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Spahn will Priorisierung für Astrazeneca aufheben


Spahn will Priorisierung für Astrazeneca aufheben

Von dpa
05.05.2021Lesedauer: 1 Min.
Jens Spahn, Bundesminister fuer Gesundheit: er plant die Impfpriorisierung für Astrazeneca ab sofort aufzuheben.Vergrößern des BildesJens Spahn, Bundesminister fuer Gesundheit: er plant die Impfpriorisierung für Astrazeneca ab sofort aufzuheben. (Quelle: Jens Schicke/imago-images-bilder)
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In einigen Bundesländern können sich bereits alle Willigen mit dem Mittel von Astrazeneca impfen lassen – unabhängig von der vorgegebenen Reihenfolge. Das könnte bald auch bundesweit gelten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben. "Wir werden generell – und darüber möchte ich morgen mit Karl-Josef Laumann (NRW) und den 15 anderen Landesministerkollegen reden – bei Astrazenca eindeutig sagen, für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt", sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in der Sendung "Aktuelle Stunde" des WDR-Fernsehens.

Unabhängig von Alter oder Vorerkrankung könne dann also jeder, der mit Astrazeneca geimpft werden wolle, auch geimpft werden. Auf die Nachfrage, ab wann dies gelten solle, sagte Spahn: "Für Astrazeneca jetzt schon sofort, das ist mein Vorschlag."

Spahn plädiert für mehr zeitliche Flexibilität

Für die anderen Impfstoffe bekräftigte er die bisherige Aussage, dass die Priorisierung voraussichtlich im Juni beendet werden könne, "wenn die Lieferungen weiter so kommen, wovon ich ausgehe". Bisher werden Alte, Vorerkrankte sowie besonders gefährdete oder systemrelevante Berufsgruppen vorrangig geimpft. Ihre Reihenfolge ist in drei Vorrangstufen geregelt.

Zugleich plädierte Spahn für mehr zeitliche Flexibilität bei der Verabreichung der nötigen zweiten Astrazeneca-Impfung. "Das Zulassungsintervall, der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung, ist vier bis zwölf Wochen. Wir haben jetzt regelhaft zwölf Wochen gemacht, weil die Wirksamkeit höher ist. Wir werden jetzt aber deutlich mehr Flexibilität möglich machen." Er wisse aus Erfahrungen im eigenen Bekanntenkreis: "Die Zweitimpfung haben jetzt viele lieber früher, auch mit Blick auf den Sommer – das geht mit Astrazenca auch innerhalb der Zulassung."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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