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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Schöne Liebesgedichte, die das Herz erwärmen

Von t-online, hs

Aktualisiert am 29.12.2021Lesedauer: 4 Min.
Verliebtes Paar: Schon wenige poetische Zeilen können für das besondere Prickeln sorgen.
Verliebtes Paar: Schon wenige poetische Zeilen können für das besondere Prickeln sorgen. (Quelle: courtneyk/getty-images-bilder)
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Drei Worte sind es, die die Welt bewegen. Und dennoch: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten "Ich liebe dich" zu sagen. Verse, mit denen Sie Ihren Schatz verzaubern können.

Das Wichtigste im Ăśberblick


  • Romantische Liebesgedichte
  • Kurze Liebesgedichte
  • Liebesgedichte von Goethe
  • Liebesgedichte von Rilke

Liebende sehnen sich danach, ihre Gefühle in schmeichelnde, einfühlsame Worte zu fassen. Hier finden Sie eine Auswahl schöner Liebesgedichte für Sie und Ihn.

Romantische Liebesgedichte

Du bist die Sonne, die nicht untergeht
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht
Du bist der Stern, der, wenn die andern dunkeln
Noch ĂĽberstrahlt den Tag mit seinem Funkeln

Du bist das sonnenlose Morgenrot
Ein heitrer Tag, den keine Nacht bedroht
Der Freud und Hoffnung Widerschein auf Erden
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden?

(Hoffmann von Fallersleben, deutscher Dichter, 1798 bis 1874)

Die schönsten Gedichte und Sprüche zum Valentinstagfinden Sie hier.

Es ist Nacht

Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

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"Wir nehmen eure Hauptstädte ins Visier"
Alexander Lukaschenko schaut in die Kamera (Archivbild): Der Präsident vom Belarus hat jetzt dem Westen gedroht.


Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

(Christian Morgenstern, deutscher Dichter, 1871 bis 1914)

Jetzt in diesem Augenblick
ohne Gedanken an Zukunft
wird die Sekunde kĂĽrzer als ein FlĂĽgelschlag.
Während Sterne vom Himmel fallen
und du mich küsst, löst sie sich auf
und kommt als Welle auf den Meeren
als Minute zurĂĽck.

(Friedrich Schiller, deutscher Dichter, 1759 bis 1805)

Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
Aufs Haupt dir legen sollt,
Betend, daĂź Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.

(Heinrich Heine, deutscher Dichter, 1797 bis 1856)

Kurze Liebesgedichte

Im Zeitalter des Internets sind Liebesbriefe keinesfalls out. Nur der Kommunikationskanal ist ein anderer. Sie ist direkter und kĂĽrzer geworden. Moderne Formen der Liebesbriefe sind SMS, Chats und E-Mails.

Junge Frau mit Handy: Schon wenige romantische Zeilen per Messenger können das Herz erwärmen.
Junge Frau mit Handy: Schon wenige romantische Zeilen per Messenger können das Herz erwärmen. (Quelle: Geber86/getty-images-bilder)

Ein auf dem Handy geschriebener Liebesbrief transportiert in kürzester Form und auf kürzestem Weg Gefühle von Liebe, Sehnsucht und Verlangen. Der Reiz liegt in der Beschränkung auf das Wesentliche. Hier zwei kurze Klassiker aus der analogen Zeit:

Zweifle an der Sonne Klarheit,
Zweifle an der Sterne Licht,
Zweifl’, ob lügen kann die Wahrheit,
Nur an meiner Liebe nicht.

(William Shakespeare, englischer Dichter, 1564 bis 1616)

Im Schatten sah ich
Ein BlĂĽmchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.

(Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 bis 1832)

Unser Tipp
Falls Sie den Spruch in einer SMS oder bei WhatsApp verfassen, nutzen Sie auch Satzzeichen, um Ihre Botschaft zu unterstreichen; zum Beispiel mit einer Rose: @)-,-'-,--.

Dichterdenkmal vor dem Theater in Weimar: Darstellung von Goethe (links) mit seinem Freund Schiller.
Dichterdenkmal vor dem Theater in Weimar: Darstellung von Goethe (links) mit seinem Freund Schiller. (Quelle: clu/getty-images-bilder)

Liebesgedichte von Goethe

Ein GroĂźmeister der Liebeslyrik ist Johann Wolfgang von Goethe, der in seinem Leben eine Vielzahl romantischer Gedichte verfasste.

Willkommen und Abschied

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stand im Nebelkleid die Eiche,
Ein aufgetĂĽrmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem WolkenhĂĽgel
Sah kläglich aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise FlĂĽgel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut!

Dich sah ich, und die milde Freude
Floss von dem sĂĽĂźen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite
Und jeder Atemzug fĂĽr dich.
Ein rosenfarbnes FrĂĽhlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich – ihr Götter!
Ich hofft' es, ich verdient' es nicht!

Doch ach, schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz:
In deinen KĂĽssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging, du standst und sahst zur Erden
Und sahst mir nach mit nassem Blick:
Und doch, welch GlĂĽck, geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!

(Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 bis 1832)

Neue Liebe, neues Leben

Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes, neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist alles, was du liebtest,
Weg, warum du dich betrĂĽbtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh –

Fesselt dich die JugendblĂĽte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu und GĂĽte
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
FĂĽhret mich im Augenblick,
Ach, mein Weg zu ihr zurĂĽck.

Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreißen läßt,
Hält das liebe, lose Mädchen
Mich so wider Willen fest;
MuĂź in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Verändrung, ach, wie groß!
Liebe! Liebe! laĂź mich los!

(Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 bis 1832)

Liebesgedichte von Rilke

Rainer Maria Rilke war ein einfĂĽhlsamer Dichter, der viele Liebesgedichte geschrieben hat. Noch heute berĂĽhren seine empfindsamen Verse unsere Herzen.

Bei dir ist es traut

Bei dir ist es traut:
Zage Uhren schlagen
wie aus weiten Tagen.
Komm mir ein Liebes sagen –
aber nur nicht laut.

Ein Tor geht irgendwo
drauĂźen im BlĂĽtentreiben.
Der Abend horcht an den Scheiben.
LaĂź uns leise bleiben:
Keiner weiĂź uns so.

(Rainer Maria Rilke, geboren in Ă–sterreich-Ungarn, 1875 bis 1926)

Mein Herz

Ich weiĂź nicht, was ich habe,
mir ist ums Herz so schwer…
Ums Herze? Ach was sag ich –
ich hab doch keines mehr.
Seit ich, mein GlĂĽck, dich kenne,
du sĂĽĂźes Liebchen mein,
vom ersten Augenblicke
an wars ja doch schon dein.
O mögst du es behalten,
damit es stets so blieb –
es soll ja dir gehören,
nur dir, mein sĂĽĂźes Lieb!
Giebs nie mehr mir zurücke –
es schlägt dir ja in Treu –
und willst du’s nicht mehr haben
mein Schatz, dann brichs entzwei.

(Rainer Maria Rilke, geboren in Ă–sterreich-Ungarn, 1875 bis 1926)

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An die Geliebte

Du kommst mir hoch vom Hang entgegen
im Feierkleid, im weiĂźen Kleid;
sein wellenweiches Faltenlegen
rauscht in die Aveeinsamkeit.

Ein GrĂĽĂźen blĂĽht auf deinem Munde,
ein Winken weht von deiner Hand,
und durch des Abends rote Stunde
fĂĽhrst du das GlĂĽck ins kĂĽhle Land...

(Rainer Maria Rilke, geboren in Ă–sterreich-Ungarn, 1875 bis 1926)

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