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Vier-Tage-Woche in Wiefelstede: Ministerium gegen Vorgehen an Grundschule


Vorgehen nicht abgestimmt
Ministerium untersagt Vier-Tage-Woche an Grundschule

Von dpa
15.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Leeres Klassenzimmer (Symbolfoto): Laut Ministerium sei die Entscheidung der Schule nicht alternativlos gewesen.Vergrößern des BildesLeeres Klassenzimmer (Symbolfoto): Laut Ministerium sei die Entscheidung der Schule nicht alternativlos gewesen. (Quelle: IMAGO/Sven Simon)
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Die Nachricht von einer Vier-Tage-Woche im Ammerland schlug hohe Wellen. Jetzt schaltet sich das Kultusministerium Niedersachsen ein und fällt eine Entscheidung.

Die Grundschule Wiefelstede im Landkreis Ammerland wird wohl entgegen einer früheren Ankündigung keinen Unterrichtstag für einzelne Jahrgänge streichen. Das niedersächsische Kultusministerium in Hannover teilte am Dienstag mit, dass es dazu nicht kommen solle. "Die Überprüfung der Sachlage hat ergeben, dass Spielräume bestehen, um durchgängige Schulpräsenz an allen Wochentagen für alle Schuljahrgänge zu sichern", hieß es in einer Stellungnahme des Ministeriums.

Der Ausfall von Unterrichtstagen soll mit mehreren Maßnahmen abgewandt werden: Der Stundenplan der Schule wird dem Ministerium zufolge umgestellt. Klassen lege man zusammen. Zudem kämen pädagogische Fachkräfte zum Einsatz und eine Feuerwehrlehrkraft werde kurzfristig eingestellt. Das zuständige Regionale Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück setze in Abstimmung mit der Schule die Vorhaben sofort um. "Die 'Vier-Tage-Woche' ist damit vom Tisch", teilte der Sprecher mit.

Beispiel Wiefelstede verdeutliche Fachkräftemangel

Dem Ministerium zufolge ist die Personalsituation an der Grundschule angespannt. Engpässe hätten sich ergeben, weil drei Lehrkräfte aufgrund der Corona-Mutterschutzbestimmungen ausfielen und eine weitere Lehrkraft längerfristig fehle. "Gleichwohl war die getroffene Entscheidung, für einzelne Jahrgänge einen Unterrichtstag zu streichen, weder alternativlos, noch mit dem zuständigen Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück – und auch nicht mit dem Kultusministerium – abgestimmt", kritisierte das Ministerium.

Weiter hieß es vom Ministerium, dass das Streichen ganzer Unterrichtstage insbesondere an Grundschulen grundsätzlich nicht vorgesehen sei. Vergleichbare Vorgehensweisen seien nicht bekannt. An allen Tagen gelte es, die Verlässlichkeit des Unterrichts zu sichern. Unberührt davon könne es kurzfristig zu Ausfallsituationen kommen. Der Fall Wiefelstede verdeutliche, dass es richtig gewesen sei, dass das Thema Fachkräftemangel im Bildungsbereich ganz oben auf die landespolitische Agenda gesetzt worden sei.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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