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"Öko-Test": 50 Produkte im Labor – Diese Mineralwässer sind "mangelhaft"


"Öko-Test": Diese Mineralwässer sind "mangelhaft"

Von t-online, cch

Aktualisiert am 24.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Mineralwasser: Die meisten Wässer sind frei von Verunreinigungen – aber es gibt auch Ausnahmen. (Symbolbild)Vergrößern des BildesMineralwasser: Die meisten Wässer sind frei von Verunreinigungen – aber es gibt auch Ausnahmen. (Symbolbild) (Quelle: sakai000/getty-images-bilder)
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Jedes zweite Wasser im Test schneidet "sehr gut" ab. Allerdings entdeckte "Öko-Test" auch Mineralwässer, die mit Chromat, Bor und Rückständen aus der Landwirtschaft belastet sind.

Mineralwasser der Sorte "Classic" ist meist frei von Verunreinigungen. Das hat eine Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test" (Heft 7/2021) ergeben. Dabei schnitten 25 von 50 Wässern "sehr gut" ab, fünf waren "gut". Zwölf landeten mit "befriedigend", sechs mit "ausreichend" im Mittelfeld. Zwei Sorten Mineralwasser konnten nicht überzeugen und erhielten die Note "mangelhaft".

Bei den "sehr guten" Wässern haben Verbraucher die Wahl zwischen vielen regionalen Wässern und bekannten Markenprodukten. Wasser mit diesem Urteil gibt es schon ab 27 Cent pro Liter.

Diese zwei Wässer fielen durch den Test

Von

  • "Marius Quelle Classic, Sachsenheim" von Rietenauer Mineralquellen und
  • "San Benedetto mit Kohlensäure versetzt" von Acqua Minerale San Benedetto

raten die Tester hingegen ab. Die beiden Wässer erhielten das Testurteil "mangelhaft".

Im erstgenannten steckte laut Laboranalyse zu viel Bor und ein hoher Gehalt an Rückständen eines Pestizids. Bor hat in Studien an Tieren entwicklungs- und fortpflanzungsschädigende Effekte gezeigt. Im Wasser von San Benedetto war der Gehalt an Chromat erhöht. Die EU-Chemikalienverordnung stuft diesen Stoff als krebserregend ein. Darüber hinaus wird dieses Wasser in PET-Einwegflaschen angeboten. Eine Angabe, wie groß der Anteil an wiederverwerteten Rohstoffen in dieser ist, fehlt.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind laut "Öko-Test" bei den festgestellten Werten von Chromat, Bor und Pestiziden unwahrscheinlich, dennoch seien Mineralwässer, die gänzlich frei davon sind, die bessere Wahl. Schließlich würden die Rückstände auch nicht der "ursprünglichen Reinheit" entsprechen, die die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung vorschreibt.

Urangehalt in bekannter Wassermarke leicht erhöht

Chromat steckte zudem in leicht erhöhten Mengen in "Teinacher Classic" ("befriedigend") und einem weiteren Produkt. Bor wies das Labor auch in "Basinus Bonaris Quelle Aktiv" von GHL Noris ("befriedigend") nach. In dem mit 1,19 Euro pro Liter teuersten Wasser im Test, "San Pellegrino" ("ausreichend"), war der Urangehalt leicht erhöht. Uran kann sich im Körper anreichern und Nieren und Lunge schädigen. In insgesamt neun Wässern steckten Abbauprodukte von Pestiziden.

"Öko-Test" ließ alle Mineralwässer auf verschiedene Problemstoffe wie etwa Nitrat, Arsen, Bor, Uran und Chromat untersuchen. Zudem prüften die Tester, ob die Wässer rein waren oder menschengemachte Verunreinigungen, etwa durch Pestizide, vorlagen. Zudem wurde Wasser in Einwegflaschen ohne wiederverwertetem Anteil abgewertet.

Verwendete Quellen
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