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"Öko-Test": In diesen Cornflakes steckt viel Acrylamid

50 Produkte getestet  

In diesen Cornflakes steckt viel Acrylamid

28.01.2021, 07:16 Uhr | cch, t-online

"Öko-Test": In diesen Cornflakes steckt viel Acrylamid. Cornflakes: In ihnen steckt oft Acrylamid. Der chemische Stoff kann beim Trocknen der Flakes unter Hitze entstehen. (Quelle: Getty Images/tomasworks)

Cornflakes: In ihnen steckt oft Acrylamid. Der chemische Stoff kann beim Trocknen der Flakes unter Hitze entstehen. (Quelle: tomasworks/Getty Images)

Für viele beginnt der Start in den Tag mit einer Schale Frühstücksflakes. Verbraucher nehmen mit ihnen auch eine Reihe Schadstoffe auf, wie eine Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test" zeigt.

Schimmelpilzgifte, Mineralöl, bedenkliche Pestizide und Acrylamid: Frühstücksflocken sind oft mit problematischen Stoffen belastet. Nur 15 der 50 von der Zeitschrift "Öko-Test" getesteten Produkte aus Mais, Dinkel, Reis, Buchweizen und Mehrkorn waren bis auf Spuren frei von den genannten Schadstoffen. Sie erhielten das Testurteil "sehr gut". 14 Flakes waren "gut" und 5 "befriedigend". Zwei erhielten die Note "ausreichend", fünf "mangelhaft" und neun "ungenügend". Bioprodukte waren nicht automatisch frei von Schadstoffen.

Cornflakes enthalten oftmals Acrylamid

Die Tester kritisierten in 18 Frühstücksflocken den Acrylamidgehalt. Bei vier dieser Produkte war dieser ihnen zufolge sogar "stark erhöht", beispielsweise in den "Vollkorn Cornflakes glutenfrei, ohne Zucker- und Salzzusatz" von Davert (Gesamturteil "ungenügend"). Der chemische Stoff kann beim Trocknen der Flakes unter Hitze entstehen. Er erhöht laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) potenziell das Krebsrisiko.

Das Labor fand in den "Vitabella Mehrkornflakes, glutenfrei" von Molino Nicoli ("ungenügend") und den "Schär Gluten-Free Cereal Flakes" von Dr. Schär ("ungenügend") aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) sowie "stark erhöhte" Gehalte an Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH). Zu den MOAH zählen auch Verbindungen, die im Verdacht stehen, Krebs zu erregen. MOSH hingegen können sich in verschiedenen Organen anreichern und haben in Tierversuchen zu Schäden an der Leber geführt.

Auch Pestizide und Schimmelpilzgifte fanden die Tester

In vier Produkten steckten Spuren von bedenklichen Pestiziden. Die Gehalte seien laut "Öko-Test" für Verbraucher nicht akut gefährlich. Allerdings gefährde ihre Verwendung Bienen und generell die Artenvielfalt. In den "Kellogg’s Special K Classic" (ungenügend") wurden mit Glyphosat und Deltamethrin gleich zwei Pestizide gefunden.

Ebenfalls vier Produkte wiesen eine Belastung mit Schimmelpilzgiften auf. Entdeckt wurden Deoxinivalenol (DON) und T-2-/HT-2-Toxine. Beide können das Immunsystem schwächen. Die Pilzgifte steckten etwa in "Wurzener Crisp & Cross Cornflakes, ohne Zuckerzusatz" von Wurzener Nahrungsmittel ("ungenügend").

"Öko-Test" prüfte insgesamt 50 Cornflakes aus Mais, Dinkel, Reis, Buchweizen und Mehrkorn, alle ohne oberflächlich aufgebrachten Zucker. 28 davon hatten Bio-Qualität. Produkte wurden im Labor auf kritische Inhaltsstoffe analysiert. Zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe sahen die Tester kritisch. Produkte mit einer Verpackung, die zu viel Müll produziert, erhielten eine Note Abzug.

Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der Februar-Ausgabe von "Öko-Test".

Verwendete Quellen:

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