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Unzählige Seepferdchen an der Nordsee: Forscher rätseln und brauchen Hilfe


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Rätsel im Wattenmeer: Woher kommen die vielen Seepferdchen?

Von t-online, stk

Aktualisiert am 28.12.2022Lesedauer: 2 Min.
Kurzschnäuziges Seepferdchen (Archivfoto): Strandbesucher sollten die Augen offen halten.
Kurzschnäuziges Seepferdchen (Archivfoto): Strandbesucher sollten die Augen offen halten. (Quelle: IMAGO/Imagebroker)
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Sie sind klein, zierlich – und haben in dieser Zahl an der Nordsee eigentlich nichts zu suchen: Seepferdchen. Wissenschaftler wollen es jetzt genauer wissen.

Wer einmal eines zu Gesicht bekommt, besucht entweder gerade ein Aquarium, befindet sich in tropischen Gebieten oder in einem Museum. An der Nordsee sind sie hingegen äußerst selten: Seepferdchen kommen an den niedersächsischen Küsten nur sehr sporadisch vor. Doch in diesem Jahr ist einiges anders: Die kleinen Knochenfische werden immer häufiger an den Strand gespült und dort von Spaziergängern aufgelesen. Warum ist das so?

Diese Fragen stellen sich auch Forscher des Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg und des Thünen-Instituts für Seefischerei in Bremerhaven. Jetzt hoffen sie auf Hilfe aus der Bevölkerung. Um das vermehrte Auftreten der kleinen Tiere besser verstehen zu können, werden Strandgänger gebeten, "Funde von toten Seepferdchen zu melden und die Tiere in einem Nationalpark-Haus oder -Zentrum an der Küste abzugeben", teilt das Museum in Oldenburg mit.

Unter dem Titel "Citizen Science" würden die Seepferdchen zusammen mit den Funddaten in die wissenschaftliche Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch aufgenommen. So stünden sie für weitere Forschungen zur Verfügung. Das Landesmuseum betont, es komme auf jedes gefundene Tier an. Denn: Erst mit der Gesamtheit der Funde könnten sich übergeordnete Fragen, etwa zur Verbreitung der Arten, beantworten lassen.

Stammen die Tiere aus dem Ärmelkanal?

Forscher des Thünen-Instituts für Seefischerei in Bremerhaven wollen das Vorkommen der Seepferdchen anhand der abgegebenen Tiere genauer untersuchen. Sie erhoffen sich von den Meldungen mehr Daten, um eine mögliche Etablierung der Seepferdchen an unseren Küsten besser einschätzen zu können, heißt es.

Hermann Neumann, Meeresbiologe aus Bremerhaven, vermutet, dass eine große Zahl der Seepferdchen aus dem Ärmelkanal an die Nordseeküste gekommen ist, wie er im Gespräch mit dem NDR sagte. Es sei spannend zu beobachten, ob sich die Arten im Wattenmeer wohlfühlen und dauerhaft ansiedeln, erklärte er dem Bericht zufolge.

Ob dem tatsächlich so ist und um welche Arten es sich handelt, die regelmäßig an Strände gespült werden, sei bislang weitestgehend unklar.

Strandgänger im Auftrag der Wissenschaft

Allein für die Nordseeinsel Borkum sind im Dezember mehrere Dutzend Meldungen eingegangen.
Allein für die Nordseeinsel Borkum sind im Dezember mehrere Dutzend Meldungen eingegangen. (Quelle: Screenshot/beachexplorer.org)

Und so können Strandgänger das Wissenschaftsprojekt unterstützen: Sollten Sie im Wattenmeer unterwegs sein und ein Seepferdchen finden, machen Sie ein Foto vom Tier. Wichtig ist laut den Forschern: Eine Münze oder ein Lineal als Maßstab neben das Seepferdchen legen, nur so seien Relationen später erkenn- und messbar.

Das Foto, den Fundort sowie das Funddatum müssen Sie anschließend auf der Webseite www.beachexplorer.org eintragen oder zuvor das Fundformular ausdrucken, ausfüllen und einwerfen. Die toten Seepferdchen können an einem der zahlreichen Nationalpark-Häuser abgegeben werden. Eine Übersicht der Abgabestellen finden Sie hier.

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Verwendete Quellen
  • ndr.de: "Seepferdchen im Wattenmeer: Wissenschaftler bitten um Hilfe"
  • beachexplorer.org: Funde
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Von Steffen Koller
BremerhavenNordseeOldenburg

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