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Chaos am Wochenende: Reisende dürfen nicht auf Bahnsteige

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 28.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Dutzende Menschen warten am Berliner Hauptbahnhof, um überhaupt aufs Bahngleis zu gelangen.
Dutzende Menschen warten am Berliner Hauptbahnhof, um überhaupt aufs Bahngleis zu gelangen. (Quelle: Kloft/t-online)
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Wer an diesem Freitagnachmittag vom Berliner Hauptbahnhof reisen wollte, könnte kein Glück gehabt haben. Dutzende Reisende wurden nicht aufs Bahngleis gelassen.

Ernüchtert kommt die 18-jährige Marie die Treppe vom Bahnsteig 13/14 herunter: "Zug verpasst. Mist." Gemeinsam mit Freundinnen habe sie eine Reise nach Berlin gemacht, zwei von ihnen hätten den Flixtrain noch bekommen – doch sie und eine andere Freundin nicht mehr.

Nicht etwa weil sie zu spät am Bahnhof war. Oder der Zug aus einem unerfindlichen Grund früher abfuhr. Nein. Die jungen Frauen wurden schlicht nicht rechtzeitig auf den Bahnsteig gelassen. Und damit sind sie an diesem Freitag nicht die einzigen am Berliner Hauptbahnhof.

Viele Menschen sind frustriert.
Viele Menschen sind frustriert. (Quelle: Kloft/t-online)

Eine Handvoll Mitarbeiter der DB Sicherheit mit grellgelben Westen und verschränkten Armen versperren die beiden Zugänge zur Treppe, die auf den Bahnsteig führen. "Der Bahnsteig ist überfüllt", brüllt ein Security-Mitarbeiter mit Sicherheitsweste in sein Megafon. "Das Gleis ist nur über die Fahrtreppe erreichbar." Hier aber darf aktuell ebenfalls keiner hoch.

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Security-Mitarbeiter: "Stellen Sie sich hinten an"

Alle zwei Minuten wiederholt der Mann seinen Hinweis, fast mantraartig. Besser macht das die Situation kaum. "Irre, kompletter Wahnsinn", ruft ein mittelalter Mann. "Was soll das denn hier? Ich muss meinen verdammten Zug bekommen, der fährt jede Sekunde", sagt ein anderer. "Stellen Sie sich hinten an", weist ein Security-Mann ihn zurecht und deutet auf die Menge von mehr als 100 Reisenden, die sich um den Zugang zur Rolltreppe gruppieren.

Die Menschen sind aufgebracht, es wird gedrängelt und geschubst. Jeder versucht, sich einen Weg auf den Steig zu bahnen. Doch ohne Chance. Ihnen bleibt nichts anderes als: warten. Und das bei einer Temperatur von mehr als 30 Grad Celsius.

Etliche Züge sind an diesem Freitag ausgefallen.
Etliche Züge sind an diesem Freitag ausgefallen – ein Chaos am Berliner Hauptbahnhof programmiert. Entgegen der Ankündigung fuhr der Flixtrain überraschend doch. Allerdings mit einer Stunde Verspätung, samt vollem Bahngleis. (Quelle: Kloft/t-online)

Erst nach rund 30 Minuten dürfen die Menschen auf den Bahnsteig, "aber nur zu sechst", wie der Security-Mann erklärt. Für viele ist es da schon zu spät, wie auch Marie berichtet. Auch andere Reisende haben ihren Zug verpasst, sind wütend.

"Bekomme ich denn wenigstens Erstattung oder kann ich einen anderen Zug nehmen?", fragt eine Frau einen Security-Mann am Bahnsteig. "Das können wir Ihnen leider nicht sagen. Wir haben nur die Weisung, keinen hier hoch zu lassen."

"Explosive Mischung"

Woher das Bahnchaos rührt, können sie nicht sicher sagen. Eine Vermutung haben sie aber. "Überfüllung: Ausgefallene Züge, gesperrte Gleise – und das 9-Euro-Ticket", versucht ein Mitarbeiter, die Lage zu erklären. "Explosive Mischung."

Etliche Züge haben an diesem Freitag am Berliner Hauptbahnhof Verspätung oder werden kurzfristig an ein anderes Gleis verlegt – bis sich die Lage etwas beruhigt, ist bereits Abend.

Viele Menschen warten mehr als eine Stunde, bis sie aufs Gleis können und sich die Lage etwas entspannt.
Viele Menschen warten mehr als eine Stunde, bis sie aufs Gleis können und sich die Lage etwas entspannt.

Und Marie? "Wir hätten auf einen ICE für 160 Euro in der ersten Klasse umsteigen können", sagt sie. "Doch das war es uns nicht wert." Zumal sie nicht sicher gewesen seien, ob sie diesen überhaupt bekommen hätten – schließlich fuhr er, wie die anderen Züge nach Köln, ebenfalls vom Gleis 14.

"Dann fahren wir jetzt Regionalbahnen, mit dem 9-Euro-Ticket", sagt sie – und fügt sarkastisch hinzu: "Dann sind wir morgen früh in Köln." Ihren Trip, den Marie für den Samstag geplant hat, muss sie wohl absagen.

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