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Polareis – es schmilzt schneller als gedacht

  • Tim Blumenstein
Von Tim Blumenstein

Aktualisiert am 12.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Northwest Passage melting and breaking sea ice Arctic ocean Summer Northwest Passage, Nunavut, Canada, North America PUB
Northwest Passage melting and breaking sea ice Arctic ocean Summer Northwest Passage, Nunavut, Canada, North America PUB (Quelle: /imago-images-bilder)
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Das ewige Eis der Polarmeere schmilzt. Und es schmilzt schneller als bisher gedacht. Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf das globale Klimasystem.

Als Polareis wird das zu Eis gefrorene Meerwasser rund um die Pole bezeichnet. Zum Polareis gehören auch die polaren Eisschilde des Festlands – etwa in Grönland. Im Norden sind die arktischen Meere nicht das ganze Jahr ĂŒber mit gleich viel Eis bedeckt. Die Eisschicht schwankt zwischen circa 15 Millionen Quadratkilometern im April und rund 3,5 Millionen Quadratkilometern im September. Im Sommer schrumpft das Eis also auf bis zu ein Viertel seiner WinterflĂ€che zusammen und dehnt sich im dann wieder aus.

Doch weite Teile des arktischen Meeres sind heute nur noch mit einer relativ dĂŒnnen Eisschicht bedeckt – zur Zeit der ersten Satellitenmessungen in den siebziger und achtziger Jahren war das noch anders. Beim bisherigen Tiefstand 2012 war die Eisschicht im September im Vergleich zu damals um knapp die HĂ€lfte geschrumpft. Ein Eisverlust in dieser GrĂ¶ĂŸenordnung ist selbst im planetaren Maßstab sehr ungewöhnlich und gab es in den letzten 1450 Jahren nicht mehr – das geht aus palĂ€oklimatischen Daten hervor.

Diese Entwicklung fĂŒhrt dazu, dass der arktische Ozean wĂ€hrend der Sommermonate bald dauerhaft eisfrei sein könnte. Ältere Modelle gingen davon aus, dass dieses Szenario erst Ende diesen Jahrhunderts eintrifft. Neue Untersuchungen zeigen jedoch, dass es schon Mitte des Jahrhunderts soweit sein könnte.

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Eisschmelze hat globale Folgen

In der Antarktis haben Forscher jahrzehntelang beobachtet, dass die EisflĂ€che im Gegensatz zur Arktis sogar gewachsen ist. Doch auch am SĂŒdpol wird seit 2014 ein RĂŒckgang beobachtet – in drei Jahren ist eine EisflĂ€che doppelt so groß wie Deutschland geschmolzen.

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Das Polareis ist wichtig fĂŒr das Klima des Planeten. Die schwimmenden EisflĂ€chen dienen dem Planeten als riesiger Sonnenreflektor, der knapp 60 Prozent der einfallenden Sonnenenergie zurĂŒck ins Weltall wirft. Dadurch bleibt die Polarregion auch wĂ€hrend des Sommers ein sehr kalter Ort – und das, obwohl die Sonne zwischen FrĂŒhling und Herbst nie hinter dem Horizont verschwindet. Durch das schmelzende Eis dringen die Sonnenstrahlen tief in das viel dunklere Meerwasser ein und erwĂ€rmen es. Das hat Folgen auch außerhalb der Arktis: schon heute beeinflusst die ErwĂ€rmung der Arktis das Wetter in gemĂ€ĂŸigten Breiten.

Mit dem schmelzenden Eis schwindet auch der Lebensraum vieler Tiere wie EisbĂ€ren, Walrösser, Seehunde oder Vögel. Viele BestĂ€nde sind schon lĂ€ngere Zeit rĂŒcklĂ€ufig, manche Arten sind sogar vom Aussterben bedroht.

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