Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Razzia gegen Koks-Lieferservice von Clan-Mitgliedern

Von dpa
14.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Razzia gegen organisierten Drogenhandel
Kriminalpolizisten in Zivil stehen am Morgen im Hinterhof eines Mietshauses und sichern Beweismittel in einer Wohnung. (Quelle: Ante Bußmann/dpa/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Mit zahlreichen Durchsuchungen von Wohnungen, Autos und zwei GefĂ€ngniszellen ist die Berliner Polizei am Dienstag gegen organisierten Drogenhandel vorgegangen. Vier VerdĂ€chtige, gegen die Haftbefehle vorlagen, seien gefasst worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Ein weiterer VerdĂ€chtiger werde noch gesucht. Der Einsatz richtete sich gegen eine Bande, die Rauschgift mit sogenannten Koks-Taxis auslieferte. Dabei bestellen die KĂ€ufer ihre Ware ĂŒber Messengerdienste und lassen sie von Boten anliefern.

Beschuldigt sind neun VerdĂ€chtige, viele davon aus dem Bereich der arabischstĂ€mmigen Clans in Berlin. Es geht um den Verdacht des bandenmĂ€ĂŸigen Rauschgifthandels. Ein Teil der VerdĂ€chtigen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren war bereits wegen frĂŒherer Ă€hnlicher Delikte auffĂ€llig. Sie sollen den Kokainlieferservice gemeinsam betrieben haben. Ein 21-jĂ€hriger Koordinator organisierte die Rauschgiftlieferungen, andere versteckten die Koks-VorrĂ€te oder waren Fahrer. Die Bande soll "telefonische Kokainbestellungen konspirativ abgewickelt haben", so die Polizei.

Seit den frĂŒhen Morgenstunden durchsuchten ein Großaufgebot der Polizei, Drogenfahnder aus dem Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft 14 RĂ€ume und 12 Autos. Darunter waren auch eine Shisha-Bar und die beiden Zellen. Die Insassen der Zellen waren bereits wegen frĂŒheren Drogenhandels verurteilt worden. Die Polizei fand Drogen, Bargeld und gefĂ€lschte Impfausweise.

Unter den durchsuchten RĂ€umen war eine Wohnung im Erdgeschoss eines Mietshauses in der Katzlerstraße im Stadtteil Schöneberg. Kriminalpolizisten in Zivil standen am Morgen im Hinterhof des Hauses und in der Wohnung und trugen beschlagnahmte Beweismittel zu ihrem Fahrzeug. SpĂ€ter wurde ein Mann herausgefĂŒhrt.

Gerade im Bereich des Drogenhandels hatte die Zahl der Polizeirazzien in diesem Jahr deutlich zugenommen - vor allem wegen der im Jahr 2020 entschlĂŒsselten Daten aus dem Messengerdienst Encrochat, den viele Kriminelle in Europa nutzten. In Berlin liefen bis Mitte November 728 Ermittlungsverfahren. Bis dahin gab es 55 Durchsuchungen und 31 Verhaftungen, wie der Senat kĂŒrzlich mitteilte. Die Berliner Polizei wertet insgesamt mehr als 1,6 Millionen DatensĂ€tze aus SMS, Sprachnachrichten, Fotos und Videos von den abgehörten und entschlĂŒsselten Handys aus. Im LKA seien damit knapp 40 Menschen beschĂ€ftigt, sagte LKA-Chef Christian Steiof. Zahlreiche zusĂ€tzliche Leute wĂŒrden benötigt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Jugendliche ĂŒberfallen FußgĂ€nger und schlagen ihn zu Boden
DrogenPolizei

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website