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Klima-Demonstrant verletzt in Klinik gebracht

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 01.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Der verletzte Klima-Demonstrant: Ein DHL-Mitarbeiter und ein Autofahrer zogen ihn bereits zuvor von der Straße.
Der verletzte Klima-Demonstrant: Ein DHL-Mitarbeiter und ein Autofahrer zogen ihn bereits zuvor von der Straße. (Quelle: Zinken/dpa)
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Gehirnerschütterung, Schlüsselbeinbruch. In Berlin ist ein Demonstrant bei der A100-Blockade verletzt worden. Er beschwert sich über "überflüssige" Polizeigewalt.

In Berlin ist es inzwischen ein übliches Bild: Klima-Demonstranten sitzen mit Warnwesten bekleidet auf der Straße und blockieren Autobahn-Auffahrten. Einige haben sich mit den Händen festgeklebt, andere nicht – um für Rettungswagen im Noteinsatz schnell den Weg frei machen zu können.

Die so entstehenden Staus nerven viele Autofahrer. Die Gemüter in der Hauptstadt sind erhitzt. Jetzt beklagt die "Letzte Generation" einen Verletzten. Er sei von einem Polizeibeamten so hart angegangen worden, dass er eine Gehirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch davongetragen habe. Außerdem sei sein Rucksack zerrissen und er habe mehrere Schürfwunden erlitten.

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Demonstrant in Berlin: Verletzung tut "schweineweh"

Der Aktivist namens Edmund meldete sich per Twitter-Video selbst zu Wort: "Ich halte das für völlig überflüssig", sagt er in seinem Statement. "Denn wir wollen ja für alle, auch für die Polizistinnen und Polizisten, die Zukunft retten."

Seine Verletzungen würden "schweineweh" tun. Dennoch werde er ab jetzt alles, was mit einer Hand gehe, weiter machen.

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Polizei bestätigt Rettungswageneinsatz

Die Polizei bestätigte unterdessen, dass es am Donnerstag einen verletzten Klima-Demonstranten gab. Video und Sachverhalt seien bekannt. Nachdem die Polizei an der Konstanzer Straße die Fahrbahn geräumt habe, hätten die Blockierer zurück auf die Fahrbahn gewollt. Polizisten hätten dies mit Schieben und Wegdrücken verhindert.

Anschließend habe eine Person über Kopf- und Schulterschmerzen geklagt. Diese Person sei mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht worden. Zum Vorwurf der "Letzten Generation", der Klima-Demonstrant sei durch einen Polizisten zu Fall gebracht worden, hieß es bloß: Der Vorwurf werde geprüft.

DHL-Mitarbeiter und anderer Autofahrer zogen Demonstranten von der Straße

Wie Fotoaufnahmen vom Donnerstag zeigen, hatte Klima-Demonstrant Edmund bei der A100-Blockade auch schon vor der körperlichen Auseinandersetzung mit der Polizei Stress mit Autofahrern: Ein DHL-Lieferant und ein anderer Autofahrer zogen ihn von der Straße.

Am Freitag haben die Klima-Aktivisten der "Letzten Generation" erneut Autobahnauffahrten blockiert. Sie fordern ein Machtwort von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Er soll sich klar gegen neue Ölbohrungen in der Nordsee aussprechen, denn: "Es muss jetzt ein drastischer Wandel her. Wir müssen Öl sparen, statt nach neuem zu bohren!"

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