundesl├Ąnder jeweils erreicht haben.
Die einzelnen Bundesl├Ąnder im Vergleich: In der ├ťbersicht rechts sind die Punkte angegeben, die die Bundesl├Ąnder jeweils erreicht haben.
  • Sachsen
  • Bayern
  • Th├╝ringen
  • Saarland
  • Hamburg
  • Baden-W├╝rttemberg
  • Rheinland-Pfalz
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Hessen
  • Schleswig-Holstein
  • Sachsen-Anhalt
  • Nordrhein-Westfalen
  • Bremen
  • Brandenburg
  • Berlin

Hier die Ergebnisse der ersten f├╝nf Pl├Ątze im Detail:

Platz 1: Sachsen

Sachsen konnte seinen ersten Platz vom Vorjahr verteidigen. Das Bundesland punktet dem Monitor zufolge mit einer hohen Ganztagsquote in den Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Zudem erreicht es den Spitzenplatz in Sachen Schulqualit├Ąt: Die Sch├╝ler verf├╝gen ├╝ber hohe Kompetenzen und nur wenige von ihnen erreichen die Mindeststandards in Mathe und Lesen nicht. Sachsen weist au├čerdem St├Ąrken beim Thema Internationalisierung und bei der Vermeidung von Bildungsarmut auf.

Vorjahresplatzierung: 1. Platz

Platz 2: Bayern

Der ├ťbergang von der Schule in den Beruf gelingt in Bayern sehr gut. Das Angebot an Ausbildungsstellen ist generell sehr hoch. Mit 80,2 Prozent lag die Ausbildungsstellenquote im Jahr 2018 deutlich ├╝ber dem Bundesdurchschnitt von 67,7 Prozent. Eine weitere St├Ąrke des Bundeslandes ist die Vermeidung von Bildungsarmut: Der Anteil der Schulabsolventen ohne Abschluss war im Jahr 2017 mit 5,5 Prozent der drittniedrigste in ganz Deutschland.

Vorjahresplatzierung: 3. Platz

Platz 3: Th├╝ringen

In Th├╝ringen sind die Betreuungsbedingungen besonders gut. Auf eine Lehrkraft kommen vergleichsweise wenige Sch├╝ler: In Grundschulen sind das im Schnitt 14,8, im Sekundarbereich I (ohne Gymnasien) 11,0. Es gibt ein gutes Ganztagsangebot f├╝r Kita-Kinder und Grundsch├╝ler. Dar├╝ber hinaus weist Th├╝ringen Bildung im ├Âffentlichen Ausgabeverhalten im Vergleich der Bundesl├Ąnder die h├Âchste Priorit├Ąt zu.

Vorjahresplatzierung: 2. Platz

Platz 4: Saarland

Am st├Ąrksten im Vergleich zu 2018 hat sich das Saarland verbessert. Dementsprechend r├╝ckte es vom sechsten auf den vierten Platz vor. In dem Bundesland wiederholen nur wenige Sch├╝ler eine Klasse. Die Grundschulen weisen eine gute Sch├╝ler-Lehrer-Relation auf. Zudem sind die Bildungsausgaben je Grundsch├╝ler hoch, die sonstigen Gesamtausgaben des Landes vergleichsweise niedrig. Das Saarland punktet auch damit, dass der Einfluss der sozialen Herkunft der Sch├╝ler auf ihre Bildung gering ist.

Vorjahresplatzierung: 6. Platz

Platz 5: Hamburg

Hamburg besitzt St├Ąrken im Bereich der Internationalisierung. Dort werden zum Beispiel fast alle Grundsch├╝ler in Fremdsprachen unterrichtet. Auch die F├Ârderinfrastruktur ├╝berzeugt. In Hamburg gibt es eine starke Steuerung ├╝ber Vergleichsarbeiten, durch die die Schulen und Sch├╝ler ermittelt werden, die besondere Unterst├╝tzung ben├Âtigen.

Vorjahresplatzierung: 5. Platz

Die Schlusslichter: Bremen, Brandenburg, Berlin

Bremen gibt seinen letzten Platz vom Vorjahr an Berlin ab. Das Bundesland landet auf Platz 14. Probleme gibt es trotzdem noch einige: Dort schneiden die Sch├╝ler in Kompetenztests im Durchschnitt schlecht ab. Au├čerdem sind die Bildungsausgaben pro Sch├╝ler vergleichsweise gering, die Schulabbrecherquote daf├╝r hoch.

Der Nachholbedarf Brandenburgs zeigt sich unter anderem bei der geringen Habilitations- und Promotionsquote. Kein Wunder, schlie├člich ist auch die Zahl der Studienabsolventen gemessen an der akademischen Wohnbev├Âlkerung sehr niedrig.

Berlin hingegen hat mit der Herausforderung zu k├Ąmpfen, dass in den Schulen viele lernschwache Sch├╝ler sitzen. Der Anteil der Schulabbrecher ist ebenfalls hoch, besonders bei den ausl├Ąndischen Jugendlichen. Viele junge Menschen brechen in Berlin auch ihre Ausbildung vorzeitig ab.

Teilhabe an der Bildung muss gesichert werden

In den kommenden Jahren sei die Sicherung von Teilhabechancen die zentrale Herausforderung der Bildungspolitik, res├╝miert das INSM. Daf├╝r m├╝ssten auch die finanziellen Mittel erh├Âht werden. "Aktuell werden von Staat und Privat in Deutschland gut neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts f├╝r Bildung und Forschung ausgegeben. Diese Marke sollte auf zehn Prozent steigen", sagt Studienautor Axel Pl├╝nnecke vom IW. "Durch gezielte Ausgaben in Forschung und Bildung k├Ânnen Wirtschaftswachstum und Teilhabe gest├Ąrkt und dadurch der Wohlstand langfristig gesichert werden."

Die Vergleichsstudie des IW im Auftrag INSM bewertet anhand von insgesamt 93 Indikatoren in zw├Âlf Handlungsfeldern, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkr├Ąftesicherung beitr├Ągt und Wachstum f├Ârdert. Die Daten stammen von verschiedenen statistischen Einrichtungen wie beispielsweise den Statistischen Landes├Ąmtern. Es handelt sich um die aktuellsten Zahlen, die jeweils zur Verf├╝gung standen (in der Regel aus dem Jahr 2017 oder 2018). Sie werden zum besseren Vergleich in Punkte umgerechnet.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein ├╝berparteiliches B├╝ndnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die INSM wird von den Arbeitgeberverb├Ąnden der Metall- und Elektroindustrie finanziert.

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