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Astrazeneca: Blutgerinnsel nur in 0,00079 Prozent der Fälle

Neue Studie zu Astrazeneca  

Blutgerinnsel nur bei acht Fällen pro einer Million Geimpfter

23.04.2021, 12:40 Uhr | dpa, t-online

Astrazeneca: Blutgerinnsel nur in 0,00079 Prozent der Fälle. Eine Frau wird geimpft: Eine neue Studie hat die Anzahl an Fällen von seltenen Blutgerinnseln nach einer Astrazeneca-Impfung untersucht. (Quelle: imago images/Pasquale Senatore)

Eine Frau wird geimpft: Eine neue Studie hat die Anzahl an Fällen von seltenen Blutgerinnseln nach einer Astrazeneca-Impfung untersucht. (Quelle: Pasquale Senatore/imago images)

Todesfälle in Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung hat viele Bürger verunsichert. Doch wie groß ist das Risiko tatsächlich? Eine neue Studie hat Daten aus Großbritannien untersucht.

Die Zahl der nach Astrazeneca-Impfungen aufgetretenen schweren Fälle von seltenen Blutgerinnseln liegt in Großbritannien neuesten Daten zufolge bei rund acht (7,9) Fällen pro Million Geimpfter. Das teilte die britische Arzneimittelbehörde MHRA in dieser Woche mit. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fall von seltenen Blutgerinnseln nach einer Impfung mit Astrazeneca auftritt, liegt also bei 0,00079 Prozent.

Damit nähern sich die Erfahrungen in Großbritannien denen in anderen Ländern. Die Behörde sieht jedoch weiterhin keinen Beweis für einen Zusammenhang mit dem Impfstoff und den Blutgerinnseln erbracht. Ihre Empfehlung änderte sie nicht. Der Nutzen einer Impfung mit Astrazeneca übersteige für die meisten Menschen weiterhin die Risiken, hieß es.

Mangel an Blutplättchen

Demnach wurden im Vereinigten Königreich bis Mitte April 168 Fälle von schweren Blutgerinnseln mit dem gleichzeitigen Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) nach einer Astrazeneca-Impfung registriert. In der Folge kam es zu 32 Todesfällen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden nach Angaben der Behörde bereits 21,2 Millionen Menschen erstmalig mit dem Präparat geimpft. Daraus ergibt sich die Zahl von 7,9 Fällen pro Million Geimpfter.

In 77 Fällen handelte es sich um sogenannte Sinusvenenthrombosen – Blutgerinnsel im Gehirn – das durchschnittliche Alter der Betroffenen war 47 Jahre. Bei 91 Fällen, die von anderen Blutgerinnseln betroffen waren, lag der Altersdurchschnitt bei 55 Jahren. Welche Symptome auf eine Sinusvenenthrombose hinweisen, lesen Sie hier.

Jüngere Menschen bekommen anderen Impfstoff

In Großbritannien waren bislang im Verhältnis sehr viel weniger Fälle der seltenen Blutgerinnsel gemeldet worden als in anderen Ländern. Über die Gründe dafür konnte bisher nur spekuliert werden. Als eine Erklärung galt, dass in dem Land strikt nach Altersgruppen geimpft wurde. Die Thrombosefälle scheinen jedoch häufiger bei jungen Menschen aufzutreten.

Im Vereinigten Königreich sollen inzwischen unter 30-Jährige bevorzugt einen anderen Impfstoff erhalten. Eine verbindliche Altersbeschränkung gibt es aber nicht. In Deutschland wird Astrazeneca nur noch für über 60-Jährige empfohlen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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