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Stiftung Warentest: Krebserregende Stoffe in Gemüsechips gefunden


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Krebserregende Stoffe in Gemüsechips gefunden

dpa-tmn, Julia Kirchner

Aktualisiert am 30.08.2017Lesedauer: 2 Min.
Geschmacklich und farblich sind Gemüsechips zumindest eine Alternative. Allerdings enthalten sie genauso viel Kalorien wie Kartoffelchips.
Geschmacklich und farblich sind Gemüsechips zumindest eine Alternative. Allerdings enthalten sie genauso viel Kalorien wie Kartoffelchips. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn)
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Wo Gemüse auf der Verpackung prangt, ist auch Gemüse drin: Das stimmt bei Gemüsechips zwar. Gesünder als der Chipsklassiker aus Kartoffeln sind sie damit aber nicht. In einigen Produkten stecken sogar bedenkliche Stoffe, wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat.

Nur drei Produkte "gut"

Rote Bete ist drin, Karotte, Pastinake und Süßkartoffel: Das klingt gesund. Ist es aber nicht. Denn Gemüsechips sind genauso Kalorienbomben wie klassische Kartoffelchips. Von 15 getesteten Produkten sind laut Stiftung Warentest nur drei "gut". Im Test siegte das teuerste Produkt, die Seeberger Veggie Chips (4,15 Euro/100 Gramm). Ebenfalls gut sind die Funny Frisch Veggie Chips (3,20 Euro/100 Gramm) sowie das Bioprodukt Vegetable Chips von Trafo (3,70 Euro/100 Gramm).

Schadstoffe: vier Produkte fallen durch

Insgesamt fallen die Chips nicht nur wegen ihres hohen Zucker-, Salz- und Fettgehalts negativ auf: In drei Produkten fanden die Tester bedenkliche Mengen an Acrylamid, ein weiteres Produkt war stark mit Nitrat belastet, heißt es in der Zeitschrift "test" (Ausgabe 09/2017). Alle vier Produkte bekamen deshalb die Note "mangelhaft". In Tierversuchen wirkt Acrylamid krebserregend und erbgutschädigend. Es bildet sich, wenn kohlenhydratreiche Lebensmittel geröstet, gebacken, gebraten oder frittiert werden.

Ein Produkt stark mit Nitrat belastet

In einem Produkt, die Veg Crisps von Tyrrells (1,89 Euro/100 Gramm), war die Rote Bete stark mit Nitrat belastet. Es kann im Körper zu Nitrit und dann zu Nitrosaminen reagieren, die als krebserregend gelten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält die Aufnahme von 3,7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht für sicher. Futtert eine 60 Kilo schwere Person nur die Rote-Bete-Chips des mit "mangelhaft" bewerteten Produkts, hat sie den Wert um fast das Doppelte überschritten.

Zu viel Salz, Fett und Zucker

Als Fazit bleibt: Kalorien sparen lassen sich mit Gemüsechips nicht. Einzig bei den Ballaststoffen haben sie gegenüber Kartoffelchips die Nase vorn. Der hohe Gehalt an Salz, Fett und Zucker lässt sich dadurch aber nicht aufwiegen.

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