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Massentierhaltung – Treiber der Klimakrise

Von Svenja Dilcher

Aktualisiert am 12.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Schwein im engen Käfig
Schweine im engen Käfig: Welche Folgen hat die Massentierhaltung für Mensch und Umwelt? (Quelle: Steve Bauerschmidt/imago-images-bilder)
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Es gibt keine offiziell gültige Definition des Begriffs "Massentierhaltung". Doch sind ein begrenzter Raum sowie die Erzeugung möglichst vieler tierischer Produkte kennzeichnend. Meist werden Tiere einer Art in Großbetrieben gehalten. Der BUND Brandenburg orientiert sich an einer Anzahl von 15.000 Plätze für Legehennen, 30.000 für Masthähnchen, 1.500 für Mastschweine, 560 für Sauen oder 600 für Rinder pro Anlage. Werden weniger als zehn Prozent der Futtertrockenmasse im eigenen Betrieb hergestellt und müssen sich mehr als zehn Großvieheinheiten einen Hektar Nutzfläche teilen, spricht man laut FAO von intensiver Tierhaltung bis Massentierhaltung.

Auswirkungen auf Tiere und Menschen

  • Wenig Raum, viele Tiere: 2016 befanden sich 93.791.251 MasthĂĽhner in 3.300 Betrieben. Erlaubt sind bis zu 58 Kilogramm pro Quadratmeter. Etwa fĂĽnf Hennen bzw. drei Hähne mĂĽssen sich einen Quadratmeter Bodenfläche teilen.
  • Stress und Frust: Keine Ruhemöglichkeiten, keine Bewegung, keine natĂĽrliche Futtersuche fĂĽhren zu Stress und Frust bei Tieren. Ferkeln schneidet man die Ringelschwänze ab, sonst beiĂźen sie sich diese aus Langeweile gegenseitig ab.
  • UnnatĂĽrliche Gewichtszunahme: Puten erhöhen ihr Gewicht etwa um den Faktor 350 – in weniger als einem halben Jahr. Ein männliches KĂĽken wiegt etwa 60 Gramm. Ist es schlachtungsreif, wiegt es circa 21 Kilogramm. Diese Mastputen können nicht mehr aufrecht gehen, da die Brust zu schwer ist. Sie macht bis zu 40 Prozent des gesamten Körpergewichts aus. Zur schnellen Fleischgewinnung wird eine Hybridrasse eingesetzt, die kein SättigungsgefĂĽhl empfindet. Um Tiere zum Essen anzuregen, wird der Stall 23 Stunden lang beleuchtet.
  • Erkrankungen: Verhaltensstörungen, Knochenverformungen oder Herz-Kreislauf-Störungen sind bei Tieren aus intensiver Haltung weit verbreitet. Der massenhafte Einsatz von Antibiotika in Ställen fördert die Entstehung antibiotikaresistenter Keime, die auch fĂĽr den Menschen gefährlich sein können.

Folgen fĂĽr die Umwelt

  • Futtermittelherstellung: Tiere werden meist mit Soja gefĂĽttert. Die EU bezieht einen GroĂźteil ihres Sojas aus Brasilien. Um neue Anbauflächen zu schaffen, muss Regenwald weichen und somit auch der Lebensraum fĂĽr Tiere. Derzeit liegt die weltweite Anbaufläche von Sojabohnen bei circa 125 Millionen Hektar. Er steigt jährlich.
  • Trinkwasserverbrauch: Der Anbau von Futtermittel verbraucht weltweit den größten Trinkwasseranteil. FĂĽr ein Kilogramm Rindfleisch wird 15.500 Liter Wasser benötigt. Schweinefleisch verbraucht etwa die Hälfte an Wasser, allerdings immer noch etwa 30-mal mehr als ein Kilogramm Tomaten.
  • Verschmutzung des Grundwassers mit Nitrat und GĂĽlle: Seit Jahren ist das Grundwasser in Deutschland mit zu viel Nitrat belastet. Hohe Viehdichten sind nicht grundwasserverträglich. Stickstoffverbindungen in der GĂĽlle werden im Acker zu Nitrat umgewandelt. Aber Pflanzen können nur bestimmte Mengen aufnehmen, der Rest landet im Grundwasser. Auch Medikamentenreste und resistente Keime landen ĂĽber die tierischen Ausscheidungen in das Grundwasser.
  • Klimawandel: Die Landwirtschaft ist fĂĽr den GroĂźteil der MethanausstoĂźung verantwortlich. Wiederkäuer produzieren in ihren Mägen groĂźe Mengen des Gases. Es wirkt 21-mal schädlicher als CO2. 2017 wurden in Deutschland etwa 1,34 Millionen Tonnen Methan bei der Herstellung von Erzeugnissen der Forst-, Landwirtschaft und Fischerei ausgestoĂźen.
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