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Nach Terroranschlag: Neuseeland gründet eigene Kommission

Nach Terror in Neuseeland  

Kommission soll Hergang des Anschlags untersuchen

25.03.2019, 11:57 Uhr | dpa

Nach Terroranschlag: Neuseeland gründet eigene Kommission. Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland, spricht auf einer Pressekonferenz: Die Kommission wird parallel zu den laufenden Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten. (Quelle: AP/dpa/Nick Perry)

Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland, spricht auf einer Pressekonferenz: Die Kommission wird parallel zu den laufenden Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten. (Quelle: Nick Perry/AP/dpa)

Nach dem rechtsextremen Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland richtet Premierministerin Ardern eine eigene Kommission ein. Experten sollen "jeden Stein umdrehen".

Neuseeland will den Anschlag auf zwei Moscheen mit 50 Todesopfern von einer eigens eingerichteten Kommission gründlich untersuchen lassen. Premierministerin Jacinda Ardern berief in Wellington eine sogenannte Königliche Kommission ein.

Darin sollen Experten von Polizei, Einwanderungsbehörden, Geheimdiensten und Zoll zusammenarbeiten. Ardern versprach: "Wir werden jeden Stein einzeln umdrehen, um herauszufinden, wie dieser Akt des Terrors geschehen konnte und ob es Möglichkeiten gab, ihn zu verhindern."

Eine solche Königliche Kommission ist in Neuseeland das höchste Gremium, das eine Regierung zur Klärung von Angelegenheiten von nationalem Interesse einsetzen kann. Der Name rührt vom britischen Königshaus her: Queen Elizabeth II. ist in dem längst unabhängigen Pazifikstaat offizielles Staatsoberhaupt. Die Kommission wird parallel zu den laufenden Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten.

Termin für den Prozess noch nicht bekannt

Insbesondere soll die Arbeit der Geheimdienste genauer unter die Lupe genommen werden. Bei aller Trauer und allem Entsetzen gibt es in Neuseeland inzwischen auch Kritik, dass die von Rechtsextremisten und Rassisten ausgehende Gefahr unterschätzt wurde. Geklärt werden soll auch, wie der Täter an seine Waffen kommen konnte. Vergangene Woche hatte die Regierung bereits die Waffengesetze verschärft.

Bei dem Anschlag eines mutmaßlichen Einzeltäters auf die beiden Moscheen am 15. März waren während der Freitagsgebete 50 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Etwa 20 Verletzte werden immer noch in Krankenhäusern behandelt.
 

 
Der Täter – ein 28 Jahre alter Rechtsextremist aus Australien, der seit einigen Jahren in Neuseeland lebte – sitzt in Untersuchungshaft. Ihm droht wegen vielfachen Mordes lebenslang Gefängnis. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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