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"Magische Spiegelungen" zeigt "Fanatiker der Reflektion"

Berlin  

"Magische Spiegelungen" zeigt "Fanatiker der Reflektion"

21.10.2021, 19:21 Uhr | dpa

Mit dem fast ein Jahrhundert lang kaum beachteten Maler Johann Erdmann Hummel widmet die Alte Nationalgalerie in Berlin einem als "Hidden Champion" und "Fanatiker der Reflektion" bezeichneten Künstler eine beachtliche Ausstellung. "Magische Spiegelungen - Johann Erdmann Hummel" zeigt von Freitag an bis zum 20. Februar mit 45 Gemälden und 50 Zeichnungen von Hummel (1769-1852) sowie einige ausgewählte Werke der Neuen Sachlichkeit.

"Man kann wirklich von seiner Wiederentdeckung sprechen", sagte der Leiter der Alten Nationalgalerie, Ralph Gleis, am Donnerstag. Kein anderer zeitgenössischer Künstler habe optischen Phänomenen, Spiegelungen, räumlichen Perspektiven oder unterschiedlichen Beleuchtungszenarien ein solches Interesse entgegengebracht.

Kuratorin Birgit Verwiebe, die für die Ausstellung neben den Werken der Nationalgalerie Leihgaben aus Kassel, Erfurt, Hannover, München oder Köln zusammengestellt hat, sprach von einem Ausnahmekünstler, der sich intensiv mit Spiegelungen, Licht und Schattenphänomenen befasst habe. In seiner Zeit wurde er deswegen auch "Perspektiv-Hummel" genannt.

Die Ausstellung mit Porträts, Landschaftsbildern, Blicken in Innen- und Außenräume hat manche überraschende Perspektive zu bieten. So hängt Olafur Eliassons Blick auf Berlin "Your reserved Berlin Sphere" direkt neben Hummels wohl bekanntestem Werk "Die Granitschale im Berliner Lustgarten". Während in Hummels Bild flanierende Passanten in der riesigen Granitschale reflektiert werden, spiegelt sich das Bild je nach Blickwinkel zusätzlich in Eliassons Arbeit.

In Hummels verschiedenen Arbeiten zur Granitschale hat diese je nach Licht jeweils einen anderen Farbton - für die Kuratorin ein Vorgriff Hummels auf den impressionistischen Umgang mit Licht und Farbe.

Eindrucksvoll sind auch die beiden Varianten der "Schachpartie", die erstmals mit dieser Ausstellung nebeneinander zu sehen sind. Hummel lenkt die Aufmerksamkeit zunächst auf eine zentrale Männergruppe, die sich um einen Schachtisch gruppiert. Erst der umherschweifende Blick lässt andere Perspektiven auf die Szene und die Raumsituation zu, die in Spiegeln und Fenstern reflektiert jeweils andere Ausschnitte sichtbar machen und damit neue Eindrücke ermöglichen.

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