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Leiche in Königswinter: Mutter an Weihnachten getötet – Tochter in U-Haft

Frauenleiche in Königswinter  

Mutter im Streit an Weihnachten getötet – junge Frauen in U-Haft

08.01.2021, 14:02 Uhr | dpa

Leiche in Königswinter: Mutter an Weihnachten getötet – Tochter in U-Haft. Ein Auto der Marke Renault mit der Leiche einer 48-jährigen Frau im Kofferraum steht ohne Kennzeichen abgestellt am Fahrbahnrand. (Quelle: dpa/Polizei Bonn)

Ein Auto der Marke Renault mit der Leiche einer 48-jährigen Frau im Kofferraum steht ohne Kennzeichen abgestellt am Fahrbahnrand. Foto: Polizei Bonn/dpa. (Quelle: Polizei Bonn/dpa)

Nach dem erschreckenden Fund einer Frauenleiche gibt es nun neue Erkenntnisse. Ein Streit habe zum Tod der Frau geführt – die Tochter der Toten und eine Freundin befinden sich in Untersuchungshaft.

Im Kofferraum eines abgestellten Autos haben Polizeibeamte in Königswinter eine Frauenleiche entdeckt. Was als Ermittlung in einer Verkehrssache begonnen hatte, ist ein Fall für die Kriminalpolizei geworden. Ein paar Stunden später, nach Identifizierung der Toten, stand die 22-jährige Tochter des Opfers unter Tatverdacht.

Nun sitzen die junge Frau und eine 15 Jahre alte Freundin wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Sie sollen die 48-Jährige an Weihnachten bei einem Streit getötet haben.

Frau vermutlich erwürgt oder erstickt

Wie die Polizei mitteilte, hat die Tochter in ihrer Vernehmung einen Streit mit ihrer Mutter an Weihnachten und Gewalthandlungen zugegeben. Anlass sei gewesen, dass die 15 Jahre alte Freundin bei der 22-Jährigen übernachten wollte. "Die Mutter wollte, dass sie das Haus verlässt", sagte der Bonner Staatsanwalt Robin Faßbender.

Daraus soll sich in der Nacht vom ersten auf den zweiten Weihnachtsfeiertag ein mit Gewalt ausgetragener Streit entwickelt haben, bei dem die Mutter starb. Nach Angaben der Polizei wurde die 48-Jährige erwürgt oder erstickt. Der Tatort liegt im ländlichen Gebiet von Königswinter, weitab vom Rhein hinter dem Siebengebirge.

Weiterer Freund beteiligt

Während die 22-Jährige bei der Polizei aussagte und eine Beteiligung der 15-Jährigen angab, machte die Jüngere keine Angaben. Beide sind Deutsche.

Als die Tote weggebracht werden sollte, kam den Ermittlungen zufolge der 16-jährige Freund der Jüngeren ins Spiel: offenbar weil er der einzige war, der Auto fahren konnte, auch wenn er wegen seines Alters noch keinen Führerschein haben kann.

Autopanne ruft Polizei auf den Plan

Allerdings hatte der abgemeldete Wagen mit der Leiche darin nach kurzer Zeit eine Panne. Das Auto blieb liegen und wurde an Ort und Stelle, einer Straße in den Bergen von Königswinter, stehen gelassen. Gegen den 16-Jährigen wird nun wegen versuchter Vereitelung einer Straftat und Fahrens ohne Führerschein ermittelt. Er habe zugegeben, dass er den Wagen gefahren habe.

Das abgeschlossene, halb auf der Fahrbahn zurückgelassene Auto ohne Kennzeichen war nach Weihnachten abgeschleppt worden. Die Verkehrsermittler entdeckten frische Unfallspuren, ermittelten den eingetragenen Halter in Königswinter, wo an der Hauswand die passenden Beschädigungen entdeckt wurden. Die Nutzerin wurde aber nicht angetroffen.

Am Dienstag wurde der Wagen dann auf dem Gelände des Abschleppunternehmens geöffnet und die Leiche entdeckt. Das abgeschlossene Auto war eine Woche zuvor abgeschleppt worden. Unter anderem werden am Tatort nach Ermittlerangaben noch kriminaltechnische Untersuchungen gemacht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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