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Wegen Corona-Passierscheinen: Lange Warteschlangen vor Moskauer Metro

Wegen Corona-Passierscheinen  

Lange Warteschlangen vor Moskauer Metro

15.04.2020, 12:42 Uhr | dpa

Wegen Corona-Passierscheinen: Lange Warteschlangen vor Moskauer Metro . Ein Polizeibeamter mit Schutzmaske kontrolliert die Papiere eines Passanten am Eingang der Moskauer Metro.  (Quelle: Reuters)

Ein Polizeibeamter mit Schutzmaske kontrolliert die Papiere eines Passanten am Eingang der Moskauer Metro. (Quelle: Reuters)

Um sich im Stadtgebiet von Moskau zu bewegen, brauchen die Bürger wegen der Corona-Pandemie jetzt verpflichtende Passierscheine. In der Moskauer U-Bahn ist es deswegen zu langen Warteschlangen gekommen. 

Abstand halten unmöglich: In der russischen Hauptstadt Moskau ist es am ersten Tag, an dem wegen der Corona-Pandemie Passierscheine für den Weg zur Arbeit oder zum Arzt verpflichtend sind, zu langen Warteschlangen an der U-Bahn gekommen. Medien und soziale Netzwerke veröffentlichten am Mittwoch Videos und Fotos mit Menschen, die dicht gedrängt vor den Eingängen der Metro warteten. Dort hatten Polizisten die Ausgangsscheine kontrolliert. Mit der Verschärfung wollten die Behörden eigentlich die Pandemie eindämmen.

Ein Mann zeigt in der Moskauer Metro auf einem Smartphone einen elektronischen Passierschein, der seit Mittwoch Pflicht ist, wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegen möchte.  (Quelle: AP/dpa)Ein Mann zeigt in der Moskauer Metro auf einem Smartphone einen elektronischen Passierschein, der seit Mittwoch Pflicht ist, wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegen möchte. (Quelle: AP/dpa)

"Das Coronavirus sagt Danke", hieß es in Kommentaren. Es sei nicht möglich, ausreichend Abstand zu halten, beschwerten sich andere im Kurznachrichtendienst Twitter. Die digitale Sondererlaubnis brauchen alle, die mit dem Auto, Taxi oder dem Nahverkehr unterwegs sind. Wer keinen solchen Schein hat, muss zu Hause bleiben.

Lange Staus auf wichtigen Straßen 

Bürgermeister Sergej Sobjanin bestätigte in dem sozialen Netzwerk Vkontakte, dass es wegen der Überprüfung zu Wartezeiten gekommen sei, "was in der aktuellen Situation sehr kritisch ist". Dies müsse verhindert werden. "Wir werden darüber nachdenken, wie das geht."

Auf wichtigen Straßen nach Moskau bildeten sich am Morgen lange Staus. Die Polizei überprüfte dort stichprobenartig, ob die Fahrer eine solche Berechtigung besaßen – ansonsten drohe ein Bußgeld von bis zu 5.000 Rubel (umgerechnet 62 Euro), hieß es. In verschiedenen Berichten war die Rede davon, dass die Fahrer mitunter eine Stunde und länger warten mussten.

In Russland wächst die Zahl der Infizierten täglich um neue Rekordwerte. Sie stieg am Mittwoch um knapp 3.300 neue Fälle auf mehr als 24.400. Die Zahl von coronainfizierten Menschen, die starben, wurde mit 198 angegeben, die der Genesenen mit knapp 2.000.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

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