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Weiberfastnacht 2019: Woher kommt der Brauch eigentlich?

Wenn Frauen nicht "gehorchen"  

Weiberfastnacht 2019: Woher kommt der Brauch?

28.02.2019, 10:32 Uhr | dpa, hs, t-online.de

News Themen der Woche KW45 News Bilder des Tages Karnevalsauftakt am 11 November 2018 auf dem Heuma (Quelle: t-online.de)
Fünfte Jahreszeit: Das sind Karneval, Fastnacht und Fasching in Deutschland

Helau oder Alaaf. Karneval, Fastnacht oder Fasching. Köln, Düsseldorf oder Mainz. Die fünfte Jahreszeit wird in Deutschland ganz unterschiedlich begangen. Was es mit dem 11.11. auf sich, wo der Karneval herkommt, was es mit „Alaaf“ auf sich hat, erklärt t-online.de im Video. (Quelle: t-online.de)

Fünfte Jahreszeit: Das sind Ursprung, Feiertage und Besonderheiten bei Karneval, Fastnacht und Fasching in Deutschland. (Quelle: t-online.de)


Wenn die Möhnen toben, dann geht es Männern buchstäblich an den Kragen. Bei einem Symbol für männliche Macht wird kurzer Prozess gemacht.

Mit der Weiberfastnacht oder Altweiberfastnacht beginnt auch 2019 die heiße Phase des Straßenkarnevals in Deutschland. Jedes Jahr stürmen dann die Frauen in Köln und anderen Städten die Rathäuser und übernehmen symbolisch das Regiment. Was heute ein wenig bemüht wirkt, muss früher etwas sehr Befreiendes, geradezu Revolutionäres gehabt haben. 

Weiberfastnacht: Woher kommt der Brauch?

Der "Wieverfastelovend", wie die Weiberfastnacht auf Kölsch heißt, geht in seiner Tradition bis ins Mittelalter zurück. Besonders in Nonnenklöstern ging es hoch her. Bei Tage wurde an Weiberfastnacht "getanzt und gesprungen" und des Nachts, wenn die Äbtissin schlafen gegangen war, Karten gespielt.

Brauchtum zur Weiberfastnacht

Ehefrauen verweigerten ihren Männern in der "verkehrten Welt" des Karnevals für kurze Zeit den Gehorsam. Traditionell haben sie sich dafür als alte und hässliche Frauen verkleidet und in Möhnenvereinen zusammengeschlossen. Heute kleiden sich die Möhnen – also die Frauen – in bunte Gewänder. Närrische Frauenvereinigungen bezeichnen sich auch als Damenkomitee.

Weiberfastnacht in Köln: Möhnen tollen durch die Stadt und verbreiten Frohsinn. (Quelle: imago images/Manngold)Weiberfastnacht in Köln: Möhnen tollen durch die Stadt und verbreiten Frohsinn. (Quelle: Manngold/imago images)

Weiberfastnacht und Krawatten

Der Brauch, den Männern an Weiberfastnacht die Krawatten abzuschneiden, kam erst nach 1945 auf. Die Krawatte gilt als typisches Symbol für männliche Macht. Beispielsweise tragen Bürgermeister und Amtsträger fast immer einen Schlips. Es ist daher kein Zufall, dass die Frauen beim Weiberfasching massenhaft Krawatten abschneiden. Wenn Sie mehr über die Tradition erfahren wollen, dann klicken Sie hier.

Wann findet Weiberfastnacht statt?

Im Rheinland findet Weiberfastnacht immer am Donnerstag vor Aschermittwoch statt. Das ist der 52. Tag vor Ostersonntag. 2019 ist der Termin der 28. Februar. Dabei handelt es sich nicht um einen offiziellen Feiertag. Dennoch ruht in vielen rheinischen Städten spätestens am Mittag die Arbeit. Denn um 11 Uhr 11 endet der Sitzungskarneval und das bunte Treiben auf der Straße beginnt.

Daten für Weiberfastnacht
2019: 28. Februar
2020: 20. Februar
2021: 11. Februar
2022: 24. Februar


Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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