Keinen Kitaplatz gefunden Berliner Bezirk muss Mutter Schadenersatz zahlen

Eine berufstätige Mutter aus Berlin-Pankow hat bereits während der Schwangerschaft mit der Suche nach einem Kitaplatz begonnen. Sie wurde nicht fündig. Jetzt bekommt sie mehrere tausend Euro Schadenersatz.
Im Dezember hat das Landgericht Berlin einer berufstätigen Mutter aus Pankow einen Schadenersatz von 7.500 Euro zugesprochen. Die Widerrufsfrist ist nun – ohne Einspruch des Bezirks – abgelaufen. Das berichtet die "Berliner Morgenpost".
Demnach habe die Mutter bereits während der Schwangerschaft mit der Suche nach einem Kitaplatz angefangen – erfolglos. Durch die Verzögerung sei sie nicht, wie geplant, in ihren Job zurückgekehrt, sondern musste fünf weitere Monate zu Hause bleiben. So lange habe sie gebraucht, um einen Kitaplatz für ihr Kind zu finden.
Aufgrund des Verdienstausfalls klagte sie gegen das Land Berlin und bekam vor dem Landgericht Recht. "Der Beklagte zahlt an die Klägerin 7.500 Euro zum Ausgleich der Klageforderung und aller damit im Zusammenhang stehenden Schäden", heißt es im Protokoll, aus dem die Zeitung zitiert.
Im Bezirk Pankow gingen im vergangenen Jahr zehn ähnliche Klagen ein. Die SPD-Bezirksstadträtin für Jugend, Rona Tietje, fordert in der "Morgenpost", dass sich das Land Berlin an den Kosten beteiligt. Sie sieht eine Mitschuld. Die zuständige Senatsverwaltung weist hingegen auf die Zuständigkeit der Bezirke hin.
- "Berliner Morgenpost": "Kein Kitaplatz: Mutter erhält 7500 Euro Schadenersatz"