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Melbourne: Autofahrer rast absichtlich in Menschenmenge – Zwei Festnahmen

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Amokfahrt in Melbourne  

Autofahrer rast absichtlich in Menschenmenge

21.12.2017, 11:55 Uhr | dru, t-online.de, dpa, rtr

Melbourne: Autofahrer rast absichtlich in Menschenmenge – Zwei Festnahmen. Das Unglücksfahrzeug: Laut Augenzeugen fuhr das Auto mit hohem Tempo. (Quelle: AP/dpa/Australian Broadcast Corp.)

Das Unglücksfahrzeug: Laut Augenzeugen fuhr das Auto mit hohem Tempo. (Quelle: Australian Broadcast Corp./AP/dpa)

In der australischen Metropole Melbourne ist ein Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge gerast – offenbar mit voller Absicht. Einen Terrorakt schließt die Polizei aktuell jedoch aus. Viele Verletzte sind zu beklagen.

In der australischen Großstadt Melbourne ist ein Autofahrer in eine Gruppe von Fußgängern gefahren. Mindestens 19 Menschen wurden nach Angaben der Behörden bei dem Vorfall am Donnerstagabend verletzt. Vier sind in kritischem Zustand.

Der Fahrer und eine weitere Person wurden festgenommen. Die Polizei geht von einer mutwilligen Tat aus, sieht für einen Terrorakt bislang aber keine Anhaltspunkte. Der 32-jährige Fahrer sei den Behörden wegen Drogenmissbrauchs und psychischer Erkrankungen bekannt gewesen. Der Sender 9News veröffentlichte ein Video, das die Festnahme zeigen sollen.

Der zweite festgenommene Mann saß laut Polizei nicht mit im Auto. Der 24-Jährige soll die Unglücksszene mit seinem Handy gefilmt haben. In seinem Rucksack fanden Beamte demnach drei Messer. Ob er den Fahrer kannte, ist noch unklar.

Zwei Personen sitzen nahe des Unglücksortes am Boden, um sie herum Polizisten. (Quelle: dpa/Joe Castro/AAP)Zwei Personen sitzen nahe des Unglücksortes am Boden, um sie herum Polizisten. (Quelle: Joe Castro/AAP/dpa)

Das Unglück ereignete sich mitten im abendlichen Berufsverkehr. Berichten zufolge raste der Fahrer mit seinem SUV gegen 16.40 Uhr über eine rote Ampel und erfasste dabei zahlreiche Menschen. Einige überquerten gerade einen Zebrastreifen vor dem Bahnhof Flinders Street, andere warteten an einer Straßenbahnhaltestelle. Ein Poller stoppte das Fahrzeug.

Auf Bildern vom Ort des Vorfalls sind zahlreiche am Boden liegende  Menschen zu sehen, die von Rettungskräften und Helfern versorgt werden. Blaue Planen schirmen den Blick auf Verletzte ab. Inmitten der Szene steht das Unglücksfahrzeug, ein weißer Suzuki, das an der Front stark beschädigt ist.

Ein Augenzeuge berichtete dem Sender ABC Radio Melbourne: "Ich sah ein SUV mit hoher Geschwindigkeit heranfahren und dann hörte ich, wie es auf Menschen und Taschen prallte, auf etwas, das sich wie Einkaufswagen – hoffentlich nicht Kinderwagen – anhörte."

War es Terror? Der weiße Suzuki erfasste zahlreiche Fußgänger, bevor er an einem Poller zum Stehen kam. (Quelle: dpa/Joe Castro/AAP)War es Terror? Der weiße Suzuki erfasste zahlreiche Fußgänger, bevor er an einem Poller zum Stehen kam. (Quelle: Joe Castro/AAP/dpa)

Eine andere Augenzeugin sprach von "entsetzlichen" Szenen. Viele der Verletzten hätten schrecklich ausgesehen. "Wir sahen etwa zehn Fußgänger auf dem Boden liegen", sagte die Augenzeugin ABC Australia. "Man sah Blut, Menschen weinten, es war sehr, sehr traurig."

Unter den Verletzten soll ein 4-jähriger Junge sein. Laut australischen Medien wurde es mit schweren Kopfverletzungen in ein Kinderkrankenhaus gebracht.

Die Gegend um den Unglücksort war zum Zeitpunkt des Geschehens nicht nur wegen vieler Pendler voller Menschen. Auch waren viele unterwegs, um letzte Weihnachtseinkäufe zu erledigen.

Australiens Premierminister Malcolm Turnbull nannte den Vorfall "schockierend" und sprach den Betroffenen sei Mitgefühl aus: "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und den Einsatzkräften, die sie versorgen."

Bei einem ähnlichen Vorfall in Melbourne im Januar diesen Jahres waren vier Menschen ums Leben gekommen und mehr als 20 verletzt worden. Der Polizei zufolge gab es damals keinen terroristischen Hintergrund. Dennoch wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

Quellen:
Bericht von ABC Australia
Bericht der BBC 
- Bericht von 9News
- dpa, Reuters
- Eigene Recherchen

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