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Berlin: Nach Farbattacke auf Brandenburger Tor – Aktivisten verurteilt


Denkmal besprüht
Farbattacke auf Brandenburger Tor: Aktivisten verurteilt

Von afp, nhe

Aktualisiert am 09.07.2024Lesedauer: 2 Min.
Menschen fotografieren das Brandenburger Tor in Berlin am 18. September 2023 (Archivbild): Zwei Aktivisten wurden nun verurteilt.Vergrößern des BildesMenschen fotografieren das Brandenburger Tor in Berlin am 18. September 2023 (Archivbild): Zwei Aktivisten wurden nun verurteilt. (Quelle: IMAGO/Emmanuele Contini)
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Sie besprühten das Brandenburger Tor mit oranger Farbe: Nun sind zwei Mitglieder der "Letzten Generation" verurteilt worden.

Wegen einer Farbattacke auf das Brandenburger Tor in Berlin sind zwei 21-jährige Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" wegen Sachbeschädigung zu 200 und 180 Stunden Freizeitarbeit verurteilt worden. Sie besprühten das Denkmal im September 2023.

Damit blieb das Amtsgericht Tiergarten unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 200 und 220 Stunden, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag sagte. Die Verteidigung hatte Freisprüche gefordert.

Farbanschlag aufs Brandenburger Tor: Erste Urteile schon im April

Die beiden heute 21-jährigen Männer hatten gemeinsam mit weiteren Klimaaktivisten am 17. September 2023 mittels präparierter Wasserlöscher gelbe und orange Farbe auf das Brandenburger Tor gesprüht, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Da sie zur Tatzeit heranwachsend waren, wurde vor dem Jugendgericht verhandelt.

Einer der Angeklagten warf dem zuständigen Richter laut "Berliner Morgenpost" vor, nicht den Mut zu haben, die Aktivisten freizusprechen. Der Richter hingegen habe eine grundsätzliche Sympathie gegenüber den Angeklagten gezeigt: "Auch wenn Sie mich für meinen mangelnden Mut kritisieren, so bewundere ich Sie doch für Ihren Mut, Ihre persönliche Karriere und Zukunft für ein Umdenken der Gesellschaft aufs Spiel zu setzen", wird er in der Zeitung zitiert. Er teile das Ziel, gegen die Klimakrise anzukämpfen. Es gebe dafür allerdings geeignetere Mittel, so der Richter.

Reinigungskosten in Höhe von 110.000 Euro

Bereits im April waren drei Teilnehmer an der Aktion schuldig gesprochen worden. Die 22-jährige Frau und die zwei Männer im Alter von 28 und 64 Jahren wurden vom Amtsgericht Tiergarten zu jeweils acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Damals stellte das Gericht fest, dass durch die Farbattacke Kosten von 110.000 Euro entstanden waren. Strafschärfend wurde neben der Schadenshöhe gewertet, dass bei der Attacke ein "nationales Denkmal" beschädigt worden war. Die beiden Aktivisten beteuerten laut "Berliner Morgenpost" nun vor Gericht, dass sie nicht mit so hohen Kosten für die Reinigung des Brandenburger Tors rechneten. "Dass es zu diesen Kosten kam, tut mir leid", zitiert die Zeitung einen der Aktivisten. Man habe das Nationalsymbol besprüht, damit die Klimakrise nicht mehr von der Bevölkerung verdrängt werden kann.

Verwendete Quellen
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